- 22.11.2002, 09:28:55
- /
- OTS0038 OTW0038
HTV: Nichts als leeres Gerede?
Arbeitgeber blockieren noch immer 1000 Euro Mindestlohn
Wien (HTV/ÖGB). "Als leeres Gerede in Wahlkampfzeiten scheint sich
die Forderung nach 1000 Euro Mindestlohn zu entpuppen. Jedenfalls hat
bisher noch keine jener Parteien, die bis vor wenigen Tagen diese
Forderung ständig im Mund hatten, die HandelsarbeiterInnen bei ihrem
Kampf um 1000 Euro Mindestlohn unterstützt", stellt der
Zentralsekretär der Gewerkschaft Handel, Transport, Verkehr (HTV),
Karl Lewisch, fest. Die Kollektivvertragsverhandlungen für die
HandelsarbeiterInnen sind noch immer unterbrochen.++++
"Großspurige Ankündigungen und nichts dahinter. Anders kann ich
die Forderung nach 1000 Euro Mindestlohn so mancher der am kommenden
Sonntag zur Wahl stehenden Parteien nicht bezeichnen. Bei der
Durchsetzung werden die Gewerkschaften alleine gelassen. Dieses Spiel
kennen wir bereits", meint Lewisch und erinnert daran, dass gerade
den Nochregierungsparteien die Arbeit der Gewerkschaften schon immer
ein Dorn im Auge war.
Die Gewerkschaft HTV hat vor einer Woche die KV-Verhandlungen für
die HandelsarbeiterInnen abgebrochen, da sich die Arbeitgeber
weigerten den KV-Lohn für die unterste Lohngruppe auf 1000 Euro
brutto anzuheben. Lewisch: "Die Arbeitgeber wollen offensichtlich
viel Leistung für wenig Geld. Da spielen wir nicht mit." Die
Vorbereitungen der angekündigten Protestmaßnahmen laufen auf
Hochtouren. Sollten die Arbeitgeber weitere Verhandlungen ablehnen,
wird der Zentralvorstand der HTV am kommenden Donnerstag die
entsprechenden Beschlüsse fällen.(ff)
ÖGB, 22. November 2002 Nr.
912
Rückfragehinweis: ÖGB Presse und Öffentlichkeitsarbeit
Franz Fischill
Tel. (++43-1) 534 44/510 DW
Mobil: 0699/19 42 08 74
Fax.: (++43-1) 533 52 93
http://www.oegb.or.at
OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NGB






