• 13.12.2002, 11:10:13
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ÖAMTC fordert Steuerbegünstigung für schwefelreduzierte Kraftstoffe

Der Umwelt zuliebe muss raschere Einführung vorangetrieben werden

Wien (ÖAMTC-Presse) - Die gestrige Bekanntgabe des Europäischen
Parlaments und der EU-Kommission ist zu begrüßen. Die Entscheidung
sieht vor, dass ab dem Jahr 2005 an allen Tankstellen nur mehr
schwefelreduzierter Kraftstoff mit maximal 50 Milligramm pro
Kilogramm erhältlich ist. Ab dem Jahr 2009 soll dann die Obergrenze
von 10 Milligramm pro Kilogramm gelten. Dann wird ausnahmslos nur
noch der umweltfreundlichere Kraftstoff an den Zapfsäulen angeboten
werden.

"Dass Benzin und Diesel in Zukunft ausschließlich
schwefelreduziert erhältlich sein sollen, verringert nicht nur den
Schwefelausstoß bei den Fahrzeugen sondern ermöglicht auch den
sinnvollen Einsatz weiterer Abgasreinigungs-Technologien wie
Partikelfilter oder DeNox-Kat. Dieser wesentliche Schritt darf aber
keinesfalls mit einer Preiserhöhung verbunden werden", sagt
ÖAMTC-Verkehrswirtschaftsexpertin Elisabeth Brugger-Brandau. Nach
Ansicht des Clubs kann es nicht sein, dass der Kraftfahrer für längst
fällige Maßnahmen aus umweltverträglicher Sicht zur Kasse gebeten
wird. Jeder ist beim Tanken ohnehin finanziell gefordert, weil die
österreichischen Preise im Vergleich zum EU-Durchschnitt schon um
einen sogenannten "Umweltaufschlag" erhöht sind.

Als optimale Lösung im Sinne der Umwelt schlägt Brugger-Brandau
vor, die rasche Verbreitung des schwefelreduzierten Treibstoffs durch
eine Senkung der Mineralölsteuer für diese Kraftstoff-Sorten zu
fördern - eine Maßnahme, die sich übrigens 1985 bei der Einführung
von unverbleitem Benzin bereits bestens bewährt hat.

(Schluss)
ÖAMTC-Pressestelle/Sabine Fichtinger

Rückfragehinweis: ÖAMTC Pressestelle
Tel.: (01) 711 99-1218

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