Langjähriger Meidlinger Bezirksvorsteher Wilhelm Hradil gestorben

Wien (SPW-K) - Wie erst jetzt bekannt wurde, ist der ehemalige langjährige Mandatar der Wiener SPÖ, Bezirksvorsteher des 12. Wiener Gemeindebezirks, Meidling, Wilhelm Hradil, Ende vergangener Woche im Alter von 88 Jahren gestorben. Die Verabschiedung von dem Verstorbenen findet am Dienstag, dem 26. November , um 15 Uhr, auf dem Wiener Südwest-Friedhof, Halle 1, statt. ****

Hradil, der den Beruf eines Schriftsetzers erlernte, war seit seiner Jugend der sozialdemokratischen Bewegung eng verbunden. Bereits in der Ersten Republik übte er bis zum Verbot der Sozialdemokratie durch die austrofaschistischen Machthaber im Jahr 1933/34 Funktionen in der Sozialistischen Jugend aus, ging dann in den politischen Untergrund, wo er zuerst als Verbindungsmann und später als Bezirks- und Kreisleiter tätig gewesen ist. Hradil nahm am Zweiten Weltkrieg als Soldat der Wehrmacht teil, wurde von den Engländern gefangen genommen und in ein Lager nach England gebracht, von wo er 1946 nach Österreich entlassen wurde.

Hradil engagierte sich neuerlich umgehend in der SPÖ und wurde 1947 zum Sekretär der Bezirksorganisation Meidling bestellt. Von 1950 bis 1976 war er Mitglied der Bezirksvertretung und von 1959 bis 1976 Bezirksvorsteher. In der 17jährigen Amtszeit Hradils nahm der Wiener Traditionsbezirk einen großen Aufschwung, viele Errungenschaften, wie die umfassende Renovierung und Sanierung des traditionsreichen Theresienbades, zahlreicher Parkanlagen und vor allem die Schaffung von moderner Wohnungen im Bezirk, wichtiger Brücken (Wienerbergbrücke, Stranzenbergbrücke, Umgestaltung Lobkowitzbrücke) sind mit seinem Namen eng verbunden. Hradil wurde u.a. mit dem Goldenen Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich, dem Goldenen Verdienstzeichen für Verdienste um das Land Wien und von der SPÖ mit der Viktor-Adler-Plakette ausgezeichnet.

In einer Würdigung der Verdienste Hradils bezeichnete der Vorsitzende des Wiener SPÖ-Gemeinderatsklubs, Christian Oxonitsch, den langjährigen Politiker als einen der bedeutenden Mitgestalter der kommunalpolitischen Errungenschaften Wiens in der Zweiten Republik. Hradil zeichnete vor allem seine Bürgernähe und sein unerschütterlicher Einsatz für Gerechtigkeit aus, betonte Oxonitsch. "Mit dem Ableben von Wilhelm Hradil", so der SPÖ-Klubchef abschließend, "haben die Wiener SozialdemokratInnen einen jahrzehntelang besonders engagierten Vertrauensmann - im besten Sinn der Bedeutung des Wortes - verloren. Wir werden Wilhelm Hradil stets ein ehrendes Angedenken bewahren". (Schluss)

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