Holz aus Föhnsturm von Holzwirtschaft bewältigbar

Wien (OTS) - Spitzenvertreter der Forstwirtschaft, Säge- und Papierindustrie haben gestern die Situation des Holzmarktes nach dem Föhnsturm vom 16. und 17. November 2002, unter Beisein des Bundesministers für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt- und Wasserwirtschaft Mag. Wilhelm Molterer, besprochen und analysiert. Folgende gemeinsame Beurteilung liegt vor:

Nach heutigem Wissensstand sind insgesamt rund 3,7 Millionen Festmeter Holz angefallen. Die Holzmenge konzentriert sich auf die Bundesländer Salzburg, Steiermark, Tirol, Oberösterreich und Kärnten. Die österreichische Säge- und Papierindustrie kann die Schadensmenge problemlos aufnehmen: Die Sägeindustrie verarbeitet 16 Millionen Festmeter, die Papier- und Plattenindustrie vier Millionen Festmeter Rundholz im Jahr.

Die Marktpartner gehen davon aus, dass das angefallene Holz die Absatzmärkte nicht negativ beeinflussen wird. Es wurde alles in die Wege geleitet, um die Aufräumarbeiten sofort zu beginnen. Priorität haben dabei die Freimachung der Forstwege und die Räumung der Wildbäche. Das Bundesheer leistet dabei wertvollen Assistenzeinsatz.

Arbeits- und Maschinenkapazitäten werden von der Forstwirtschaft koordiniert und vorrangig in den Windwurfgebieten eingesetzt. Zudem sind Schulungen zur Vermeidung von Unfällen bei der extrem gefährlichen Aufarbeitung des Sturmholzes angelaufen.

Die Marktpartner halten folgende Maßnahmen für dringend erforderlich: Anhebung des zulässigen Gesamtgewichtes für LKW bei Rundholztransporten auf 48 Tonnen zu inländischen Verarbeitern und Bahnverladestellen - wie in der EU bei Windwürfen üblich; begünstigte Tarife für Rundholztransporte mit der Bahn; bevorzugte und ausreichende Bereitstellung von Rundholzwaggons; Toleranz bei routinemäßigen Straßensperren im Frühjahr; rasche Auszahlung von Mitteln aus dem Katastrophenfonds an die Betroffenen.

Die Marktpartner vereinbaren, laufend Kontakt zu halten und sich gegenseitig über den Fortgang der Aufarbeitungsarbeiten und die Marktentwicklung zu informieren.

Rückfragen & Kontakt:

Hauptverband der Land- und Forstwirtschaftsbetriebe
Gen. Sekr. Dr. Christian Brawenz,
Tel: 01/533 02 27-12, Mobil: 0664/355 31 46,
office@hvlf.at

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NEF0004