- 31.12.2002, 09:41:27
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Land Kärnten bei Verwaltungsreform in Österreich führend
LH Haider: Landesverwaltung macht enorme Fortschritte - Konzernrechnungswesen ab Jahresbeginn in Kraft - Verwaltungszentrum auch starker Impuls für die Wirtschaft
Klagenfurt (LPD) - Kärntens Landesverwaltung macht sehr große
Fortschritte und ist sehr gut unterwegs. Landeshauptmann Jörg Haider
hob heute die innovative Leistungskraft der Landesverwaltung hervor,
um noch schlanker, leistungsfähiger und kundenfreundlicher zu werden.
Der Landeshauptmann verweist auf den Bundesrechnungshof, der
bestätigt hat, dass Kärntens Verwaltungsreform zu den Top 3 in
Österreich gehört.
Bei der Umsetzung des New Public Managements, also der
Wirkungsorientierten Landesverwaltung, liege Kärnten überhaupt an der
Spitze der Bundesländer, so Haider. Dies bedeute nicht nur
Qualitätssteigerung und mehr Kundenfreundlichkeit sondern auch
Kostenersparnis für den Steuerzahler. Kärnten habe sich damit in
wenigen Jahren in das Spitzenfeld der Landesverwaltungen
vorgearbeitet. Der Landeshauptmann erwähnte mehrere umgesetzte bzw.
begonnene Reformmaßnahmen:
Verwaltungszentrum. Weitere Effizienzgewinne wird es durch das
geplante Verwaltungszentrum geben, dessen Planungen im kommenden Jahr
forciert werden, Baubeginn soll Frühjahr 2004 sein. Die Vielzahl der
Standorte wird auf zwei Hauptstandorte, das Verwaltungszentrum und
das Technikzentrum reduziert bzw. konzentriert und damit die
Voraussetzung für die Kompetenzcenter-Lösung geschaffen. Die neue
Struktur soll sieben Kompetenzzentren, die je eindeutig einem
politischen Referenten zugeordnet werden, umfassen und insgesamt eine
höhere Flexibilität des Verwaltungshandelns erzielt werden.
Der Gesamtaufwand von 26 Mio. Euro für das Verwaltungszentrum wird
einen starken Impuls für die Bauwirtschaft bedeuten.
Mehr Service. Eine Servicestelle (Callcenter) Land Kärnten sowie
die neue einheitliche Rufnummer (05 0536 5300) wurden bereits
realisiert. Die Telefonvermittlung wird ebenfalls in die
Servicestelle integriert und als "Welcome-Center" neu
strukturiert.
Kostenrechnung. Mit Jahresbeginn wird in der Landesverwaltung das
Konzernrechnungswesen und damit ein System der laufenden Kosten- und
Leistungsrechnung sowie Controllings flächendeckend eingeführt.
Qualitätsdialog. Die zusätzliche Aufgaben auf
Bezirkshauptmannschaft-Ebene im Zuge der BH-Reform sollen weitgehend
ohne Personalaufstockung abgewickelt werden können. Die BH haben das
Prinzip des one-stop-shop umgesetzt. Das Land wird aber im Interesse
der Kunden eine umfassende Befragung im Sinne eines Qualitätsdialoges
mit den KärntnerInnen durchführen, um die Qualität der
Landesverwaltung auf hohem Niveau zu halten und um festgestellte
Schwächen abzustellen.
E-government. Im Bereich e-government wurden die Voraussetzungen
geschaffen über Internet ein Antragsformular auszufüllen. Ein
Pilotprojekt befasst sich mit der digitalen Signatur. Ein
e-Produktekatalog auf BH-Ebene wurde fertiggestellt.
Mobiltelefon. Durch den neuen Anbieter - Mobilkom Austria AG -
wird voraussichtlich jährlich eine Einsparung von 21 Prozent bzw.
51.000 Euro für das Land erzielt. Auch ein künftiger Ankauf neuer
Hardware wird durch Mobilkom für das Land erheblich günstiger.
Die Erfolge der Verwaltungsreform sind deutlich sichtbar, wie etwa
das Beispiel Fuhrparkmanagement zeigt: hier werden jährlich 0,73 Mio.
Euro eingespart, zusätzlich wurden 2002 157.470 Euro durch
intelligentes Management eingespart. Oder beim
Versicherungsmanagement, hier beträgt die jährliche Einsparung
218.000 Euro. Selbst das Kopiermanagement bringt jährlich eine
Einsparung von 0,58 Mio. Euro. Im Festnetz konnten die Kosten von
63.225 Euro auf18.895 Euro pro Monat abgesenkt werden.
Bei Landesarchiv/Landesmuseum wurde die Kostendeckung verachtfacht.
Das EDV-Outsourcing hat neben der Qualitätssteigerung Einsparungen in
Höhe von 2,18 Mio. Euro (30 Prozent) erbracht.
Schneller/Einfacher. Was z. B. geht viel schneller? 203 Tage
brauchte ein Betriebsanlagen-Genehmigungsverfahren im Jahr 1996, im
Jahr 2001 waren es nur mehr 95 Tage. Die Verwaltung wurde auch
vereinfacht bzw. entrümpelt. So wurden per Oktober 2002 sechs
Landesverfassungsgesetze und 40 Verfassungsbestimmungen außer Kraft
gesetzt. Vorgesehen ist die Verringerung des landesgesetzlichen
Rechtsbestandes um rund 45 Prozent.
Schulen ans Netz. Hervorzuheben ist weiters, dass im Rahmen eines
IT-Outsourcing-Projektes an die 800 Arbeitsplätze (BH und politische
Büros - ein Drittel aller Arbeitsplätze) mit neuer
Arbeitsplatzinfrastruktur ausgestattet wurden. Für das Projekt
"Schulen ans Netz" hat dieses Outsourcing-Projekt sehr positive
Auswirkungen. Den Kärntner Schulen wurden im Zuge des Rollouts 380
gebrauchte Computer für Schulverwaltungsarbeitsplätze bereitgestellt
und können als vollwertige Geräte zum Einsatz kommen.
(Schluss)
Rückfragehinweis: Kärntner Landesregierung
Landespressedienst
Tel.: 05- 0536-22 852
http://www.ktn.gv.at/index.html
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