HTV: Nichts als leeres Gerede?

Arbeitgeber blockieren noch immer 1000 Euro Mindestlohn

Wien (HTV/ÖGB). "Als leeres Gerede in Wahlkampfzeiten scheint sich die Forderung nach 1000 Euro Mindestlohn zu entpuppen. Jedenfalls hat bisher noch keine jener Parteien, die bis vor wenigen Tagen diese Forderung ständig im Mund hatten, die HandelsarbeiterInnen bei ihrem Kampf um 1000 Euro Mindestlohn unterstützt", stellt der Zentralsekretär der Gewerkschaft Handel, Transport, Verkehr (HTV), Karl Lewisch, fest. Die Kollektivvertragsverhandlungen für die HandelsarbeiterInnen sind noch immer unterbrochen.++++

"Großspurige Ankündigungen und nichts dahinter. Anders kann ich die Forderung nach 1000 Euro Mindestlohn so mancher der am kommenden Sonntag zur Wahl stehenden Parteien nicht bezeichnen. Bei der Durchsetzung werden die Gewerkschaften alleine gelassen. Dieses Spiel kennen wir bereits", meint Lewisch und erinnert daran, dass gerade den Nochregierungsparteien die Arbeit der Gewerkschaften schon immer ein Dorn im Auge war.

Die Gewerkschaft HTV hat vor einer Woche die KV-Verhandlungen für die HandelsarbeiterInnen abgebrochen, da sich die Arbeitgeber weigerten den KV-Lohn für die unterste Lohngruppe auf 1000 Euro brutto anzuheben. Lewisch: "Die Arbeitgeber wollen offensichtlich viel Leistung für wenig Geld. Da spielen wir nicht mit." Die Vorbereitungen der angekündigten Protestmaßnahmen laufen auf Hochtouren. Sollten die Arbeitgeber weitere Verhandlungen ablehnen, wird der Zentralvorstand der HTV am kommenden Donnerstag die entsprechenden Beschlüsse fällen.(ff)

ÖGB, 22. November 2002 Nr. 912

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