Empörung: Verordnung zum Gesundheitszeugnis wurde unterzeichnet

Trotz zahlreicher kritischer Stimmen schränkt Österreich ab 1. Jänner internationale Austauschprogramme ein.

Wien (OTS) - Mit Enttäuschung aber auch mit Sorge wurde zur Kenntnis genommen, dass die Gesundheitszeugnisverordnung unterzeichnet ist. Dies ungeachtet des kritischen nationalen und internationalen Medienechos von letzter Woche. Bundesminister Haupt schränkt somit ab erstem Jänner den internationalen Studentenaustausch ein.

Über 50 Jahre lang waren gegenseitige Austauschprogramme zwischen etwa 100 Staaten auch mit Österreich möglich. Einseitige Beschränkungen, gegen das Prinzip der Fairness, nehmen Österreichs Studierenden Möglichkeiten zum Sammeln von Auslandserfahrung.

Durch die Verordnung sind nun keine Praktika mehr im Ausmaß über sechs Monate mit Nicht-EU-Staaten tauschbar. Ein Gutteil der jährlich 1.000 Fachpraktika ist davon betroffen.

Die International Student Associations of Austria (ISAA) fordert heute von zuständige Politikern eine umgehende Rücknahme. Sie besteht auf einer Reduktion der vorgesehenen Gesundheitstests. Weltweit durchführbare, in Summe leistbare sowie medizinisch sinnvolle stehen natürlich außer Frage.

Der heutige Tag der Menschenrechte wird zum Anlass genommen, vor Diskriminierung Hepatitis Infizierter zu warnen. Studenten sollte nicht aufgrund von auch in Österreich verbreiteten Krankheiten der Aufenthalt versagt werden. Auch das wäre eine mögliche Konsequenz der Verordnung.

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