"profil": Unilever verkauft Knorr-Fabrik in Wels

Ende der industriellen Produktion in Österreich

Wien (OTS) - Wie das Nachrichtenmagazin "profil" in seiner Montag erscheinenden Ausgabe berichtet, wird sich der britisch-niederländische Konsumgüterkonzern Unilever demnächst endgültig aus der industriellen Produktion in Österreich zurückziehen. Unilever werde die letzte von ehemals fünf Produktionsstätten, das Knorr-Werk in Wels, mit sämtlichen 240 Mitarbeitern an den Lebensmittelproduzenten Landena, einen Betrieb der bäuerlichen Landgenossenschaft Ennstal, verkaufen.

"Bis Jahresende", so Otto Bloder, Chef des Noch-Eigentümers Unilever Österreich, "wollen wir die Verhandlungen abschließen."

Noch vor nicht allzu langer Zeit, im Jahr 1994, beschäftigte der Konzern 3300 Mitarbeiter. Nach dem Verkauf der Knorr-Fabrik werden in Österreich gerade mal 500 Beschäftigte in Vertrieb, Marketing und Produktentwicklung auf der Gehaltsliste stehen.

Der Verkauf des Knorr-Werks durch Unilever entbehrt allerdings nicht einer gewissen Ironie. Paradoxerweise war die Fabrik erst vor zwei Jahren im Zuge der Übernahme des US-amerikanischen Nahrungsmittelkonzerns Bestfoods an Unilever gegangen.

Der künftige Betreiber Landena, der Fleischfertigerichte, Wurst und Dosenkost herstellt, soll laut Plan die bekannten Knorr-Produkte weiterhin in Wels vom Band laufen lassen. Als Lohnfertiger ist Landena bereits seit etlichen Jahren Partner von Knorr und Unilever und Lieferant für etliche Markenartikelanbieter. Mit 350 Mitarbeitern erzielt das Genossenschaftsunternehmen einen Jahresumsatz von 25,5 Millionen Euro. Für Unilever-Manager Bloder ist die Knorr-Fabrik bei Landena gut aufgehoben, da "besser auslastet".

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