Bures: Strasser verwechselt Innenministerium mit niederösterreichischer ÖVP-Zentrale

Zu Khol: Es geht nicht um staatstragende Reden, sondern um staatstragendes Handeln

Wien (SK) Wenn jemand in den Kategorien "Pfründen, Posten und Proporz" denke, dann sei es zweifelsfrei die ÖVP, erklärte SPÖ-Bundesgeschäftsführerin Doris Bures zu entsprechenden Aussagen von ÖVP-Generalsekretärin Rauch-Kallat. "Innenminister Strasser verwechselt den Staat mit einem Selbstbedienungsladen und das Innenministerium mit seinem früheren Arbeitsplatz, der niederösterreichischen ÖVP-Parteizentrale", stellte Bures Sonntag gegenüber dem Pressedienst der SPÖ fest. Nationalratspräsident Khol sei auch in der ORF-Pressestunde seiner Ankündigung, ein überparteilicher und staatstragender Erster Nationalratspräsident sein zu wollen, nicht nachgekommen, habe er doch in Sachen Strassers Postenbesetzung jegliches Maß an Objektivität vermissen lassen. ****

Tatsache sei, dass der vom Innenminister abgelöste Polizei-Generalinspektor Franz Schnabl alle Ausschreibungskriterien erfüllt habe und daher der für diesen Posten geeignetste Mann gewesen wäre. Dieses Faktum nun leugnen zu wollen, zeige, wie ernst es der ÖVP mit der Objektivität sei und sei vor allem vom Nationalratspräsidenten, der hier ungeniert Tatsachen leugne, enttäuschend. "Wenn Khol in der "Pressestunde" davon spricht, Rösser bzw. die Macht zähmen zu wollen, dann hätte er bereits jetzt die beste Gelegenheit dazu gehabt. Er lässt aber bedauerlicher Weise dem galoppierenden Postenschacher in seiner Partei völlig freien Lauf", so Bures, die abschließend an die Adresse Khols erklärte: "Es geht nicht um staatstragende Reden, sondern um staatstragendes Handeln". (Schluss) cs

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