- 11.12.2002, 10:24:14
- /
- OTS0041 OTW0041
Alles Gute, Matula! ORF zeigt 200. Folge von "Ein Fall für zwei"
90-minütiges Special steht am 13. Dezember auf dem ORF-Programm
Wien (OTS) - 59 Autoren, 50 Regisseure, weit mehr als 1.000
Schauspieler in zwei Jahrzehnten - und 199 gelöste Fälle: Das sind
die Eckdaten der am längsten laufenden Detektivserie im deutschen
Sprachraum: "Ein Fall für zwei". Und einer ist bei der Koproduktion
von ZDF, ORF und SF DRS seit 1981 immer vor der Kamera mit dabei:
Claus Theo Gärtner alias Josef Matula: "100 Folgen, okay. C.T.G." -
Mit diesem Satz fing 1981 alles an: Der Bühnenschauspieler Gärtner
ließ sich Anfang der achtziger Jahre breitschlagen und übernahm die
Hauptrolle in der neuen Krimiserie. Auf vier bis fünf Jahre, ca. 40
bis 50 Folgen, war der Spaß angesetzt, Gärtner sagte eher aus einer
Laune heraus für 100 Folgen zu. Nun, der 100. "Fall für zwei"
(Episode "Käufliche Herren") ist schon lange Geschichte, zwei
Jahrzehnte Matula schrieben TV-Geschichte. Am Freitag, dem 13.
Dezember 2002, rüstet sich der Private Eye von Frankfurt/Main um
20.15 Uhr in ORF 2 bereits für seinen 200. Einsatz. Und der aktuelle
Fall ist aus mehrfacher Hinsicht ein Novum: Erstmals dauert ein "Fall
für zwei" 90 Minuten, erstmals schnüffelt Matula nicht in Frankfurt
und Umgebung, sondern in Österreich, genauer gesagt in Wien. Und
erstmals wird der Job für den Privatdetektiv zu einem "Albtraum" (so
zumindest der Titel der Jubiläumsfolge).
Claus Theo Gärtner und Paul Frielinghaus in Wien: "Wir kommen sicher
wieder!"
Ganz und gar nicht zum Albtraum gerieten die Dreharbeiten an der
Jubiläumsfolge, die das Team um Gärtner und seinen Kollegen Paul
Frielinghaus im vergangenen Mai nach Wien führten: "Wir kommen immer
gerne nach Österreich", verrieten beide damals. Besonders angetan
zeigten sich die beiden TV-Stars von der Herzlichkeit der
österreichischen "Fall für zwei"-Fans: "Von den Fans in Österreich
wird uns nur Respekt und Anerkennung entgegengebracht", sagte etwa
Frielinghaus, um gleich eine Anekdote, die sich während der
Dreharbeiten ereignete, preiszugeben: "An einem Abend war ich im
Theater und musste in der Pause unzählige Autogramme geben. Das
passiert mir in Deutschland nicht. Schade, dass ich nicht länger hier
sein kann." Leise Wehmut klang bei diesem Satz mit, aber Frielinghaus
war froh, überhaupt in Wien gedreht zu haben: "Ich bin sehr froh,
dass es den Drehbuchautoren gelungen ist, eine so gute Geschichte zu
schreiben, die es mir erlaubt, vom klassischen Arbeitsplatz eines
Anwalts, dem Schreibtisch, nach Wien zu kommen. Das sollte öfter
passieren."
"Ein Fall für zwei": Anwälte und Österreicher in zwei Jahrzehnten
Frielinghaus war auch der erste Anwalt der Serie, dem es gelang, in
die Stadt des dritten Mannes zu kommen - als vierter Partner an
Gärtners Seite seit Bestehen der Serie: Nach 60 Sendungen mit Günter
Strack (Dr. Dieter Renz), 90 Folgen mit Rainer Hunold (Dr. Rainer
Franck) und 33 Folgen mit Mathias Herrmann (Dr. Johannes Voss) bekam
Josef Matula am 22. Dezember 2000 eben mit Frielinghaus alias Dr.
Markus Lessing im 182. "Fall für zwei" (Episodentitel: "Morgen bist
du tot") seinen aktuellen Kollegen. Der seriöse Anwalt und der
schillernde Privatdetektiv wurden in den 18 bisherigen Episoden gute
Freunde, obwohl beide passionierte Einzelkämpfer sind.
Egal ob als Einzelkämpfer oder als Teamplayer - in 21 Jahren "Un cas
pour deux" (so heißt die Serie in Frankreich) waren jedenfalls auch
zahlreiche Österreicherinnen und Österreicher mit dabei: Der Bogen
spannt sich von Christine Buchegger, Birgit Doll, Katharina
Stemberger, Sissy Höfferer, Mijou Kovacs und Claudia Messner bis zu
Peter Weck, Karlheinz Hackl, Karl Merkatz, Dietmar Schönherr, Kurt
Weinzierl, Max Müller, Hanno Pöschl und August Schmölzer - sie alle
standen z. B. in Italien unter dem Serientitel "Una casa per due" und
im Iran in "Yek parvandeh baraye do nafar" gemeinsam mit Matula vor
der Kamera. Und in der aktuellen Folge spielen neben "Liebe, Lügen,
Leidenschaften"-Star Denise Zich, Udo Schenk, Peter Sattmann, Katja
Weitzenböck auch wieder österreichische Gaststars: Wolfram Berger,
Evelyn Engleder und "Trautmann" Wolfgang Böck. Johannes Dräxler und
Remy Eyssen schrieben das Buch. Michael Mackenroth, mit mehr als 20
Folgen längst dienender "Fall für zwei"-Regisseur und einer der
Geburtshelfer der Serie, inszenierte auch diesmal den TV-Beweis, dass
nicht immer der Gärtner der Mörder ist.
Nähere Infos zur Serie und zum Inhalt der Jubiläumsfolge sind unter
http://orfprog.apa.at/ORFProg abrufbar.
Rückfragehinweis: ORF-Pressestelle
Markus Wibmer
(01) 87878 - DW 14076
http://tv.ORF.at
http://kundendienst.ORF.at
OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NRF