• 21.11.2002, 10:04:40
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ÖAMTC: Fahrt durch dichten Nebel fordert Lenkern volle Konzentration ab

Bei Panne oder Unfall gilt Alarmstufe rot

Wien (ÖAMTC-Presse) - Zwei Menschen getötet, zwölf weitere
verletzt, zwei davon schwer. Das ist die tragische Bilanz einer
Massenkarambolage in der Nacht auf Donnerstag auf der Südautobahn in
Niederösterreich. Ursache war wieder einmal dichter Nebel. "Fahren
bei Nebel ist deutlich Angst besetzt", weiß ÖAMTC-Verkehrspsychologin
Marion Seidenberger, "Sicherheitstipps, wie man sich richtig verhält,
können nicht oft genug wiederholt werden."

Im Nebel ist für den Autolenker alles schlagartig anders: Das
Nichtwissen, wie es weitergeht, verändert das Fahrverhalten stark.
Konturen verschwimmen, Farben verschwinden - viele Zusatzinfos fallen
somit weg. Das Reaktionsvermögen ist durch das Blick- und
Suchverhalten im Nebel negativ beeinflusst. "Plötzlich auftretende
Gefahrensituationen lassen dem Autofahrer kaum Zeit, sich darauf
vorzubereiten," warnt Seidenberger. Umso wichtiger ist es, einige
Verhaltensregeln einzuhalten:

* Fuß weg vom Gas, rechts bleiben und auf keinen Fall überholen.
Die Geschwindigkeit an die Sichtverhältnisse anpassen - so lautet das
oberste Gebot, wenn man beim Fahren auf eine Nebelbank trifft.

* Abstand halten und nicht die Verantwortung an den Vordermann
abgeben. "Keinesfalls darf man sich dazu verleiten lassen, sich an
die Rücklichter des voranfahrenden Fahrzeuges zu heften," warnt
Seidenberger. Die Lichter des Vordermannes suggerieren im Nebel
oftmals trügerische Sicherheit: Wird der Nebel dichter, schließt der
Lenker meist ohne genügend Abstand automatisch auf. Muss der
voranfahrende Lenker plötzlich stark bremsen, kommt es unweigerlich
zum Auffahrunfall.

* Nicht ablenken lassen. Bei schlechten Sichtverhältnissen ist es
besonders wichtig, sich auf die eigene Spur zu konzentrieren. Weder
ein Unfall in der Gegenrichtung, noch die Atmosphäre im Auto oder ein
Telefonat mit dem Handy dürfen in einer solchen Situation ablenken.

* Auf die richtige Beleuchtung kommt es an. Bei leichtem Nebel
reicht das Abblendlicht, wird die "Nebelsuppe" dicker, sollte man
auch Nebelscheinwerfer und Nebelschlussleuchte einschalten. Auf
keinen Fall darf bei dichtem Nebel das Fernlicht eingeschaltet
werden, denn dadurch kommt es zu einem Spiegeleffekt und der Fahrer
blendet sich selbst.

* Vorsicht im Baustellenbereich. Oft sind durch den Nebel
Markierungen und Verkehrsführungen nicht deutlich genug erkennbar.

"Bei einem Unfall oder einer Panne im Nebel ist höchste Alarmstufe
gegeben", warnt die Verkehrspsychologin des Clubs. Wenn nur irgendwie
möglich, sollte man das Fahrzeug nach einem Unfall oder einer Panne
unbedingt von der Straße wegbringen. Ist das aus technischen Gründen
nicht möglich, muss man alle Mittel zur Sichtbarmachung ausschöpfen:
Warnblinkanlage und Licht einschalten, Pannendreieck aufstellen.
Menschen werden im dichten Nebel auf der Fahrbahn nicht gesehen.
Keinesfalls auf den Eigenschutz vergessen und sich möglichst schnell
in Sicherheit - etwa hinter die Leitplanke - begeben.

ÖAMTC-Service: Auf der Homepage des Clubs unter
http://www.oeamtc.at/ finden sich umfassende Informationen, wie man
sicher durch den Nebel kommt. Abrufbar ist außerdem auch eine Grafik
über die Nebelzonen Österreichs.

(Schluss)
ÖAMTC-Pressestelle/Elvira Oberweger

Rückfragehinweis: ÖAMTC Pressestelle
Tel.: (01) 711 99-1218

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