Gemeinderatsausschuss: Wien für "Jugend" und "Bildung"

Jugend- und Bildungsstadträtin Grete Laska bleibt ihren Grundsätzen treu

Wien (OTS) - Die Sitzung des Gemeinderatsausschusses für die Geschäftsgruppe Bildung, Jugend, Soziales, Information und Sport stand am Donnerstag ganz im Zeichen der Jugend und Bildung. Mit ihren Beschlüssen beweist die Stadt Wien, dass an der Aus- und Fortbildung der Jugendlichen nicht gespart wird. Dabei geht es auch um die Förderung von Vereinen und anderen Einrichtungen, die sich der Freizeitgestaltung und / oder Partizipationsprojekten von und mit Jugendlichen widmen. "Sparen an unserer Jugend" so Vizebürgermeisterin Grete Laska "ist Sparen an der Zukunft. Die Stadt Wien setzt alles daran, unseren Jugendlichen Chancen für die Zukunft zu bieten." Dazu gehört eine möglichst umfassende Bildung, dazu gehören aber auch Möglichkeiten im Freizeitbereich und Partizipationsprojekte. "Unser Jugendlichen" so Laska "sollen eigenständige und kritische Menschen sein, die sich unmittelbar in Prozesse dieser Stadt einbringen können."

Im Bereich der Weiterbildung wird mit Subventionen für den Verband Wiener Volksbildung auch der Erwachsenenbildung und damit dem Prinzip des lebenslangen Lernens Rechnung getragen. "Es freut mich" so Laska "dass im Gegensatz zum gestrigen Budget der Stadt Wien für 2003, das nicht die Unterstützung der Opposition fand, die Sache bei Detailbeschlüssen anders aussieht." Ein Großteil der Tagesordnungspunkte des Gemeinderatsausschusses wurde einstimmig, alle anderen mit breiter Mehrheit beschlossen.

WienXtra - freizeitorientierte Aktionen, Beratungs- und Bildungsprogramme

Aufgaben dieses gemeinnützigen Wiener liegen im Bereich Kinder-, Jugend- und Familienpflege, des Sports, der Bildung sowie der Erziehung mit dem Anliegen, das Gemeinschaftsgefühl, positive Neigungen und Toleranz zu fördern.

Der Verein plant, entwickelt und veranstaltet freizeitorientierte Aktionen, Projekte und Events für Kinder, Familien und Jugendliche. Das größte ist das wiener ferienspiel, Programmangebote für Jugendliche zwischen 13 und 25 Jahren werden im Rahmen der Reihe "jugend in wien" zusammengefasst. Musikförderungsprogramme werden in Hinkunft unter dem Begriff "soundbase" angeboten. Auch zahlreiche Aktivitäten zur Erhöhung der Medienkompetenz der Jugendlichen werden - 2003 etwa die "Wiener Video- und Filmtage" - geboten.

Darüber hinaus zählen auch Beratungs-, Bildungs- und Informationsprogramme zu den Angeboten von wienXtra.

Die spielebox, cinemagic, das medienzentrum sind hier zu nennen, die wienXtra jugendinfo ist Erstanlauf- und Servicestelle für alle jungen Menschen zwischen 13 und 26 Jahren, die kinderinfo konnte sich ebenfalls bei den Kleineren etablieren.

Die überparteiliche Organisation ermöglicht auch die Umsetzung zahlreicher Aktivitäten und Aktionen der MA 13 - Landesjugendreferat. Dazu zählen auch diverse nationale und internationale Austauschprogramme für Kinder, Jugendliche und MultiplikatorInnen oder im schulischen und berufsbildenden Bereich liegende Aktionen, Projekte und Veranstaltungen sowie Vernetzungsinitiativen wie die Jugendplattform.

2003 sollen unter dem Titel "Partizipation/ Demokratiebewusstsein/Beteiligung" solidarische Modelle umgesetzt werden. Ebenso werden Angebote zu den Themen "Wahlaltersenkung" und "Gewalt in den Medien" in breitem Ausmaß aufbereitet.

Wiener Jugendzentren

Die Betreuung von Jugendlichen in den Wiener Jugendzentren der Stadt Wien sowie die Durchführung von Veranstaltungen und Projekten aller Art für Kinder, Jugendliche und Familien soll durch die heute beschlossene Förderung weiterhin gegeben sein. Zu den Projekten zählen Einrichtungen wie z.B. die Familien- und Kommunikationszentren, Modelle der multikulturellen und geschlechtsspezifischen Arbeit, interkulturelle Aktivitäten oder die Unterstützung von jugendkulturellen Veranstaltungen im Stadtteil.

Für 2003 wird aufgrund der bevorstehenden Wahlaltersenkung auf kommunaler Ebene ein Schwerpunkt im Bereich Politische Bildung und Partizipation gesetzt, berücksichtigt wird auch der Bereich "Neue Medien".

Aufgrund der allgemeinen Arbeitslage können die Berufswünsche von Jugendlichen kaum noch Berücksichtigung finden, besonders betroffen sind Jugendliche mit Hauptschulabschluss oder AbsolventInnen eines polytechnischen Lehrganges. Aus diesem Grund wird auch im Bereich Berufsinformation und Berufsorientierung ein Schwerpunkt gesetzt.

Streetwork

Der Landesverband Wien der Österreichischen Gesellschaft "Rettet das Kind" ist nunmehr seit 20 Jahren der Trägerverein für alle Streetwork-Projekte in Wien.

Das Projekt "Streetwork" bietet niederschwellige, überregionale und stadtteilorientierte Straßensozialarbeit und übernimmt als Einrichtung der freien Jugendwohlfahrt nichthoheitliche Aufgaben der öffentlichen Jugendwohlfahrt. Der Verein "Rettet das Kind" ist derzeit Träger von fünf Streetworkteams, davon arbeitet ein Team zielgruppenorientiert und überregional; die anderen 4 Teams stadtteilorientiert, derzeit im 2., 4., 12. und 23. Bezirk. Das überregionale Team arbeitet mit der Zielgruppe benachteiligter auffälliger, gewaltbereiter und/oder politisch extremer Jugendlicher und junger Erwachsener im Alter von 12 bis 25 Jahren im öffentlichen Raum.

Weitere Jugendaktivitäten in Bildung und Freizeit

Im Bereich Bildung betreffen die Förderungen u.a. das Projekt math.space, zusätzliche Workshops und Seminare sowie die technische Ausstattung der Textilwerkstätte der Modeschule Wien in Hetzendorf und die Wiener Kunstschule.

Im Bereich Freizeit den Verein "Balu & Du - Verein zur Förderung von Kommunikation und Spiel", den Verein "Z’SAM - Zukunft und Spaß als Mensch", den Verein "Echo" u.v.a.

Lebenslanges Lernen - Verband der Wiener Volksbildung

Als Dachorganisation der zum Teil bereits seit über 100 Jahren auf Vereinsbasis arbeitenden Wiener Volkshochschulen gehören dem Verband Wiener Volksbildung mittlerweile 18 autonome Vereine als Mitglieder an. Das an mehr als 150 Kursorten angebotene umfangreiche Programmangebot erstreckt sich grundsätzlich über alle Wissensgebiete und umfasst auch die Erlernung und Förderung handwerklicher und künstlerischer Fertigkeiten. Sondereinrichtungen wie das Planetarium, die Urania, die Kuffner-Sternwarte, die Kleine Galerie sowie die Künstlerische Volkshochschule ergänzen und bereichern das weithin anerkannte Bildungsangebot.

Der Verband Wiener Volksbildung führt darüber hinaus die von der Stadt Wien errichteten Volksbildungsbauten - Volkshochschulen, Volksheime und Häuser der Begegnung. Sie wurden in einer jahrzehntelangen Bauphase errichtet und bilden in ihrer Gesamtheit inzwischen ein relativ dichtes System, das im europäischen Vergleich ohne Beispiel ist. Im Jahr 1977 wurde damit begonnen, die an den Häusern aufgetretenen Schäden systematisch zu beheben.

Die Bildungseinrichtungen der Volkshochschulen und des Verbandes Wiener Volksbildung wurden in der vergangenen Periode von rd. 1,1 Mio. Personen besucht; nahezu 8.000 Kursleiterinnen bzw. Kursleiter unterrichteten und informierten rd. 160.000 Kursteilnehmerinnen bzw. Kursteilnehmer in 350.000 Unterrichtseinheiten.

Gefördert werden auch für das Jahr 2003 geplante pädagogische Projekte. Oftmals handelt es sich um Angebote, die den üblichen Rahmen von Volkshochschulprogrammen in thematischer oder methodischer Hinsicht überschreiten: Bildungsprojekte zu 2003, das zum Jahr der "Menschen mit Behinderungen" erklärt wurde, Innovationen der Lehr-und Lernmethoden, Angebote für den zweiten Bildungsweg (Studienberechtigungsprüfung, Berufsreifeprüfung) und Projekte, die Gelegenheit geben, sich mit demokratie- und gesellschaftspolitischen Fragen auseinander zu setzen wie etwa das Kooperationsprojekt "University meets public" oder spezielle Bildungsangebote für Seniorinnen bzw. Senioren.

Weitere Informationen:
o wienXtra: http://www.wienxtra.at/
o Jugendzentren: http://www.jugendzentren.at/
o Volkshochschulen: http://www.vhs.at/

(Schluss) eg

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