• 10.11.2002, 10:10:00
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Sacher: Zu langsam wachsende Einkommen und extreme Unterschiede zwischen Schlecht- und Bestverdienern

Seit dem Jahr 2000 steigen die Reallöhne langsamer als im Schnitt der EU-Länder; real weisen Österreichs unselbstständig Beschäftigte den geringsten Einkommenszuwachs auf

St. Pölten (SPI) - Seit dem Jahr 2000 steigen die Reallöhne in
Österreich langsamer als im EU-Schnitt. In der EU liegt der
Durchschnitt der Zunahme heuer bei 1,2 Prozent, in Österreich
prognostiziert man nur 0,2 Prozent. Damit erhalten Österreichs
unselbstständig Beschäftigte heuer real den geringsten
Einkommenszuwachs in der EU. Sehr schlecht schneiden Arbeitnehmer in
Österreich ab, wenn man die Lohnzuwächse mit den
Produktivitätszuwächsen der Wirtschaft vergleicht. Denn seit 2000
steigen die Löhne in Österreich weniger als die Produktivität. "Diese
Zahlen machen einmal mehr das Versagen der blau-schwarzen
Chaos-Regierung deutlich. Seit ihrem Regierungsantritt ging es mit
Österreich und besonders mit dem heimischen Arbeitsmarkt immer mehr
bergab", kommentiert der Klubobmann der Niederösterreichischen
Sozialdemokraten, LAbg. Ewald Sacher das Ergebnis der Studie des
deutschen Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Institutes.****

Zweiter großer Kritikpunkt des Landespolitikers ist das immer
deutlichere Auseinanderklaffen der Einkommensschere zwischen den
Bestverdienern und den Schlechtverdienern: "Ein Viertel der
Bestverdiener bezieht in Niederösterreich schon 90 Prozent mehr an
Lohn und Gehalt als das ärmste Viertel der Arbeiter und Angestellten
im Land. Auch hier zeigt sich der Trend der letzten Regierung, unser
Land in eine Zwei-Klassen-Gesellschaft umzuwandeln." Ein Umdenken
nach der Wahl mit neuen Ansätzen und verantwortungsvollem Handeln ist
für Sacher daher dringend nötig: "Es muss eine aktive
Arbeitsmarktpolitik betrieben werden, die speziell Lehrlinge, ältere
Arbeitslose und Frauen nach der Baby-Pause berücksichtigt. Auch sind
steuerpolitische Maßnahmen nötig, die speziell auf die Probleme der
Niedrigeinkommensbezieher eingehen."
(Schluss) fa

Rückfragehinweis: Landtagsklub der SPÖ NÖ
Mag. Andreas Fiala
Tel: 02742/9005 DW 12794
Handy: 0664 20 17 137
mailto:[email protected]

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