Keusch: Rückläufige Nächtigungszahlen im NÖ Tourismus bedürfen struktureller Gegenmaßnahmen

Trend zu Qualitätstourismus und Wellness

St. Pölten, (SPI) - Während im Sommerhalbjahr 2002 die Tourismusumsätze nach vorläufigen Berechnungen in Gesamtösterreich um 6,2% gegenüber dem Vorjahr anstiegen, musste Niederösterreich leider ein Minus von 0,7% hinnehmen. Dies ist sicher nur teilweise auch auf die Hochwasserkatastrophe zurückzuführen - denn das ebenso betroffene Oberösterreich konnte noch immer ein Plus von 1,7%. erzielen. "Viele Menschen leben in Niederösterreich vom Tourismus. Bei einem im Vergleich zum Bundesdurchschnitt derart massiven Nächtigungsrückgang dürfen sich die Tourismusverantwortlichen sicher nicht allein auf das Wetter ausreden. Dies wären reine Beschwichtigungen, die niemanden helfen. Es ist im Interesse der Tourismusbetriebe notwendig, die wirklichen Gründe zu analysieren, rasch gegenzusteuern und so die Arbeitsplätze in diesem für unser Land so wichtigen Wirtschaftszweig zu sichern", kommentiert der Tourismussprecher der NÖ Sozialdemokraten, LAbg. Eduard Keusch, die wenig erfreulichen Zahlen.****

Niederösterreich ist sicherlich eher ein Ziel für Tagesausflüge und Wellnessurlauber. Zwar ist das Angebot im Bereich des Sport-Kurzurlaubs - Reiten, Mountainbiking, Wandern, Radfahren - in den letzten Jahren mit entsprechender Aufmerksamkeit bedacht worden, aber im Wellnessbereich fehlt das hochwertige flächendeckende Angebot. Gerade diese Sparte befindet sich aber stark im Aufschwung und entwickelt sich als wesentlicher Teil des Tourismus. Grund dafür sind das gestiegene Gesundheits- und Fitnessbewusstsein und die damit verbundene Bereitschaft, dafür Geld auszugeben. Gerade der starke Rückgang an Inlandsurlaubern - ein Minus von 5,7 % für NÖ - zeigt hier Defizite auf. Leider wurden Gegenmaßnahmen und neue Marketingschienen bis jetzt verschlafen und andere Bundesländer haben auf diesem Gebiet die Nase vorn. Auch in der Entwicklung in den einzelnen Unterkunftskategorien gibt es einen Trend zum Qualitätstourismus. Auch hier müssen wir durch spezifische Förderungen unsere Unternehmen, aber auch unsere Privatzimmervermieter entsprechend unterstützen", so Keusch abschließend.
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