"Konsument"-Test: Computer-Bildschirme

Flachbildschirme nun auch für Private erschwinglich. Röhrenmonitore spielen weiterhin eine wichtige Rolle.

Wien (OTS) - Ist der Kauf eines neuen PC-Monitors angesagt, gilt
es eine prinzipielle Frage zu klären: Flachmann oder Dickbauch? "Konsument" nimmt in einem Vergleichstest sieben Flachbildschirme mit einer Bilddiagonale von 15 Zoll sowie fünf Röhrenbildschirme mit 19 Zoll Diagonale unter die Lupe. Preisklasse: von 250 bis 480 Euro. Ergebnis: Flachmänner - auch als TFTs (Thin Film Transistor) bezeichnet - haben erhebliche Preisstürze erlebt, sind aber im Vergleich zu 19-Zoll-Röhrengeräten immer noch deutlich teurer. Im Schnitt legt man für einen Flachbildschirm 420 Euro, für ein Röhrengerät jedoch nur 270 Euro auf den Ladentisch. Qualitätsunterschiede registrierten die "Konsument"-Tester lediglich in der Gruppe der Röhrenschirme. Während bei den Flachmännern alle sieben mit der Note "gut" abschneiden, sind es bei den Dickbäuchern nur zwei. Drei sind "durchschnittlich".

Flachbildschirme haben trotz ihrer Eleganz eine augenfällige Schwäche: Pixelfehler. Das sind "blinde Punkte" auf dem Bildschirm, die unveränderbar entweder in schwarz, weiß oder bunt aufscheinen. Dem geschulten Blick der Tester fiel auch auf, dass bei seitlicher Betrachtung des Bildschirms die Wahrnehmbarkeit stärker abnimmt als bei Röhrenmodellen. Das bedeutet: Wo zwei Leute an einem Monitor sitzen (Spiel, gemeinsame Arbeit an einem Dokument) ist näheres Zusammenrücken erforderlich. Weiterer Nachteil der Flachmänner ist die geringere Gleichmäßigkeit der Farben gegenüber den Dickbäuchigen. Bei Anwendungen wie anspruchsvoller Fotobearbeitung und Videoschnitt ein durchaus störender Faktor. Außerdem kann es bei ultraschnellen Videosequenzen oder Spielen beim TFT zu "Schlieren" kommen.

Aber: Die Flachen kennen konstruktionsbedingt keine Unschärfe, keine Geometriefehler und auch kein Flimmern. Außerdem entspricht die sichtbare Fläche eines 15 Zoll-Flachbildschirms etwa jener eines 17 Zoll-Röhrenschirms, da letztere einen Randbereich haben, der nicht zur Darstellung genutzt werden kann. Flachmänner beanspruchen auch wesentlich weniger Platz am Schreibtisch: 40 mal 20 Zentimeter genügen. Der Stromverbrauch ist gerade für PC-Vielarbeiter von Bedeutung: Während Flachbildschirme im Betrieb nur etwa 20 Watt schlucken, bringen es Röhrenmonitore auf das Vier- bis Fünffache. Ihr auffallendes Gewichtsproblem bewegt sich in derselben Relation: etwa 20 kg stehen transportfähigeren 4 kg Durchschnittsgewicht gegenüber. Auch bezüglich des Einsatzzweckes gibt es bei den beiden Monitor-Typen Unterschiede: Standard-Anwendungen wie Textverarbeitung, Tabellenkalkulation etc. lassen sich mit TFTs problemlos realisieren, Grafikanwendungen sind meist mit einem Röhrenbildschirm befriedigender zu lösen.

Wer beim Erwerb eines Flachbildschirmes Pixelfehler entkommen möchte, hält sich an den "Konsument"-Tipp: Vor Kauf das eingeschaltete Gerät mit weißem und schwarzem Hintergrund unter die Lupe nehmen und bei Fehlerfreiheit genau dieses zu kaufen, nicht bloß eines derselben Type!

Außerdem empfiehlt "Konsument" beim Kauf von PC-Komplettpaketen die Monitor-Qualität zu beachten. Denn in Set-Angeboten ist oft Minderwertiges versteckt. Den Augen zuliebe sollte nicht an der falschen Stelle gespart werden. Dabei ist noch zu bedenken, dass die Bildqualität auch von der Grafikkarte im PC abhängt.

Mehr zu Bildqualität, Handhabung, Vielseitigkeit, Verarbeitung, Umwelteigenschaften und Preis-unterschieden der zwölf geprüften Monitore bietet das Testmagazin "Konsument" in seiner Jänner-Ausgabe.

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