- 15.11.2002, 11:12:49
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Österreichischer Museumspreis 2002 an das Haus der Musik Wien - BILD

Wien (OTS) - Das HAUS DER MUSIK WIEN wurde gestern mit dem
Österreichischen Museumspreis 2002 des Bundesministeriums für
Bildung, Wissenschaft und Kultur ausgezeichnet, unter anderem erhält
es diesen Preis für "das Gesamtkonzept des Hauses", das "von hohem
volksbildnerischen Wert" sei und seine "didaktisch modernst
aufbereitete Schau". BM Elisabeth Gehrer überreichte den Preis an den
Initiator und Leiter des Hauses, Stefan Seigner.
Als musikalisches Dankeschön spielten:
Rico Gulda: Franz Schubert, Klavierstück Nr. 1 es-moll D 946/1 Der
Vorstand der Wiener Philharmoniker Clemens Hellsberg, Milan Setena
(beide spielen im Orchester 1. Violine) sowie der Solokorrepetitor
der Wiener Staatsoper James Pearson (Klavier) fünf kurze Stücke von
Dimitri Schostakowitsch
Im Zuge der Verleihung wurde auch das neue Schulmedium "Musik im
Spiel - Entdeckungsreisen durch das Haus der Musik für das
Klassenzimmer" präsentiert, das in Kürze österreichischen Schulen zur
Verfügung steht. Mit dem Schulmedium, das aus einem Informations-und
Arbeitsbuch, einer Audio-CD und interessanten und unterhaltsamen
Internetseiten besteht, werden sichtbare und hörbare Brücken
geschlagen zwischen dem Lernen im Klassenzimmer und der
Musikvermittlung im HAUS DER MUSIK WIEN:
Bei der Konzeption des HAUS DER MUSIK WIEN war das zentrale
Anliegen, die "Hauptstadt der Musik" um ein Haus zu bereichern, das
Menschen unterschiedlicher Herkunft und unterschiedlichen
Wissensstandes spielerisch in die Welt der Musik einführt, neue
Zugänge zur Musik eröffnet und hierbei Tradition und Innovation,
musikalisches Erbe und musikalische Zukunft verbindet.
Um die Besucher nachhaltig mit dem Thema Musik in Berührung zu
bringen, werden vielfältige museologische Elemente eingesetzt. Wert
wird besonders auf die Art der Vermittlung gelegt: das aktive Erleben
des Besuchers steht im Vordergrund, d. h. selbst zu spielen,
auszuprobieren, zu experimentieren und zu entdecken. Eine innovative
Museumsdidaktik, Einfallsreichtum und Kreativität, ohne Scheu vor der
Einbindung modernster Multimedia-Einrichtungen, sind die
Voraussetzung für eine spannende Auseinandersetzung mit Musik.
Lauschen, Lernen, Lachen oder mit modernen Begriffen: Infotainment,
Edutainment, Entertainment, sind die Säulen, auf denen das HAUS DER
MUSIK WIEN aufgebaut ist.
Verwirklicht wurde diese Idee ohne öffentliche Mittel gemeinsam
mit zwei Partnern aus der Wirtschaft, der Wiener Städtischen
Versicherung und Siemens Austria. Das Museum wird auch heute rein
privatwirtschaftlich betrieben. Zitat Dr. Günter Geyer,
Generaldirektor Wiener Städtische, zum Museumspreis
2002: "Die Konzeption von Stefan Seigner für das Haus der Musik Wien
gab den letzten Anstoß in das ambitionierte Projekt einzusteigen, das
der Musikstadt Wien eine neue Note gegeben hat. Das Haus der Musik
Wien sticht nicht nur durch seine Attraktivität aus der heimischen
Museumslandschaft hervor, es ist auch eines der wenigen
privatwirtschaftlich initiierten und geführten Museen in Wien".
Maestro Zubin Mehta, der das Projekt von Beginn an begleitete,
übernahm nach der Eröffnung im Juni 2000 die Ehrenpräsidentschaft für
das HAUS DER MUSIK WIEN. Was ihn dazu bewegte, ist die fröhliche und
direkte Präsentation der Inhalte, die Menschen mit den
unterschiedlichsten Musik-Geschmacksrichtungen zusammen und ins
Gespräch bringt, Interesse weckt und Vorurteile gegenüber der
Auseinandersetzung mit musikwissenschaftlichen Themen abbaut.
Wie es sich anfühlt, eine Trommel von drei Meter Durchmesser zu
schlagen, wie die "Noten" der Stimmakrobaten aussehen, was Marvin
Minksy über die Struktur der Brain Opera im Vergleich zum
menschlichen Gehirn sagt, wie sich die Shepard-Skala scheinbar endlos
fortsetzt, wie es sich anfühlt, von den Wiener Philharmonikern
Applaus zu bekommen oder das größte elektronische Schlaginstrument
der Welt zu spielen - dies und anderes löst bei vielen Lust auf mehr,
auf mehr Experimentieren und Erforschen aus und genau dies ist es,
was das HAUS DER MUSIK WIEN erreichen will.
Der Österreichische Museumspreis bedeutet für uns Freude,
Bestätigung und Ansporn. Unser Dank gilt in erster Linie unseren
Besucherinnen und Besuchern, deren Feedback, Anregungen und Freude an
den Ausstellungen und den Angeboten im HAUS DER MUSIK WIEN uns
motivieren und inspirieren. Darüber hinaus gilt der Dank allen
Künstlern, Architekten, Technikern, Wissenschaftern, Partnern und
Mitarbeitern.
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Rückfragehinweis:
HAUS DER MUSIK WIEN
Katharina Springer
Public Relations
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