Wirtschaftskammer Niederösterreich/NÖ Innovationspreis 2002 verliehen

Miniaturgerät zur Schmerzbekämpfung siegte

Wien (OTS) - Ständig - und vor allem erfolgreich - Neues zu entwickeln, scheint niederöster-reichischen Unternehmen auf den Leib geschrieben zu sein. Wie groß deren Innovationskraft tatsächlich ist, stellten die blaugelben "Superhirne" beim heurigen Wettbewerb um den 15. NÖ Innovationspreis wieder einmal eindrucksvoll unter Beweis. Der diesjährige Sieger: Das medizintechnische Gerät zur Schmerztherapie im Miniaturformat der Firma Biegler Medizinelektronik GmbH in Mauerbach.

In Niederösterreich ticken die Uhren in punkto Innovation offensichtlich immer schneller. Dieses Jahr hat eine unabhängige Experten-Jury aus über 50 Teilnehmern die 35 interessantesten Projekte von Unternehmen ausgewählt und nach vier verschiedenen Kategorien ("Informationstechnik", "Verfahren", "Produktentwicklung" und "Lebensqualität") bewertet. Sie alle wurden mit Innovationsurkunden des Landes und der Wirtschaftskammer Niederösterreich ausgezeichnet.

Als innovativstes Projekt im "Wettstreit der besten niederösterreichischen Innovateure" wurde das medizinische Miniaturgerät zur Schmerzbekämpfung am 22. November in St. Pölten mit dem Karl Ritter von Ghega-Preis ausgezeichnet. Landesrat Ernest Gabmann und Niederösterreichs Wirtschaftskammerpräsidentin Sonja Zwazl überreichten der siegreichen Firmenchefin Ingeborg Biegler die Ernennungsurkunde sowie einen 10.000-Euro-Scheck.

"Innovationskraft und die Entwicklung neuer Technologien sind Schlüsselkom-petenzen einer modernen, dynamischen Wirtschaft und damit auch für die Wettbewerbsfähigkeit Niederösterreichs als europäischer Wirtschaftsstandort", stellte Wirtschaftslandesrat Gabmann fest. Ziel der Landespolitik sei es daher, diese Schlüsselkompetenzen in der niederösterreichischen Wirtschaft durch ein umfassendes Unterstützungsangebot gezielt zu fördern und nachhaltig zu stärken. Auch in der Qualität der Produkt- und Verfahrensinnovationen zu den führenden Regionen Europas zu zählen, lautet dementsprechend Gabmanns Zukunftsvision.

Als Schrittmacher der heimischen Wirtschaft bezeichnete die niederösterreichische Wirtschaftskammerpräsidentin Sonja Zwazl die innovativen Leistungen der Preisträger. Auf sie, so Zwazl, komme es maßgeblich an, wohin sich der Wirtschaftsstandort Niederösterreich weiterentwickle.

"Denn Innnovation ist viel mehr als an einzelnen Rädchen zu drehen. Hier geht es um Änderung von Systemen. Ganze Bausteine ändern ihre Funktion, neue Elemente kommen dazu, neue Verbindungen werden geschaffen", bringt es die Präsidentin klar auf den Punkt.

Für Zwazl sind Unternehmenskultur, marktgerechte Produkte sowie die exakte geplante Umsetzung von der Idee bis hin zur Fertigstellung jene drei Grundpfeiler, die Innovationen auch zu einem wirtschaftlichen Erfolg werden lassen.

"Nicht zuletzt sind aber auch die Förderungen des Landes und die von der Wirtschaftskammer initiierten Beratungen, vor allem durch die Technologie- und Innovationsbüros (TIBs), für die Erfolge des "Innovationslandes Niederösterreich" verantwortlich, ist Zwazl überzeugt. "Die TIB´s haben zwischenzeitlich europaweit höchste Anerkennung gefunden. So werden beispielsweise von der Europäischen Union den Osteuropäischen Entwicklungsagenturen unsere TIB´s als "Best practice" Beispiele zur Nachahmung empfohlen."

Als sichtbaren Beweis für den daraus resultierenden Erfolg der gemeinsamen Bemühungen von Land und Wirtschaftskammer Niederösterreich wertet die Präsidentin die große Zahl der heuer eingereichten Projekte. Sie würden, meint Zwazl, deutlich machen, wie wichtig diese Investitionen in die Zukunft des Wirtschaftsstandortes Niederösterreich sind.

Projektbeschreibung des medizinischen Gerätes zur Schmerzbekämpfung im Miniaturformat:

Die Punktualstimulation, bei der über Nadeln ein elektrischer Impuls verabreicht wird, gilt als eine Weiterentwicklung der Ohrakupunktur und wird seit Jahren erfolgreich in der Schmerztherapie eingesetzt. Eine hohe Verbreitung dieser an sich sehr wirksamen Methode scheiterte bisher an der Größe und Immobilität der Stimulationsgeräte, die ausschließlich in der Praxis oder in der Klinik angewendet werden können.

Vor diesem Hintergrund entwickelte das interdisziplinäre Entwicklungsteam der Firma Biegler Medizinelektronik gemeinsam mit Ärzten aus dem AKH in Wien das miniaturisierte Stimulationsgerät

P-STIM. P-STIM kann mit Fug und Recht als Weltneuheit bezeichnet werden:

Die Innovation besteht in einem neuen medizintechnischen Gerät zur Schmerztherapie in Miniaturausführung. Der Firma Biegler ist es gelungen die Elektronik, die bisher in großen Tischgeräten steckte, auf einer Fläche von 55 x 25 mm unterzubringen. Das Gewicht beträgt nur mehr 7g! Mit dieser Miniaturausgabe können nun erstmals Patienten mit starken Schmerzen (z.B. nach Operationen) über vier Tage therapiert werden. Das Gerät wird am Ohr angebracht und ermöglicht deshalb neben dem hohen Tragekomfort die volle Mobilität des Patienten.

Firma Biegler Medizinelektronik GmbH

Adresse Allhangstraße 18a3001 Mauerbach

Kontakt Ingeborg Biegler

Telefon 01/979 21 05

Fax 01/979 21 05-16

Email ib@biegler.com

Homepage www.biegler.com

Weitere Preisträger

Das Spektrum der prämiierten Innovationsprojekte aus den Sparten "Informationstechnik", "Verfahren", "Produktentwicklung" und "Lebensqualität" spiegelt das enorme Innovationspotential der niederösterreichischen Betriebe wider. Es reicht von einer neuen Tunnelsicherheit, einem Schnelltest für den Nachweis des Bakteriums Helicobacter pylori, einer innovativen Rohrentschlackung bis hin zur Gewinnung von Begleitgas bei der Ölproduktion.

Ausschlaggebend für die Preisverleihung waren neben dem Innovationsgrad auch der Nutzen des Projekts, die Marktchancen, die volkswirtschaftlichen Effekte sowie die ökologischen Auswirkungen.

In den einzelnen Bereichen wurden schon wie im Vorjahr Kategoriesieger ermittelt.

Die Preisträger sind:

Informationstechnik:

9 Innovationsurkunden. Kategoriesieger: ArtiBrain Forschungs- und EntwicklungsgmbH, für eine neue Tunnelsicherheit.

Verfahren:

9 Innovationsurkunden. Kategoriesieger: Leobersdorfer Maschinenfabrik AG für die Gewinnung von Begleitgas bei der Ölproduktion.

Produktentwicklung:

9 Innovationsurkunden. Kategoriesieger: Fabachem für eine innovative Rohrentschlackung.

Lebensqualität:

8 Innovationsurkunden. Kategoriesieger: CARE diagnostica GmbH für einen Schnelltest für den Nachweis des Bakteriums Helicobacter pylori.

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