• 12.12.2002, 12:29:45
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Mehr Architektur für das Land

LH Haider für mehr Wettbewerbsausschreibungen in Kärnten - Architekturgrößen im Napoleonsstadel - Ausstellung zum "Stand der Dinge" bis 20. Dezember 2002

Klagenfurt (LPD) - Für eine Beibehaltung des Kärntner Weges,
mittels Architekturwettbewerben die Baukultur im Land zu heben,
sprach sich gestern Abend Landeshauptmann Jörg Haider aus. Der
Kulturreferent meinte bei der Eröffnung der Ausstellung "Wettbewerbe
in Kärnten - Stand der Dinge" im Napoleonstadel in Klagenfurt, dass
die Durchführung solcher Architekturförderung verstärkt und in
Bereiche gebracht werden soll, wo es bisher wenig bis keine
Wettbewerbe gab, wie zum Beispiel im Wohnbau. Zugleich stellte er
bedauernd fest, dass sich bei größeren öffentlichen
Wettbewerbs-Ausschreibungen wiederum zu wenig Kärntner Architekten
beteiligen.

Peter Kompolschek, Sektionsvorsitzender-Stellvertreter der Kammer
der Architekten und Ingenieurkonsulenten für Steiermark und Kärnten
und selbständiger Architekt in Villach, hob hervor, dass eine
Ausweitung klar im Interesse der Architektenschaft liege. Fritz
Breitfuss, der Vorsitzende des Fachbeirates für Baukultur im Kärntner
Kulturgremium, sprach von dem engen Zusammenhang zwischen Bauqualität
und Wettbewerbs-Ausschreibung.

In der Ausstellung (bis 20. Dezember d. J.) selbst soll darauf
hingewiesen werden, dass in letzter Zeit eine Vielzahl von
Wettbewerben von unterschiedlichen Bauherren durchgeführt wurde.
Gezeigt werden neun Beiträge aus Annenheim, Bleiburg, Bösenlaken,
Feldkirchen, Gallizien, Grosskirchheim, Hermagor, Velden und Waiern.
Die Vorstellung aller Teilnehmer bzw. der Siegerprojekte für die
jeweils ausgeschriebenen Ausstellungsorte ist eine Gesamtschau des
letzten Halbjahres. Die Bauaufgaben reichen von einer Brücke im
Nationalpark Hohe Tauern, über Gestaltungen von Ortskernen,
Amtsgebäuden, Wohnbauten, Krankenhausbauten, Feuerwehren bis zu
einer Fachhochschule.

Die Zusammenarbeit der Ortsbildpflegekommissionen, der
Ziviltechnikerkammer und des Fachbeirates für Baukultur des Kärntner
Kulturgremiums hat wesentlich dazu beigetragen, dass Ergebnisse von
hoher Qualität entstanden sind, die in einer Gesamtschau präsentiert
werden. Die Ausstellung soll jedoch keine singuläre Erscheinung
bleiben, denn künftig ist daran gedacht, die Wettbewerbskultur
regelmäßig vorzustellen, sagte Dietmar Müller vom "Haus der
Architektur" und Mitarbeiter in der Landeskulturabteilung.

Anlässlich der Eröffnung der gut besuchten Veranstaltung wurde
auch den betroffenen Bauherren die Möglichkeit geboten, zu den
präsentierten Wettbewerbsergebnissen Stellung zu beziehen. An der
Diskussion beteiligten sich eine Vielzahl heimischer
Architekturgrößen wie Domenig, Gasparin, Hollein, Kulterer, Peyker,
Roth, Rubin, etc.

LH Haider: "Die Ausstellungsbeiträge sind Indiz dafür, dass in
Kärnten eine lebendige Architekturszene existiert, die imstande ist,
positive Impulse zu liefern, und das Land in der überregionalen
Wahrnehmung und in der Fachwelt entsprechend zu positionieren."

(schluss)

Rückfragehinweis: Kärntner Landesregierung
Landespressedienst
Tel.: 05- 0536-22 852
http://www.ktn.gv.at/index.html

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