• 05.12.2002, 12:26:53
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Verstümmelte Leiche auf Autobahn! KfV: Fahren auf Sicht!

Eine bisher unidentifizierte Frau wurde auf der A1 von mehreren Autos erfasst. KfV betont abermals, angepasste Geschwindigkeit zu wählen!

Wien (OTS) - Frau auf A 1 von mehreren Autos überfahren
Zu einem schrecklichen Unfall kam es am vergangenen Abend auf der
Westautobahn, als eine Frau, die möglicherweise wegen einer Panne aus
ihrem Pkw gestiegen war, von mehreren vorbeifahrenden Autos
überfahren wurde. Laut Polizeibericht habe ein 42-jähriger
Pkw-Lenker, der mit regulärer Geschwindigkeit und Beleuchtung
unterwegs war, die auf der Fahrbahn stehende Frau erfasst. Die Frau
wurde über den Pkw geschleudert und von mehreren nachkommenden
Fahrzeugen überrollt. Die Leiche wurde bis zur Unkenntlichkeit
verstümmelt.

Dieser verheerende Unfall ist kein Einzelfall und zeigt daher, dass
viele Autofahrer ihre Geschwindigkeit nicht an ihre Sichtverhältnisse
anpassen. Der Unglückslenker war nur dann mit regulärer
Geschwindigkeit unterwegs, wenn die Geschwindigkeit ein Anhalten
innerhalb der Gefahrensichtweite zugelassen hat.

Angepasste Geschwindigkeit wählen
!Die zu fahrende Geschwindigkeit kann man nicht nur nach
vorgeschriebenen Tempolimits wählen, man muss sie vor allem an die
eigene Gefahrensichtweite anpassen. Wer stur seine 130 km/h auf der
Autobahn fährt, obwohl er nicht weiter sieht als sein Abblendlicht
reicht, der macht sich im Falle eines Unfalls mitschuldig", warnt
Mag. Armin Kaltenegger, Leiter der Rechtsabteilung des KfV.

Das Tempo ist immer, insbesondere auch bei Dunkelheit so zu wählen,
dass der Autofahrer bei Bedarf rechtzeitig reagieren, d. h. stehen
bleiben oder ausweichen kann.
Verhalten im Falle einer Panne auf der Autobahn
Fahrzeuglenker die auf der Autobahn eine Panne oder einen Unfall
haben, sind verpflichtet die Stelle sofort abzusichern, indem sie die
Warnblinkanlage einschalten und das Pannendreieck am Fahrbahnrand ca.
250 Meter vor ihrem Auto in Richtung des ankommenden Verkehrs
aufstellen. Das KfV empfiehlt dringend, sich dabei am Rande der
Fahrbahn - am besten hinter einer Leitschiene - zu bewegen, eine
reflektierende Warnweste zu tragen um besser gesehen zu werden und
den ankommenden Verkehr permanent zu beobachten.

Nachkommende Autofahrer müssen angesichts einer solchen Situation
jedenfalls damit rechnen, dass sich Personen auf der Fahrbahn
befinden könnten, und zwar nicht nur in unmittelbarer Umgebung des
abgestellten Fahrzeugs, sondern - wie der Fall zeigt - zumindest bis
zur nächsten Notrufsäule. Gegebenenfalls muss das Tempo reduziert
werden.

Rückfragehinweis:
Kuratorium für Verkehrssicherheit
Pressestelle
Mag. Alexandra Ludvik
Tel.: (01) 717 70 - 225
mailto:[email protected]
http://www.kfv.at

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