Gusenbauer: "Verstehe Verärgerung Häupls"

SPÖ trifft Entscheidung über Weiterführung der Sondierungsgespräche am 3./4. Jänner

Wien (SK) "Ich verstehe die Verärgerung von Michael Häupl, weil es nicht sein kann, dass eine von einer unabhängigen Kommission an den ersten Platz gereihte Person, die Jahre lang das Amt erfolgreich ausgeübt hat, von jemandem abgelöst wird, der von der Kommission als am ungeeignetsten erklärt wird", erklärte SPÖ-Vorsitzender Alfred Gusenbauer Sonntag gegenüber dem Pressedienst der SPÖ. Hier handle es sich um "Postenschacher des übelsten Typs" und dies habe auch nichts mit Proporz zu tun, sondern sei ein "Akt politischer Willkür". ****

Es stelle sich die Frage, wofür man überhaupt Kommissionen einsetze, wenn dann ohnehin der Bestgereihte nicht berücksichtigt, sondern der Ungeeignetste eingesetzt wird. Die Reaktionen aus der ÖVP würden auf jeden Fall zeigen, dass hier keinerlei Lernfähigkeit vorhanden ist, sondern der Postenschacher der letzten Jahre von Innenminister Strasser sogar noch an die Spitze getrieben wird. "Es geht hier auch nicht um eine Personalfrage der Ebene vier, fünf oder sechs, sondern es geht hier um das Prinzip, wie mit Leuten aus dem Öffentlichen Dienst umgegangen wird", so Gusenbauer.

Der SPÖ-Vorsitzende betonte außerdem, dass man über die Weiterführung der Sondierungsgespräche am 3./4. Jänner bei der SPÖ-Präsidiumsklausur entscheiden werde. "Es wird keine individuellen Schritte geben. Ich verstehe die Verärgerung des Wiener Bürgermeisters, die Lage ist ob der symbolhaften Haltung der ÖVP ernst und wir werden gemeinsam eine Entscheidung treffen", so Gusenbauer abschließend. (Schluss) cs

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