Verleihung der Innovationspreise 2002

LH Sausgruber: Steigende Innovationsbereitschaft bei Klein- und Mittelbetrieben

Dornbirn (VLK) - Land und Wirtschaftskammer überreichten am Donnerstag, 7. November 2002, im Rahmen der "intertech
Bodensee" in Dornbirn den Innovationspreis 2002 an die
Dornbirner Firma Henn. Der Sonderpreis in der Kategorie
"bestes Kleinunternehmen" ging an das Hohenemser
Unternehmen Martinek. "Die Verleihung des
Innovationspreises alle zwei Jahre ist ein Gradmesser für
die Innovationskraft und Wettbewerbsfähigkeit unserer
Betriebe", betonte Landeshauptmann Herbert Sausgruber in
seiner Rede vor rund 400 Vertretern aus Wirtschaft und
Politik. ****

Die von 27 Vorarlberger Unternehmen eingereichten
Projekte für den Innovationspreis 2002 wurden von einer
Jury nach Kriterien Neuheit des Produktes, des Verfahrens
oder der Dienstleistung, Nutzen der Innovation,
Marktchancen, volkswirtschaftliche Effekte, sowie Ökologie bewertet. "Durch eine finanzielle, vor allem aber ideelle
Würdigung erfolgreicher Projekte, soll ein positives Innovationsklima verstärkt und speziell Klein- und
Mittelbetriebe zu Innovationen angeregt werden", führte Landeshauptmann Sausgruber aus. Dies zeigt auch Früchte: In
den letzten Jahren ist die Zahl der Klein- und
Mittelbetriebe, die um Forschungsförderungen angesucht
haben, gestiegen.

Innovationspreis

Der Innovationspreis des Landes Vorarlberg wird heuer
bereits zum achten Mal von der Landesregierung und der Wirtschaftskammer gemeinsam vergeben. Ausgezeichnet werden innovative Produkte, Verfahren und Dienstleistungen der
gewerblichen Wirtschaft Vorarlbergs. Bewertet werden
Neuheit, Nutzen, Marktchancen, volkswirtschaftliche Effekte
und Auswirkungen auf die Umwelt. Seit Bestehen des Innovationspreises wurden insgesamt 224 Projekte
eingereicht.

Die Preisträger 2002

Der Siegerpreis (Henn) ist mit 5.000 Euro dotiert. Neben
einem zweiten Preis (2.500 Euro) an die Firma Wolford AG in
Bregenz wurden drei Anerkennungspreise (jeweils 1.500 Euro)
an folgende Unternehmen vergeben: A.M.I. (Agency for
Medical Innovations, Götzis), Rechners's Biegesysteme
Vertriebs- und Produktions GmbH (Ludesch) und Sigg,
Tischlerei und Glaserei (Hörbranz). Die Firma Martinek
Water Management GmbH (Hohenems) erhielt als bestes
Kleinunternehmen einen Sonderpreis (2.000 Euro).

- 1. Preis: Henn GmbH & CoKG - Projekt:
Schlauchschnellkupplungen "ShortClip" für Automobile
(Ersatz der herkömmlichen Federband- und
Schraubgewindeschellen)
Der Firma Henn ist es gelungen, ein neuartiges Schlauchkupplungssystem zu entwickeln und erfolgreich auf
den Markt zu bringen. Das Produkt ShortClip wurde bei
renommierten Automobilfirmen wie DaimlerChrysler, Porsche,
VW-Gruppe und BMW freigegeben.

- 2. Preis: Wolford AG, Projekt: INDIVIDUAL NATURE - Natur
in ihrer schönsten Form
Wolford ist nach intensiver Forschung und Entwicklung die
innovative "Wolford Bio-Faser" INDIVIDUAL NATURE gelungen. INDIVIDUAL NATURE steht aber auch für die Entwicklung einer
neuen Produktgruppe. Das Material besteht zu 2/3 aus
natürlichen Fasern und vereint alle komfortablen und hautsympathischen Eigenschaften. Durch die spezielle
Verarbeitung ist das Material extrem weich. Mit dieser
Entwicklung setzt Wolford wieder einen wichtigen
Meilenstein für den Standort Bregenz.

- Anerkennungspreis: A.M.I. GmbH, Projekt: A.M.I.
HAL –Doppler
Das H.A.L. (Hömorrhoidial Arterien Ligatur) – Ultraschall
Doppler System ermöglicht eine sanfte operative Behandlung
des Hömorrhoidialleidens. Der Patient ist sofort nach der
Operation wieder einsatzfähig und schmerzfrei. Die Rekonvaleszenzperiode verkürzt sich von bisher mehreren
Wochen auf einen, eventuell zwei Tage. Heute wird diese
Methode von bereits 50 Prozent der österreichischen
Krankenhäuser angeboten.

- Anerkennungspreis: Rechner's Biegesysteme Vertriebs- und Produktions GmbH, Projekt Löschunterstützungsfahrzeug LUF60
Der mobile, ferngesteuerte Minipanzer leistet wichtige
Dienste bei Bränden in Großprojekten, Tiefgaragen und
Tunnels. Mit dem 1800 Kilo schweren und mit 105 PS
motorisierten Fahrzeug wird die Gefahr für die
Löschmannschaften beim Vordringen zum Brandherd
entscheidend verringert. Das Gerät kann als "Vorhut" bis zu
300 Meter vorausgeschickt und mit Hilfe einer
Wärmebildkamera per Fernbedienung gesteuert werden.

- Anerkennungspreis: Sigg Tischlerei und Glaserei GesmbH &
CoKG, Projekt: Passivhausfenster aus Vollholz
Der Tischlerei Sigg ist es mit einem einfachen Prinzip
gelungen, ein Passivhausfenster aus Vollholz zu entwickeln.
Mittels in den Rahmen eingefrästen und dann wieder
verschlossenen Schlitzen wird Luft eingeschlossen, die als Isolierung dient. Mit dieser einfachen Methode konnte der
für ein Passivhausfenster geforderte Wärmedurchlasswert von
0,8 W/m²K unterschritten werden. Die Vorteile dieses Passivhausfensters gegenüber den herkömmlichen
Passivhausfenstern bestehen in einer längeren
Produktlebensdauer, in den sehr schlanken Profilen und
einem Verzicht auf Kunststoffe (Polyurethan, PVC).

- Sonderpreis bestes Kleinunternehmen: Martinek
Water Management GmbH, Projekt: Monitoring System für
kommunale Wasserversorgungssysteme
Dieses Wasserverlustmesssystem erlaubt ein neues
Messverfahren mit neuer Sensortechnologie für ein aktives Wasserverlust- und Leckortungsmanagement zur
Qualitätssicherung der Trinkwasser-Versorgungsnetze. Das
Besondere ist die permanente Übertragung von Messdaten per
GSM und die damit ermöglichte permanente Netzüberwachung. (tm/dig,nvl)

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