ÖAMTC fordert Steuerbegünstigung für schwefelreduzierte Kraftstoffe

Der Umwelt zuliebe muss raschere Einführung vorangetrieben werden

Wien (ÖAMTC-Presse) - Die gestrige Bekanntgabe des Europäischen Parlaments und der EU-Kommission ist zu begrüßen. Die Entscheidung sieht vor, dass ab dem Jahr 2005 an allen Tankstellen nur mehr schwefelreduzierter Kraftstoff mit maximal 50 Milligramm pro Kilogramm erhältlich ist. Ab dem Jahr 2009 soll dann die Obergrenze von 10 Milligramm pro Kilogramm gelten. Dann wird ausnahmslos nur noch der umweltfreundlichere Kraftstoff an den Zapfsäulen angeboten werden.

"Dass Benzin und Diesel in Zukunft ausschließlich schwefelreduziert erhältlich sein sollen, verringert nicht nur den Schwefelausstoß bei den Fahrzeugen sondern ermöglicht auch den sinnvollen Einsatz weiterer Abgasreinigungs-Technologien wie Partikelfilter oder DeNox-Kat. Dieser wesentliche Schritt darf aber keinesfalls mit einer Preiserhöhung verbunden werden", sagt ÖAMTC-Verkehrswirtschaftsexpertin Elisabeth Brugger-Brandau. Nach Ansicht des Clubs kann es nicht sein, dass der Kraftfahrer für längst fällige Maßnahmen aus umweltverträglicher Sicht zur Kasse gebeten wird. Jeder ist beim Tanken ohnehin finanziell gefordert, weil die österreichischen Preise im Vergleich zum EU-Durchschnitt schon um einen sogenannten "Umweltaufschlag" erhöht sind.

Als optimale Lösung im Sinne der Umwelt schlägt Brugger-Brandau vor, die rasche Verbreitung des schwefelreduzierten Treibstoffs durch eine Senkung der Mineralölsteuer für diese Kraftstoff-Sorten zu fördern - eine Maßnahme, die sich übrigens 1985 bei der Einführung von unverbleitem Benzin bereits bestens bewährt hat.

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ÖAMTC-Pressestelle/Sabine Fichtinger

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