Wiener Gemeinderat (3)

Flächenwidmung in Meidling

Wien (OTS) - GR Dipl.-Ing. Omar Al-Rawi (SPÖ) beantragte die Festsetzung des Flächenwidmungs- und Bebauungsplanes für das Gebiet zwischen Schönbrunner Straße, Bischoffgasse, Rosasgasse, Zenogasse und Grünbergstraße in Meidling.

GR Mag. Christoph Chorherr (G) sagte, bei diesem Geschäftsstück gehe es um die Fiat-Gründe vor dem Schloss Schönbrunn. Ursprünglich sollte dort ein Hochhaus errichtet werden, dies sei von seiner Partei verhindert worden. Darauf habe man einen Wettbewerb ausgeschrieben, es gebe auch ein Siegerprojekt. Die Finanzierung und Details seien jedoch ungeklärt. Er kritisierte, dass auf die berechtigten Anliegen der Anrainer keine Rücksicht genommen worden sei, es fehle ein klares Verkehrskonzept. Chorherr brachte einen Antrag ein, demzufolge ein innerbetriebliches Mobilitätsmanagement einen Kompromiss zur Verkehrspolitik erarbeiten soll.

GR Mag. Alexander Neuhuber (ÖVP) beschäftigte sich eingangs mit dem Siegerprojekt des Wettbewerbs. Demnach sollen 22.300 Quadratmeter Bürofläche entstehen und damit 500 Arbeitsplätze, 69 Wohnungen, ein Hotel mit 300 Zimmern und 470 Garagenstellplätze. Die Verkehrssituation sei im Bereich des öffentlichen Verkehrs durch U-Bahn und Busse gut, allerdings bestehe eine Höchstauslastung beim Individualverkehr. Der ÖVP sei klar, dass ein attraktives Bauprojekt nötig sei, man dürfe es allerdings nicht singulär sehen.

GR Dr. Herbert Madejski (FPÖ) betonte, dass seine Partei dem Plandokument zustimmen werde - man könne nicht auf eine Gesamtlösung warten. Es werde zu keiner optimalen Verkehrslösung kommen, so lange die Frage des Vorplatzes von Schönbrunn ungelöst sei. Ein Problem sei in diesem Zusammenhang der Union-Sportplatz, für diesen müsse ein neuer Standort gefunden werden. Eine Schande sei, dass auf den Wienerberggründen und beim Wohnpark Hetzendorf die Anbindung an den öffentlichen Verkehr unzureichend sei. Ausgiebig setzte er sich mit der Untersuchungskommission zur Praxis der Wiener Flächenwidmung auseinander und warf StR Schicker außerdem verschiedene Fehler in dessen Ressort vor.

GR Mag. Andreas Schieder (SPÖ) stellte klar, dass die Kontrollinstanzen in Wien hervorragend funktionieren würden. Der geäußerten Kritik hielt er entgegen, dass ein Hochhaus in Schönbrunn nie ernsthaft geplant gewesen sei. Über die Verkehrssituation sei mit Anrainern intensiv diskutiert worden. Es gebe mit den Verkehrsmitteln U4, 10A, 9A und 63A ein hervorragendes Angebot. Ziele des Planes seien es, einerseits Impulse zu setzen und andererseits auf den Status von Schönbrunn als Weltkulturerbe Rücksicht zu nehmen. Den Grünen warf er vor, eine Otto-Wagner-Architektur als "miesen Hintereingang" zu bezeichnen.

Abstimmung: Mit Mehrheit angenommen. (Forts.) ull/sp

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