• 14.11.2002, 13:35:28
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  • OTS0204 OTW0204

Vom Pflegehelfer über die Diplomausbildung bis Doktorat

Dreistufiges Modell für Gesundheits- und Krankenpflege

St. Pölten (NLK) - Welche Ausbildung braucht man in
Niederösterreich für die Betreuung von Patienten in den
Krankenhäusern, in den Pflegeheimen und in der extramuralen Pflege?
Bei einer Tagung, die heute im NÖ Landhaus in St. Pölten stattfand,
wurde durch Direktoren der NÖ Gesundheits- und Krankenpflegeschulen
ein dreistufiges Pflegebildungsmodell vorgestellt. Die
Grundqualifikation wird in der Ausbildung zum Pflege-, Alten- und
Heimhelfer erworben, die mit einer Abschlussprüfung endet.
Verschiedene Wege bieten sich hier an, zum Beispiel der dreijährige
Besuch der HLA für Gesundheits- und Krankenpflege. Darauf wird in
einer zweiten Stufe der gehobene Dienst aufgebaut. Hier wird etwa die
fünfjährige HLA für Gesundheits- und Krankenpflege angeboten, mit
einem allgemeinen Diplom und der Matura als Abschluss. Der Einstieg,
so die Direktoren der NÖ Gesundheits- und Krankenpflegeschulen,
könnte nach der 8. Schulstufe erfolgen. Die dritte Stufe ist ein
Universitätslehrgang und die Spezialisierung zu einem akademischen
Experten, diese Ausbildung schließt mit dem Bakkalaureat, mit einem
Magistergrad oder mit dem Doktorat ab.

Die Niederösterreicher würden im Schnitt immer älter werden und
dadurch auch mehr Pflege brauchen. In den Landesheimen etwa bräuchten
die Menschen zum Teil sehr intensive Pflege, meinte
Landeshauptmannstellvertreterin Liese Prokop. "Das Modulsystem war
immer unsere Philosophie", mit der Forderung nach einer
Durchlässigkeit des heute vorgestellten Konzepts sei sie mit allen
hier Versammelten auf einer Linie.

Mit der Novellierung des Gesundheits- und Krankenpflegegesetzes
seien schon einige erfolgreiche Schritte gesetzt worden, so
Landeshauptmannstellvertreterin Heidemaria Onodi. Auch jetzt sei bei
der Ausbildung in der Gesundheits- und Krankenpflege wieder sozusagen
"ein Fenster da", weil viele Krankenhäuser Überlegungen über
Änderungen in ihrem System anstellen müssten.

Rückfragehinweis: Niederösterreichische Landesregierung
Pressestelle
Tel.: 02742/9005-12312

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NLK

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