Bessere Rahmenbedingungen für Freiwillige

Wien (Rotes Kreuz) - "Mehr als 41.000 freiwillige Rotkreuz-Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben in Österreich im Jahr 2001 nahezu 12 Millionen freiwillige Arbeitsstunden geleistet. Würde man diese Stunden bezahlen müssen, so wären dies 239,4 Millionen Euro pro Jahr, die die österreichische Gesellschaft zu finanzieren hätte. Wie wertvoll dieser Einsatz oft ist, zeigte sich auch nach dem schweren Hochwasser im Sommer", erklärt Rotkreuz-Präsident Fredy Mayer anlässlich des internationalen Freiwilligentages am 5. Dezember 2002.

Das Rote Kreuz fordert erneut eine Unterstützung der Freiwilligen durch die Wirtschaft und die Politik. Neben einer Freiwilligenkarenz, wie sie anlässlich der Hochwasserkatastrophe von vielen Seiten gefordert wurde, stehen auch andere Maßnahmen auf der Wunschliste der Rotkreuz-Helfer: "Die Rahmenbedingungen für Freiwilligenarbeit müssen sich ändern. Wenn sich einer unserer Freiwilligen in einem Unternehmen oder in einem Amt bewirbt, so wird er meistens trotz seines ehrenamtlichen Engagements angestellt, nicht deswegen", fasst Mayer die Problematik zusammen.

Das Rote Kreuz möchte das Klima für die Freiwilligkeit verbessern. Ausbildungen und Zusatzqualifikationen, die Rotkreuz-Mitarbeiter, zum Beispiel im Einsatzmanagement oder in der Katastrophenhilfe haben, sollen auch im Beruf angerechnet werden. "Ich kann mir nicht vorstellen, dass ein Rotkreuz-Profi, der bei der Hochwasserkatastrophe mehrere Tage lang erfolgreich hunderte Einsatzstunden absolviert hat, diese Erfahrungen nicht auch in seinem Beruf nutzen könnte", meint Präsident Mayer abschließend.

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