WGKK: 50 Jahre Psychotherapie auf Krankenschein

Psychotherapeutisches Ambulatorium der WGKK feiert Jubiläum

Wien (OTS) - Vor 50 Jahren wurde das psychotherapeutische Ambulatorium der Wiener Gebietskrankenkasse gegründet. Mit dieser Pioniertat der WGKK wurde nicht nur erstmals die Psychotherapie auf Krankenschein eingeführt, sondern auch Psychotherapie erstmals breiten Bevölkerungsschichten zugänglich gemacht. Die Erfahrungen aus der Kooperation von Psychotherapeuten verschiedener Schulen und verschiedener Zugangsberufe sowie die Psychotherapie mit sozial Schwachen trug nicht unwesentlich zur Psychotherapiegesetzgebung 1990 sowie zur Implementierung der Psychotherapie als Pflichtleistung der sozialen Krankenversicherung bei. Bedeutende Persönlichkeiten der Psychotherapie in Österreich nach 1945 wie Hans Strotzka oder Harald Leupold-Löwenthal haben hier gewirkt. Das heutige Team von 17 PsychotherapeutInnen hat sich besonders auf die Behandlung von sozial Schwachen und gesellschaftlichen Randgruppen spezialisiert. "Damit kommt die WGKK ihrer besonderen sozialen Verantwortung für die Bevölkerung dieser Stadt beispielgebend nach" stellte der Obmann der Wiener Gebietskrankenkasse Franz Bittner fest. ****

WGKK ist Pionier der Wiener psychotherapeutischen Versorgung

Die erste psychotherapeutische Ambulanz der WGKK wurde 1951 in der Strohgasse im 3. Bezirk eröffnet. Damals wurden 5 Ärzte für die psychotherapeutische Behandlung eingesetzt. Im Jahre 1970 übersiedelte die Ambulanz in die Myrthengasse in Wien Neubau und 1977 zum heutigen Standort in der Mariahilferstraße. 1997 erfolgte die Erweiterung des Ambulatoriums um 6 Außenstellen in ganz Wien. Heute steht den Wienerinnen und Wienern ein Team von insgesamt 17 PsychotherapeutInnen zur Verfügung, die pro Jahr rund 17.000 Behandlungsstunden in Form von Einzel- und Gruppentherapien erbringen.

Bekannte österreichische Psychotherapeuten haben im Ambulatorium der WGKK Station gemacht

Bedeutende Persönlichkeiten der Psychotherapie in Österreich nach 1945 wie Hans Strotzka, Harald Leupold-Löwenthal, Josef Shaked, Alois Marksteiner oder Eduard Frühmann haben im Ambulatorium für Psychotherapie der WGKK gewirkt.

Verschiedene Therapieschulen unter einem Dach

Das Ambulatorium bietet heute elf verschiedene Psychotherapieschulen - von der klassischen Psychoanalyse über die Individualtherapie, die Gesprächstherapie, die Verhaltenstherapie bis hin zur systemischen Familientherapie und der dynamischen Gruppentherapie - um nur einige zu nennen - an. Dadurch kann der Eignung oder dem individuellen Bedürfnis der Patienten nach einer bestimmten Methode durch ein differenziertes Angebot entgegenkommen werden.

Ideenschmiede für einzigartiges österreichisches Psychotherapiegesetz

In der Zusammenarbeit von TherapeutInnen aus vielen verschiedenen Therapieschulen und Quellberufen haben sich am Ambulatorium der WGKK jene Ideen gebildet, die schließlich maßgeblich zur österreichischen Psychotherapiegesetzgebung beigetragen haben. Federführend dabei war Prof. Dr. Alfred Pritz, der noch heute als Therapeut im Ambulatorium tätig ist.

Erstmals Psychotherapie auf Krankenschein

Das Ambulatorium der WGKK bot die erste der mittlerweile zahlreichen Möglichkeiten zur Psychotherapie auf Krankenschein. Daraus leitet sich auch der besondere Schwerpunkt bei der Behandlung von sozial Schwachen und Angehörigen gesellschaftlicher Randgruppen ab. "In unserer Einrichtung konnte nachgewiesen werden, dass die lange Zeit vertretene Auffassung, dass Psychotherapie nur wirksam sein kann, wenn man sie bezahlen muss, fachlich nicht haltbar und falsch ist" betonte Obmann Bittner.

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Wiener Gebietskrankenkasse/Öffentlichkeitsarbeit
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