- 20.11.2002, 15:44:17
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ÖGB-NÖ-Staudinger: Uncle Sam lässt grüßen
Swarovski degradiert rauchende Mitarbeiter
Wien (ÖGB-NÖ) "Nicht alles, was aus Amerika kommt, ist auch für
Österreich gut", erklärt der Vorsitzende des ÖGB-NÖ Josef Staudinger
zu der Entscheidung Swarovskis, Rauchpausen zu "bestrafen". "Wie soll
das denn nun weitergehen? Wird zukünftig auch der Besuch auf der
Toilette geahndet, der Arztbesuch vom Urlaub abgezogen und jede
Entfernung vom Arbeitsplatz mit Lichtschranken gemessen?", malt der
Gewerkschafter ein düsteres Zukunftsszenario.++++
"Die Mitarbeiter Swarovskis haben jahrelang gute Arbeit geleistet
und auch damit das Unternehmen zum internationalen Player gemacht.
Ich kann mir einfach nicht vorstellen, dass Rauchpausen das
Unternehmen in den Ruin treiben könnten. Es ist arbeitsrechtlich ganz
klar definiert, dass jeder Mensch sein Recht auf Pausen hat. Wie er
die nun verbringt, ist einzig und alleine seine Sache", so Staudinger
weiter. Unerklärlich findet es der ÖBG-NÖ-Vorsitzende, dass bei einer
Entscheidung solcher Tragweite die Belegschaftsvertreter ignoriert
wurden.
Österreich hat mit seinen gutausgebildeten Fachkräften einen
unbezahlbaren Wettbewerbsvorteil. "Auch Swarovski konnte diesen
Vorteil nutzen, deshalb ist eine derartige Haltung rauchenden
Mitarbeitern gegenüber einfach degradierend. Es ist begrüßenswert,
dass die Gesundheit der Beschäftigten dem Unternehmen am Herzen
liegt, aber mit der Brechstange wurde noch niemand zum Nichtraucher",
schließt Staudinger.
(Schluss)
ÖGB, 20. November 2002
Nr. 902
Rückfragehinweis: Susanne Karner
0664/5482059
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