ÖGB-NÖ-Staudinger: Uncle Sam lässt grüßen

Swarovski degradiert rauchende Mitarbeiter

Wien (ÖGB-NÖ) "Nicht alles, was aus Amerika kommt, ist auch für Österreich gut", erklärt der Vorsitzende des ÖGB-NÖ Josef Staudinger zu der Entscheidung Swarovskis, Rauchpausen zu "bestrafen". "Wie soll das denn nun weitergehen? Wird zukünftig auch der Besuch auf der Toilette geahndet, der Arztbesuch vom Urlaub abgezogen und jede Entfernung vom Arbeitsplatz mit Lichtschranken gemessen?", malt der Gewerkschafter ein düsteres Zukunftsszenario.++++

"Die Mitarbeiter Swarovskis haben jahrelang gute Arbeit geleistet und auch damit das Unternehmen zum internationalen Player gemacht. Ich kann mir einfach nicht vorstellen, dass Rauchpausen das Unternehmen in den Ruin treiben könnten. Es ist arbeitsrechtlich ganz klar definiert, dass jeder Mensch sein Recht auf Pausen hat. Wie er die nun verbringt, ist einzig und alleine seine Sache", so Staudinger weiter. Unerklärlich findet es der ÖBG-NÖ-Vorsitzende, dass bei einer Entscheidung solcher Tragweite die Belegschaftsvertreter ignoriert wurden.

Österreich hat mit seinen gutausgebildeten Fachkräften einen unbezahlbaren Wettbewerbsvorteil. "Auch Swarovski konnte diesen Vorteil nutzen, deshalb ist eine derartige Haltung rauchenden Mitarbeitern gegenüber einfach degradierend. Es ist begrüßenswert, dass die Gesundheit der Beschäftigten dem Unternehmen am Herzen liegt, aber mit der Brechstange wurde noch niemand zum Nichtraucher", schließt Staudinger.
(Schluss)

ÖGB, 20. November 2002
Nr. 902

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