ÖGB-NÖ-Staudinger: Unmoralisches Angebot an Mitarbeiter der Firma Hamburger AG

Die Übertragung bestehender Abfertigungsansprüche an die Mitarbeitervorsorgekassen unter 50 Prozent ist sittenwidrig

Wien (ÖGB). Empört reagiert der Vorsitzende des ÖGB-Niederösterreich, Josef Staudinger auf ein Schreiben der dem Prinzhorn-Konzern zugehörigen Firma Hamburger AG an ihre Mitarbeiter, betreffend die neuen Abfertigungsregelungen.++++

Für Beschäftigte, die in das "neue System" umsteigen wollen, heisst es: "Wir zahlen an die ausgewählte Mitarbeitervorsorgekasse nachfolgende Beträge für Sie ein: bei Abfertigungsanspruch von 2 Monaten (per 31. 12. 2002) 20 Prozent des Anspruches; bei Abfertigungsanspruch von 3 Monaten 30 Prozent des Anspruches; bei Abfertigungsanspruch von 4 Monaten 40 Prozent des Anspruches, bei Abfertigungsanspruch ab 6 Monaten 50 Prozent des Anspruches."

"Das ist ein unmoralisches Angebot: Die Übertragung bestehender Abfertigungsansprüche an die MVK unter 50 Prozent ist laut breiter Expertenmeinung sittenwidrig. Wir sind ja auf keinem Bazar, dass man mit den Abfertigungsansprüchen der Beschäftigten handeln kann. Jeder Beschäftigte hat das Recht, seinen erworbenen Anspruch in das neue Abfertigungssystem mitzunehmen, ohne dafür Einbussen hinnehmen zu müssen", stellt Staudinger klar und fordert eine gesetzlich klar definierte Untergrenze bei der Übertragung bestehender Ansprüche in das neue Abfertigungssystem.

ÖGB, 22. November 2002
Nr. 915

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