ORF und Lisa Film präsentierten Vilsmaier-Tragikomödie "August, der Glückliche":

"Letzter Frühling" für Otto Schenk am 27. Dezember in ORF 2 zu sehen

Wien (OTS) - Wie ein Schwarzweiß-Filmklassiker aus den 50er Jahren seine Wiederauferstehung feierte, erlebten gestern, am Freitag, dem 6. Dezember 2002, im Casino Baden bei Wien rund 200 geladene Premierengäste, als ORF und Lisa Film das jüngste Produkt ihrer bewährten, jahrelangen Zusammenarbeit präsentierten. "August, der Glückliche" heißt der erste vom bayerischen Starregisseur, -produzent und -kameramann Joseph Vilsmaier ("Herbstmilch", "Schlafes Bruder", "Comedian Harmonists") inszenierte Fernsehfilm, der als eines der Highlights des ORF-Weihnachtsprogramms am Sonntag, dem 28. Dezember, um 20.15 Uhr in ORF 2 seine TV-Premiere feiert. Das Drehbuch zum Film verfasste die Schauspielerin und Autorin Hilde Berger basierend auf dem Schwarzweiß-Film "L'Étrange désir de Monsieur Bard" ("Der seltsame Wunsch des Monsieur Bard") mit Michel Simon in der Titelrolle, den Géza von Radványi 1953 inszenierte. Was nach einem heiteren Lustspiel klingt, ist in Hilde Bergers adaptiertem Remake vielmehr eine berührende, zutiefst menschliche Tragikomödie über einen Busfahrer, der seine letzten Frühling erlebt. Der österreichische Ausnahmekünstler und Publikumsliebling Otto Schenk gibt "August, den Glücklichen" und ist laut Dr. Heinrich Mis, der als Leiter der ehemaligen ORF-Abteilung Fernsehfilm Kultur für diese Produktion verantwortlich zeichnete und zur Präsentation des Films begrüßte, "mehr als nur ein Darsteller. Er ist ein Motor, ein Traktor, ein Beförderer" so Mis weiter. "Dieser Film ist das Resultat einer ganz großen Männerfreundschaft, den es ohne den Mut von Otto Schenk und ohne die Sturheit von Produzent Carl Spiehs nie gegeben hätte"

Otto Schenk: "Keine Arbeit, sondern Glück"
Otto Schenk selbst zeigte sich vom Ergebnis seines jüngsten Filmeinsatzes sehr angetan: "Wenn man sich so lange selbst ansieht, ist man im ersten Moment ganz benommen. Man sieht einen fremden Schauspieler vor sich, erkennt sich selber fast nicht. Aber ich bin persönlich gerührt, von dem was ich gesehen habe. Es war eine tolle, erfolgreiche Arbeit, die für mich aber keine richtige Arbeit, sondern viel mehr ein Glück war, das ich erleben durfte. Das Glück, einen Film zu drehen, der von einer großartigen Autorin eigens für mich geschrieben wurde, ein Glück von jemand so großartigem fotografiert und geführt zu werden wie von Joseph Vilsmaier, mit einer so guten Partnerin wie Dana Vávrovà zu spielen, die ich übrigens den ganzen Film lang so geliebt habe, dass noch so viel über geblieben ist, dass sie es hoffentlich nicht als Belästigung empfindet. Ich hatte das Glück bei diesen Dreharbeiten von so viel Sympathie getragen zu werden, von so vielen großartigen Helfern unterstützt zu werden. Ich kann nur allen danken, dass mir dieses Glück zuteil wurde."

An der Seite von Otto Schenk und Dana Vávrová, übrigens Ehefrau von Regisseur Joseph Vilsmaier und Darstellerin in zahlreichen seiner Filme wie "Herbstmilch" oder "Rama Dama", standen in weiteren Hauptrollen Fritz Karl, Ulrike Beimpold, August Schmölzer, Herbert Knaup, Stefanie Frischeis, Michael Schönborn u. v. a. vor der Kamera. Die Dreharbeiten zu "August, der Glückliche" fanden im Sommer 2002 in Baden bei Wien, in Reichenau an der Rax und im italienischen Friaul statt.

Zum Inhalt des Films
Der herzkranke Buschauffeur August Grandits will sich seinen letzten Wunsch erfüllen: Nach einem großen Gewinn im Casino will er nur mehr eine Frau finden, die ihm das, was er in seinem Leben nie hatte, schenkt: Ein Kind. Diesem will er sein Vermögen vermachen - das natürlich zum Trotz und Leidwesen seiner nächsten Verwandten, Nichte Frieda (Ulrike Beimpold) und deren Ehemann Alois (August Schmölzer), die es nur auf Augusts Geld abgesehen haben. Mit Hilfe seines jungen Freundes Michael (Fritz Karl) und eines entsprechenden Zeitungsinserats findet August in der attraktiven Sonja (Dana Vávrová) auch die passende Mutter, die ihm allerdings verschweigt, dass sie bereits schwanger und in akuten Geldnöten ist. Zwischen August und Sonja entwickelt sich mit der Zeit viel mehr als nur ein geschäftlicher Deal: Eine tief empfundene, berührende Freundschaft, die später auch der Tatsache standhält, dass August nicht der Vater des Babys ist. Schwierig wird es, als es den erbwütigen Verwandten gelingt, August nach einem gewalttätigen Tobsuchtsanfall in eine psychiatrische Klinik einweisen zu lassen, um ihn in weiterer Folge zu entmündigen. Die hochschwangere Sonja und Michael schaffen es aber, ihn aus der Klinik zu entführen. Die turbulente Flucht in einem Reisebus endet für alle höchst unerwartet.

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