- 13.12.2002, 12:23:45
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- OTS0137 OTW0137
Trotz Kälte nur geringer SO2-Anstieg
Tiefe Temperaturen lassen Energieverbrauch in die Höhe schnellen
St.Pölten (NLK) - Nach den relativ milden Lufttemperaturen Ende
November erfolgte am 6. und 7. Dezember Kaltlufteinbruch. Seitdem
zeigen die Lufttemperaturen Werte, die einem Hoch-winter zur Ehre
gereichen würden. Jetzt liegen in weiten Teilen Niederösterreichs bei
nördlichen bis östlichen Winden sogar die Tageshöchsttemperaturen
unter 0° Celsius. Tage mit solchen Temperaturen werden von den
Meteorologen "Eistage" genannt. Den tiefsten Kurzzeit-Temperaturwert
des NÖ Luftgütemessnetzes lieferte für diesen Zeitraum die Stelle
Annaberg mit -11,8 °C.
Solch tiefe Temperaturen lassen natürlich auch den
Energieverbrauch in die Höhe schnellen, wodurch auch die Gefahr des
Auftretens erhöhter Immissionen von Luftschadstoffen wie
beispielsweise dem Schwefeldioxid (SO2) gegeben ist. Die in ganz
Niederösterreich verteilten Luftgütemessstellen erfassten bisher
erfreulicherweise nur sehr moderate Anstiege der Immissionsbelastung.
Etwas auffälliger zeigte sich lediglich eine Schwefeldioxidwolke, die
am 11. Dezember zur Mittagszeit vor allem im Osten von
Niederösterreich zu beobachten war. Die höchsten
Schwefeldioxidkonzen-trationen wurden wieder einmal in Hainburg
gemessen. Dort erreichte die Schwefeldioxidbelastung um 13.30 Uhr
einen Höchstwert von 176 Mikrogramm/Kubikmeter als
Halbstundenmittelwert. Zum Vergleich: Der Grenzwert für
Schwefeldioxid liegt bei 200 Mikrogramm/Kubikmeter.
Da diese Schadstoffwolke bei Winden aus östlichen Richtungen
auftrat und in Hainburg die höchste Belastung erreicht wurde, ist
anzunehmen, dass - wie schon des öfteren - als Ursache für dieses
Immissionsereignis der Schadstoffimport aus dem Osten, aller
Voraussicht nach aus dem Raum Bratislava, angesehen werden kann.
Allerdings muss darauf hingewiesen werden, dass bei Wetterlagen, wie
wir sie derzeit in Niederösterreich vorfinden, noch vor 20 Jahren mit
wesentlich höheren Schwefeldioxidimporten zu rechnen gewesen wäre. Es
zeigen sich nun die Erfolge jahrelanger Umweltschutzbemühungen in
Österreich, aber auch das neue Bewusstsein in den östlichen
Nachbarstaaten.
Auch bei den Stickstoffdioxidkonzentrationen (NO2) ist ein
leichter Anstieg festzu-stellen, der allerdings noch deutlich unter
den Grenzwerten liegt. Das trocken-kalte Wetter ist auch Ursache für
eine erhöhte Belastung an kleinsten Stäuben.
Die aktuellen Schwefeldioxidwerte können wie auch jene der Ozon-
und Stickstoffoxidbelastung über die Landeshomepage www.noe.gv.at
abgefragt werden. Über die aktuelle Belastung durch diese Schadstoffe
informiert auch die Luftgüteinformation des Landes Niederösterreich,
die man durch Anwahl jeder Bezirkshauptmannschaft in
Niederösterreich, also entsprechender Vorwahl und der Hauptnummer
9025, oder der Landesregierung in St. Pölten mit 02742/9005, und
danach mit Durchwahl zur Nebenstelle 11000 erreicht.
Rückfragehinweis: Niederösterreichische Landesregierung
Pressestelle
Tel.: 02742/9005-12312
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