- 22.11.2002, 09:28:31
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Holz aus Föhnsturm von Holzwirtschaft bewältigbar
Wien (OTS) - Spitzenvertreter der Forstwirtschaft, Säge- und
Papierindustrie haben gestern die Situation des Holzmarktes nach dem
Föhnsturm vom 16. und 17. November 2002, unter Beisein des
Bundesministers für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt- und
Wasserwirtschaft Mag. Wilhelm Molterer, besprochen und analysiert.
Folgende gemeinsame Beurteilung liegt vor:
Nach heutigem Wissensstand sind insgesamt rund 3,7 Millionen
Festmeter Holz angefallen. Die Holzmenge konzentriert sich auf die
Bundesländer Salzburg, Steiermark, Tirol, Oberösterreich und Kärnten.
Die österreichische Säge- und Papierindustrie kann die Schadensmenge
problemlos aufnehmen: Die Sägeindustrie verarbeitet 16 Millionen
Festmeter, die Papier- und Plattenindustrie vier Millionen Festmeter
Rundholz im Jahr.
Die Marktpartner gehen davon aus, dass das angefallene Holz die
Absatzmärkte nicht negativ beeinflussen wird. Es wurde alles in die
Wege geleitet, um die Aufräumarbeiten sofort zu beginnen. Priorität
haben dabei die Freimachung der Forstwege und die Räumung der
Wildbäche. Das Bundesheer leistet dabei wertvollen Assistenzeinsatz.
Arbeits- und Maschinenkapazitäten werden von der Forstwirtschaft
koordiniert und vorrangig in den Windwurfgebieten eingesetzt. Zudem
sind Schulungen zur Vermeidung von Unfällen bei der extrem
gefährlichen Aufarbeitung des Sturmholzes angelaufen.
Die Marktpartner halten folgende Maßnahmen für dringend
erforderlich: Anhebung des zulässigen Gesamtgewichtes für LKW bei
Rundholztransporten auf 48 Tonnen zu inländischen Verarbeitern und
Bahnverladestellen - wie in der EU bei Windwürfen üblich; begünstigte
Tarife für Rundholztransporte mit der Bahn; bevorzugte und
ausreichende Bereitstellung von Rundholzwaggons; Toleranz bei
routinemäßigen Straßensperren im Frühjahr; rasche Auszahlung von
Mitteln aus dem Katastrophenfonds an die Betroffenen.
Die Marktpartner vereinbaren, laufend Kontakt zu halten und sich
gegenseitig über den Fortgang der Aufarbeitungsarbeiten und die
Marktentwicklung zu informieren.
Rückfragehinweis:
Hauptverband der Land- und Forstwirtschaftsbetriebe
Gen. Sekr. Dr. Christian Brawenz,
Tel: 01/533 02 27-12, Mobil: 0664/355 31 46,
mailto:[email protected]
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