Kranzl: Armutsfalle geringfügig Beschäftigte

214.662 Menschen waren im Oktober geringfügig beschäftigt - um 8 000 mehr als im Vorjahr!

Niederösterreich (SPI) Die Zahl der geringfügig Beschäftigten ist auch im Oktober gegenüber dem Vorjahr stark gestiegen. 214.662 Menschen, um 8 000 mehr, leben von einem Einkommen das geringer als 301,54 Euro im Monat ist. "So wichtig es für die Menschen ist eine Arbeit zu haben, so gefährlich ist das Ansteigen der geringfügig Beschäftigten. Wer kann von 301 Euro, oder 4.149 Schilling, im Monat leben? Oft entstehen alleine für die Erreichung des Arbeitsplatzes hohe Kosten. Geringfügig Beschäftigungsverhältnisse zählen auch zu den großen Schulden- und Armutsfalle", so Soziallandesrätin Christa Kranzl.

Die geringfügige Beschäftigung und die freien Dienstverträge dürfen nicht dazu führen, dass Vollzeitanstellungsverhältnisse ersetzt werden. "Es darf keine Gesellschaft geben, in der jeder mehrere Jobs benötigt um überleben zu können. Dazu kommen die gravierenden sozialrechtlichen Schlechterstellung für diese Menschen. Mit 152.698 stellen die Frauen leider den Großteil der geringfügig Beschäftigten. Wichtig wäre, dass die Möglichkeit zur Sozialversicherung wahrgenommen wird. Geringfügige Beschäftigung und freie Dienstverträge sind besser als gar nichts, aber sicherlich keine Dauerlösung", so Soziallandesrätin Christa Kranzl. sw

Rückfragen & Kontakt:

Walter Schneider
0664 300 85 32

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NSN0005