Kulturpreis des Landes Kärnten 2002 geht an "der Süden lebt"

Landesregierung beschloss außerdem drei Würdigungspreise und sieben Förderungspreise - Insgesamt rund 57.000 Euro Preisgeld

Klagenfurt (LPD) - Der Kulturpreis des Landes Kärnten wird heuer
in der Sparte Musik vergeben und geht an das Projekt "Der Süden lebt". Dieser Antrag von Kulturreferent LH Jörg Haider wurde heute in der Regierungssitzung beschlossen. Unter Vorsitz Haiders wurden auch die weiteren Vorschläge des Kärntner Kulturgremiums für drei Würdigungspreise, dotiert mit je 5.800 Euro, und sieben Förderungspreise von je 3.600 Euro einstimmig angenommen. Insgesamt schüttet die Kulturabteilung dafür eine Summe von 57.100 Euro aus.

"Die sehr umfangreiche Veranstaltungsserie in der Vorsaison des Jahres 2001 beruht auf einem originellen, neuen und synergetischen Konzertkonzept mit bemerkenswerten Akzenten. Insgesamt wirkten an dem musikalischen Projekt rund 450 Personen aus der deutsch- und slowenischsprachigen Volksgruppe mit", heißt es in der Begründung durch den Fachbeirat für Musik des Kulturgremiums. Den Landeskulturpreis in der Höhe von 14.500 Euro werden Winfried Winkler und Wolfgang Wulz für das Programm, das viele Kunstrichtungen beinhaltete, am 17. Dezember d.J. aus den Händen von Kulturreferent LH Haider entgegennehmen.

Der 1951 in Völkermarkt geborene Maler Franz Motschnig wird mit dem Würdigungspreis des Landes ausgezeichnet. Nach einer Tischlerlehre übersiedelte Motschnig nach Graz, wo er mit einer Ausbildung an der Kunstgewerbeschule begann. Der freischaffende Maler kann bereits auf einige Preise und Auslandsaufenthalte zurückblicken (u.a. Würdigungspreis des Bundes 1985, Förderungspreis des Landes Kärnten 1991; Paris, Rom). Hervorzuheben sind seine Arbeiten im öffentlichen Raum (Installation in der BH Völkermarkt, Ausgestaltung des Foyers der Fachschule Goldbrunnhof).

Ein weiterer Würdigungspreis geht an Prof. Herbert Wochinz (89). Der ehemalige Schauspieler und Regisseur war langjähriger Intendant am Klagenfurter Stadttheater (1968 bis 1992). Zu seinen Leistungen zählt etwa die Gründung der "Komödienspiele Porcia" (1961), wo heute noch seiner Grundintention folgend klassische Komödien der Weltliteratur mit großem Erfolg gezeigt werden. Am Beginn seiner Karriere knüpfte er im Paris der 50er Jahre Kontakt mit Marcel Marceau, Eugene Ionesco, Jean Cocteau oder Jean Genet.

Ebenfalls einstimmig wurde heute von der Landesregierung der Würdigungspreis für besondere Leistungen auf dem Gebiet der Architektur und Verdienste um die Baukultur an die Organisation "Pro Holz" beschlossen. Die Organisation fördert seit mehr als zehn Jahren nicht nur das Bauen mit Holz im Holzland Kärnten, sondern darüber hinaus vor allem auch die Architektur im allgemeinen - (Die Verleihung wird gesondert vorgenommen).

Förderungspreisträger 2002

Helmut M a c h h a m m e r (bildende Kunst), "Bildhauerdiplom" bei Joannis Avramidis an der Akademie der bildenden Künste in Wien. Hat sich um die Weiterführung des traditionsreichen Steinbildhauersymposiums im Krastal verdient gemacht. Anna Maria Elisabeth H e i n (darstellende Kunst), 1980 in Graz geboren, setzte nach der klassischen Ballettschule der Wiener Staatsoper in Cannes, Brasilien, St. Petersburg und New York ihre Ausbildung fort. Auf Hauptrollen an der Wiener Volksoper und Staatsoper folgten zahlreiche Gastauftritte im In- und Ausland. Peter T r u s c h n e r (Literatur), geboren 1967 in Klagenfurt, studierte in Salzburg, lebt in Berlin. Sein Stück "Plexiglaswelten" kam 1997 zur Aufführung. Nach dem österreichischen Staatsstipendium sorgte er mit seinem Debütroman "Schlangenkind" (2001) für Furore. Karl-Bernhardin K r o p f (Musik), 1966 in Klagenfurt geboren, lebt nach einer Ausbildung am Landeskonservatorium und der Wiener Musikhochschule als freischaffender Komponist, Interpret, Chorleiter und Tontechniker in Hamburg - Preisträger von Orgelwettbewerben. Karl A l t m a n n (Volkskultur), Jahrgang 1968, ist freier Mitarbeiter im ORF und kann auf eine umfangreiche Publikation im Bereich "Volkslied und Chorgesang in Kärnten" verweisen. Heimo D o l e n z (Geisteswissenschaften), gebürtiger Villacher (1966), studierte in Wien und München Archäologie. Er leitet die Ausgrabungen am Magdalensberg und in Virunum. Gabriele W i e s e r (Naturwissenschaften),(40), Studien in Salzburg, Graz, Leipzig; Erfolge in der Umweltschutzabteilung des Landes bei der biologischen Fließgewässerbewertung.
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