• 22.12.2002, 13:37:36
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Gusenbauer: "Verstehe Verärgerung Häupls"

SPÖ trifft Entscheidung über Weiterführung der Sondierungsgespräche am 3./4. Jänner

Wien (SK) "Ich verstehe die Verärgerung von Michael Häupl,
weil es nicht sein kann, dass eine von einer unabhängigen Kommission
an den ersten Platz gereihte Person, die Jahre lang das Amt
erfolgreich ausgeübt hat, von jemandem abgelöst wird, der von der
Kommission als am ungeeignetsten erklärt wird", erklärte
SPÖ-Vorsitzender Alfred Gusenbauer Sonntag gegenüber dem Pressedienst
der SPÖ. Hier handle es sich um "Postenschacher des übelsten Typs"
und dies habe auch nichts mit Proporz zu tun, sondern sei ein "Akt
politischer Willkür". ****

Es stelle sich die Frage, wofür man überhaupt Kommissionen
einsetze, wenn dann ohnehin der Bestgereihte nicht berücksichtigt,
sondern der Ungeeignetste eingesetzt wird. Die Reaktionen aus der ÖVP
würden auf jeden Fall zeigen, dass hier keinerlei Lernfähigkeit
vorhanden ist, sondern der Postenschacher der letzten Jahre von
Innenminister Strasser sogar noch an die Spitze getrieben wird. "Es
geht hier auch nicht um eine Personalfrage der Ebene vier, fünf oder
sechs, sondern es geht hier um das Prinzip, wie mit Leuten aus dem
Öffentlichen Dienst umgegangen wird", so Gusenbauer.

Der SPÖ-Vorsitzende betonte außerdem, dass man über die
Weiterführung der Sondierungsgespräche am 3./4. Jänner bei der
SPÖ-Präsidiumsklausur entscheiden werde. "Es wird keine individuellen
Schritte geben. Ich verstehe die Verärgerung des Wiener
Bürgermeisters, die Lage ist ob der symbolhaften Haltung der ÖVP
ernst und wir werden gemeinsam eine Entscheidung treffen", so
Gusenbauer abschließend. (Schluss) cs

Rückfragehinweis: Pressedienst der SPÖ
Tel.: (++43-1) 53427-275
http://www.spoe.at

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