• 28.11.2002, 13:04:49
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Gemeinderatsausschuss: Wien für "Jugend" und "Bildung"

Jugend- und Bildungsstadträtin Grete Laska bleibt ihren Grundsätzen treu

Wien (OTS) - Die Sitzung des Gemeinderatsausschusses für die
Geschäftsgruppe Bildung, Jugend, Soziales, Information und Sport
stand am Donnerstag ganz im Zeichen der Jugend und Bildung. Mit ihren
Beschlüssen beweist die Stadt Wien, dass an der Aus- und Fortbildung
der Jugendlichen nicht gespart wird. Dabei geht es auch um die
Förderung von Vereinen und anderen Einrichtungen, die sich der
Freizeitgestaltung und / oder Partizipationsprojekten von und mit
Jugendlichen widmen. "Sparen an unserer Jugend" so
Vizebürgermeisterin Grete Laska "ist Sparen an der Zukunft. Die Stadt
Wien setzt alles daran, unseren Jugendlichen Chancen für die Zukunft
zu bieten." Dazu gehört eine möglichst umfassende Bildung, dazu
gehören aber auch Möglichkeiten im Freizeitbereich und
Partizipationsprojekte. "Unser Jugendlichen" so Laska "sollen
eigenständige und kritische Menschen sein, die sich unmittelbar in
Prozesse dieser Stadt einbringen können."

Im Bereich der Weiterbildung wird mit Subventionen für den
Verband Wiener Volksbildung auch der Erwachsenenbildung und damit dem
Prinzip des lebenslangen Lernens Rechnung getragen. "Es freut mich"
so Laska "dass im Gegensatz zum gestrigen Budget der Stadt Wien für
2003, das nicht die Unterstützung der Opposition fand, die Sache bei
Detailbeschlüssen anders aussieht." Ein Großteil der
Tagesordnungspunkte des Gemeinderatsausschusses wurde einstimmig,
alle anderen mit breiter Mehrheit beschlossen.

WienXtra - freizeitorientierte Aktionen, Beratungs- und
Bildungsprogramme

Aufgaben dieses gemeinnützigen Wiener liegen im Bereich Kinder-,
Jugend- und Familienpflege, des Sports, der Bildung sowie der
Erziehung mit dem Anliegen, das Gemeinschaftsgefühl, positive
Neigungen und Toleranz zu fördern.

Der Verein plant, entwickelt und veranstaltet
freizeitorientierte Aktionen, Projekte und Events für Kinder,
Familien und Jugendliche. Das größte ist das wiener ferienspiel,
Programmangebote für Jugendliche zwischen 13 und 25 Jahren werden im
Rahmen der Reihe "jugend in wien" zusammengefasst.
Musikförderungsprogramme werden in Hinkunft unter dem Begriff
"soundbase" angeboten. Auch zahlreiche Aktivitäten zur Erhöhung der
Medienkompetenz der Jugendlichen werden - 2003 etwa die "Wiener
Video- und Filmtage" - geboten.

Darüber hinaus zählen auch Beratungs-, Bildungs- und
Informationsprogramme zu den Angeboten von wienXtra.

Die spielebox, cinemagic, das medienzentrum sind hier zu nennen,
die wienXtra jugendinfo ist Erstanlauf- und Servicestelle für alle
jungen Menschen zwischen 13 und 26 Jahren, die kinderinfo konnte sich
ebenfalls bei den Kleineren etablieren.

Die überparteiliche Organisation ermöglicht auch die Umsetzung
zahlreicher Aktivitäten und Aktionen der MA 13 - Landesjugendreferat.
Dazu zählen auch diverse nationale und internationale
Austauschprogramme für Kinder, Jugendliche und MultiplikatorInnen
oder im schulischen und berufsbildenden Bereich liegende Aktionen,
Projekte und Veranstaltungen sowie Vernetzungsinitiativen wie die
Jugendplattform.

2003 sollen unter dem Titel "Partizipation/
Demokratiebewusstsein/Beteiligung" solidarische Modelle umgesetzt
werden. Ebenso werden Angebote zu den Themen "Wahlaltersenkung" und
"Gewalt in den Medien" in breitem Ausmaß aufbereitet.

Wiener Jugendzentren

Die Betreuung von Jugendlichen in den Wiener Jugendzentren der
Stadt Wien sowie die Durchführung von Veranstaltungen und Projekten
aller Art für Kinder, Jugendliche und Familien soll durch die heute
beschlossene Förderung weiterhin gegeben sein. Zu den Projekten
zählen Einrichtungen wie z.B. die Familien- und
Kommunikationszentren, Modelle der multikulturellen und
geschlechtsspezifischen Arbeit, interkulturelle Aktivitäten oder die
Unterstützung von jugendkulturellen Veranstaltungen im Stadtteil.

Für 2003 wird aufgrund der bevorstehenden Wahlaltersenkung auf
kommunaler Ebene ein Schwerpunkt im Bereich Politische Bildung und
Partizipation gesetzt, berücksichtigt wird auch der Bereich "Neue
Medien".

Aufgrund der allgemeinen Arbeitslage können die Berufswünsche
von Jugendlichen kaum noch Berücksichtigung finden, besonders
betroffen sind Jugendliche mit Hauptschulabschluss oder
AbsolventInnen eines polytechnischen Lehrganges. Aus diesem Grund
wird auch im Bereich Berufsinformation und Berufsorientierung ein
Schwerpunkt gesetzt.

Streetwork

Der Landesverband Wien der Österreichischen Gesellschaft "Rettet
das Kind" ist nunmehr seit 20 Jahren der Trägerverein für alle
Streetwork-Projekte in Wien.

Das Projekt "Streetwork" bietet niederschwellige, überregionale
und stadtteilorientierte Straßensozialarbeit und übernimmt als
Einrichtung der freien Jugendwohlfahrt nichthoheitliche Aufgaben der
öffentlichen Jugendwohlfahrt. Der Verein "Rettet das Kind" ist
derzeit Träger von fünf Streetworkteams, davon arbeitet ein Team
zielgruppenorientiert und überregional; die anderen 4 Teams
stadtteilorientiert, derzeit im 2., 4., 12. und 23. Bezirk. Das
überregionale Team arbeitet mit der Zielgruppe benachteiligter
auffälliger, gewaltbereiter und/oder politisch extremer Jugendlicher
und junger Erwachsener im Alter von 12 bis 25 Jahren im öffentlichen
Raum.

Weitere Jugendaktivitäten in Bildung und Freizeit

Im Bereich Bildung betreffen die Förderungen u.a. das Projekt
math.space, zusätzliche Workshops und Seminare sowie die technische
Ausstattung der Textilwerkstätte der Modeschule Wien in Hetzendorf
und die Wiener Kunstschule.

Im Bereich Freizeit den Verein "Balu & Du - Verein zur Förderung
von Kommunikation und Spiel", den Verein "Z’SAM - Zukunft und Spaß
als Mensch", den Verein "Echo" u.v.a.

Lebenslanges Lernen - Verband der Wiener Volksbildung

Als Dachorganisation der zum Teil bereits seit über 100 Jahren
auf Vereinsbasis arbeitenden Wiener Volkshochschulen gehören dem
Verband Wiener Volksbildung mittlerweile 18 autonome Vereine als
Mitglieder an. Das an mehr als 150 Kursorten angebotene umfangreiche
Programmangebot erstreckt sich grundsätzlich über alle Wissensgebiete
und umfasst auch die Erlernung und Förderung handwerklicher und
künstlerischer Fertigkeiten. Sondereinrichtungen wie das Planetarium,
die Urania, die Kuffner-Sternwarte, die Kleine Galerie sowie die
Künstlerische Volkshochschule ergänzen und bereichern das weithin
anerkannte Bildungsangebot.

Der Verband Wiener Volksbildung führt darüber hinaus die von der
Stadt Wien errichteten Volksbildungsbauten - Volkshochschulen,
Volksheime und Häuser der Begegnung. Sie wurden in einer
jahrzehntelangen Bauphase errichtet und bilden in ihrer Gesamtheit
inzwischen ein relativ dichtes System, das im europäischen Vergleich
ohne Beispiel ist. Im Jahr 1977 wurde damit begonnen, die an den
Häusern aufgetretenen Schäden systematisch zu beheben.

Die Bildungseinrichtungen der Volkshochschulen und des Verbandes
Wiener Volksbildung wurden in der vergangenen Periode von rd. 1,1
Mio. Personen besucht; nahezu 8.000 Kursleiterinnen bzw. Kursleiter
unterrichteten und informierten rd. 160.000 Kursteilnehmerinnen bzw.
Kursteilnehmer in 350.000 Unterrichtseinheiten.

Gefördert werden auch für das Jahr 2003 geplante pädagogische
Projekte. Oftmals handelt es sich um Angebote, die den üblichen
Rahmen von Volkshochschulprogrammen in thematischer oder methodischer
Hinsicht überschreiten: Bildungsprojekte zu 2003, das zum Jahr der
"Menschen mit Behinderungen" erklärt wurde, Innovationen der Lehr-
und Lernmethoden, Angebote für den zweiten Bildungsweg
(Studienberechtigungsprüfung, Berufsreifeprüfung) und Projekte, die
Gelegenheit geben, sich mit demokratie- und gesellschaftspolitischen
Fragen auseinander zu setzen wie etwa das Kooperationsprojekt
"University meets public" oder spezielle Bildungsangebote für
Seniorinnen bzw. Senioren.

Weitere Informationen:
o wienXtra: http://www.wienxtra.at/
o Jugendzentren: http://www.jugendzentren.at/
o Volkshochschulen: http://www.vhs.at/

(Schluss) eg

Rückfragehinweis:
PID-Rathauskorrespondenz:
http://www.wien.at/vtx/vtx-rk-xlink/
Mag. Eva Gaßner
Tel.: 4000/81 850
Handy: 0664/33 60 917
mailto:ega@gjs.magwien.gv.at

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NRK

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