• 12.11.2002, 10:59:16
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Biomasseeinsatz im Wohnhausbau wird intensiviert

Wohnbautagung im Landhaus soll Einsatzmöglichkeiten aufzeigen

St. Pölten (NLK) - Das Land Niederösterreich wird laut Landesrat
Dipl.Ing. Josef Plank den Einsatz von Biomasse im großvolumigen
Wohnbau intensivieren. Auftakt zu dieser Initiative bildet eine
gemeinsam von Agrar Plus, Land Niederösterreich und der
Energieverwertungsagentur veranstaltete Fachtagung, die am 19.
November ab 9 Uhr im Landtagssitzungssaal des NÖ Landhauses
stattfindet. Neben Beispielen aus der Praxis wird die neue
landesweite NÖ Bioenergiegesellschaft als Ansprechpartner für
Wohnbauträger, Architekten, Baumeister etc. vorgestellt. Diese
Gesellschaft versteht sich als Drehscheibe für Bauträger,
Contractoren sowie Land- und Forstwirte. Das Netzwerk "Gemeinsame
Energie" wird dabei die wirtschaftliche und technische Qualität der
Anlagen garantieren.

"Bisher bestand immer wieder Unsicherheit hinsichtlich der
technischen Planung und Umsetzung, der Bau- und Betriebskosten sowie
der Anlagenbetreuung. Das neue Netzwerk ist nun Garant für eine
optimale Abwicklung der Projekte. Revolutionäre Entwicklungen bei der
Technologie der Holzverbrennung und neue Organisationsmodelle haben
zu einer Renaissance der Holzheizungen geführt. Neben ökologischen
Fördermöglichkeiten sind auch Contractinglösungen und
Rohstoffversorgung sichergestellt", umreißt Plank die künftigen
Möglichkeiten in diesem Bereich.

Plank betont, dass das Land seit zwanzig Jahren erfolgreich auf
Bioenergie setzt. In Niederösterreich sind mehr als 160
Biomasse-Fernheizwerke in Betrieb. Neben den Fernwärmenetzen werden
nun vor allem auch Mikrosysteme wie im Wohnbau ausgebaut. "Der
Einsatz von erneuerbaren Energieträgern wie Holz hat eine Reihe von
Vorteilen. Holz ist umweltfreundlich und kommt in ausreichender Menge
in Österreich vor. Weiters ist die regionale Wertschöpfung
gewährleistet, Geld und Arbeitsplätze bleiben in der Region mit dem
positiven Nebenaspekt, dass viele Bauern Energierohstoff zuliefern
und sich damit ein zusätzliches Einkommen erwirtschaften können",
sagt Plank.

Agrar Plus-Geschäftsführer Josef Streißelberger weist darauf hin,
dass es in Niederösterreich bereits zahlreiche Referenzanlagen für
die erfolgreiche Nutzung von Biomasse im großvolumigen Wohnbau gibt,
etwa in Perwarth (27 Wohneinheiten), Gaming (Sozialzentrum), Texing
(18 Wohneinheiten), Schrattenbach (10), Kilb (18), Euratsfeld (24)
und Gerolding (Volksschule, Gemeindeamt, Kindergarten und 3
Einfamilienhäuser). Das künftige Potenzial sei sehr groß, da jährlich
rund 35.000 neue Wohneinheiten in Österreich gebaut werden. "Auch
mehr als 7.000 öffentliche Gebäude von Bund, Ländern und Gemeinden
sind im Zuge von Sanierungen als Zukunftsmarkt zu betrachten", so
Streißelberger.

Rückfragehinweis: Niederösterreichische Landesregierung
Büro LR Plank
Tel.: 02742/9005-12705

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