• 20.12.2002, 10:01:16
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Ökostrom: Österreichische Faser- und Spanplattenindustrie hält neue VO für katastrophal

Dir. Döry (Sprecher der österr. Plattenindustrie): Folgen der
Einspeistarifverordnung für Standort Österreich unabsehbar, sämtliche
Investitionen der letzten Jahre in Frage gestellt

Die österreichische Faser- und Spanplattenindustrie hält die vom
Wirtschaftsministerium angekündigte VO über Einspeistarife für
inakzeptabel. Durch die Festlegung der überhöhten Tarife wird ein
sensibler Rohstoffmarkt künstlich zum Nachteil der stofflichen
Verwertung von Holz wesentlich verzerrt werden. Direktor Laszlo Döry:
"Dies wird die Wettbewerbsfähigkeit der österreichischen
Plattenindustrie am Standort Österreich gefährden.
Noch vor ein paar Wochen war davon auszugehen, dass die Empfehlung
der E-Control zumindest Basis für einen politischen Kompromiss
darstellen wird." Die Festlegung von Tarifen bis zu 16 Cent/kWh sei
vollkommen unverständlich und industriepolitisch kontraproduktiv, so
Dir. Döry.
Die österreichische Faser- und Spanplattenindustrie hat in den
letzten Jahren in Österreich Investitionen im Volumen von annähernd
360 Mio Euro getätigt. Michael Egger (Fa. Egger): "Wir haben in
Österreich investiert, im Vertrauen auf kalkulierbare
Rahmenbedingungen. Mit der Absicht eine derartige VO in Kraft zu
setzen ist dieses Vertrauen an den Standort Österreich mit einem
Schlag zunichte gemacht."

Die Plattenindustrie sorgt mit ihren neun Standorten in Österreich
für ein beachtliches volkswirtschaftliches Wertschöpfungspotential.
Durch eine Exportquote von über 80% wird ein
Aussenhandelsbilanzüberschuss von über 400 Mio Euro erziehlt. Dir.
Bechtold (Fa. Kaindl): "Auch mit Berücksichtigung der 4
%-Zielerreichung sollte im Holzland Österreich der stofflichen
Verwertung des wertvollen Rohstoffes Holz vor der Verbrennung der
Vorzug gegeben wird. Es müsste doch unser Ziel sein, aus diesem
Rohstoff ein Maximum an Wertschöpfung zu erzielen." Insgesamt ist die
österreichische Plattenindustrie entäuscht, dass offenbar
wirtschafts- und industriepolitische Argumente und Zielsetzungen im
derzeitigen politischen Umfeld keinerlei Gehör finden. "Es ist mehr
als bemerkenswert und eigentlich besorgniserregend, dass drei
Bundesminister, sowie die neun Landeshauptleute mit der Einigung auf
eine derartige VO sämtliche Argumente der Gesamtindustrie aber auch
der Plattenindustrie nicht entsprechend berücksichtigt haben",
betonte Dir. Döry.

Rückfragehinweis: FV Holzindustrie
Tel.: (++43-1) 712 26 01
mailto:[email protected]

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