Onodi: Ausbildungsverbesserung für Turnusärzte

Neues Rotationsprinzip zwischen einzelnen Krankenanstalten

St. Pölten (SPI) - In einem Gespräch zwischen NÖ Gesundheitsreferentin LHStv. Onodi und den Vertretern der Kurie der angestellten Ärzte in der NÖ Ärztekammer, Herrn Vizepräsident Dr. Franz Stöger und Herrn Dr. Karl-Heinz Kaudela, wurde heute ein Anstoß zur Verbesserung der Ausbildungsmöglichkeiten für Turnusärzte in den niederösterreichischen Spitälern gesetzt. Jungmediziner müssen nach Abschluss ihrer universitären Ausbildung einen dreijährigen Turnus in einem Krankenhaus absolvieren. Da nicht jedes Krankenhaus alle Fachabteilungen, welche für die praktische Ausbildung vorgeschrieben sind, führt, kommt es etwa bei Absolvierung der Fächer HNO, Kinder, Neurologie und Psychiatrie immer wieder zu Engpässen. Ärzte können ihre Ausbildung nicht rechtzeitig absolvieren. "Ein Rotationsmodell innerhalb der fünf in NÖ bestehenden Gesundheitsregionen soll Abhilfe schaffen", so Onodi zur heutigen Vereinbarung.****

Geplant ist, dass sich die Krankenanstalten bei der Frage der Ausbildung verstärkt zusammenschließen und es den Ärzten erleichtert wird, innerhalb der Gesundheitsregion zwischen den einzelnen Krankenanstalten zu rotieren. Finanziert werden könnte dies über einen eigenen Ausbildungstopf, der beim NÖGUS angesiedelt ist und in den alle Finanziers, welche schon jetzt die Kosten der Ausbildung tragen, einzahlen. NÖGUS und Ärztekammer könnten dann gemeinsam für eine entsprechende Steuerung sorgen. Die Ausbildungszeiten für die Ärzteschaft könnten verkürzt werden, jede Ausbildungsstelle sofort besetzt und die leidige Frage der Refundierung der Gehälter der Turnusärzte zwischen den einzelnen Krankenanstalten ein für alle mal geregelt werden. Die NÖ Ärztekammer wird eine Kostenberechnung für eine Gesundheitsregion ausarbeiten, die als Grundlage für ein Musterprojekt in einer Gesundheitsregion dienen soll.

"Die fundierte und solide Ausbildung unserer Ärzteschaft ist mir wichtig. Jahrelange Wartezeiten bei der Ausbildung sind für unsere Jungmediziner oftmals entmutigend. Turnusärzte von heute sind die Primarärzte, Hausärzte und Fachärzte von morgen. Das niederösterreichische Gesundheitssystem wird auch in der Zukunft gut ausgebildete Ärzte brauchen", so Onodi abschließend.
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