Sacher: Zu langsam wachsende Einkommen und extreme Unterschiede zwischen Schlecht- und Bestverdienern

Seit dem Jahr 2000 steigen die Reallöhne langsamer als im Schnitt der EU-Länder; real weisen Österreichs unselbstständig Beschäftigte den geringsten Einkommenszuwachs auf

St. Pölten (SPI) - Seit dem Jahr 2000 steigen die Reallöhne in Österreich langsamer als im EU-Schnitt. In der EU liegt der Durchschnitt der Zunahme heuer bei 1,2 Prozent, in Österreich prognostiziert man nur 0,2 Prozent. Damit erhalten Österreichs unselbstständig Beschäftigte heuer real den geringsten Einkommenszuwachs in der EU. Sehr schlecht schneiden Arbeitnehmer in Österreich ab, wenn man die Lohnzuwächse mit den Produktivitätszuwächsen der Wirtschaft vergleicht. Denn seit 2000 steigen die Löhne in Österreich weniger als die Produktivität. "Diese Zahlen machen einmal mehr das Versagen der blau-schwarzen Chaos-Regierung deutlich. Seit ihrem Regierungsantritt ging es mit Österreich und besonders mit dem heimischen Arbeitsmarkt immer mehr bergab", kommentiert der Klubobmann der Niederösterreichischen Sozialdemokraten, LAbg. Ewald Sacher das Ergebnis der Studie des deutschen Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Institutes.****

Zweiter großer Kritikpunkt des Landespolitikers ist das immer deutlichere Auseinanderklaffen der Einkommensschere zwischen den Bestverdienern und den Schlechtverdienern: "Ein Viertel der Bestverdiener bezieht in Niederösterreich schon 90 Prozent mehr an Lohn und Gehalt als das ärmste Viertel der Arbeiter und Angestellten im Land. Auch hier zeigt sich der Trend der letzten Regierung, unser Land in eine Zwei-Klassen-Gesellschaft umzuwandeln." Ein Umdenken nach der Wahl mit neuen Ansätzen und verantwortungsvollem Handeln ist für Sacher daher dringend nötig: "Es muss eine aktive Arbeitsmarktpolitik betrieben werden, die speziell Lehrlinge, ältere Arbeitslose und Frauen nach der Baby-Pause berücksichtigt. Auch sind steuerpolitische Maßnahmen nötig, die speziell auf die Probleme der Niedrigeinkommensbezieher eingehen."
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