Prammer: Wanecks Pläne bei Ambulanzgebühren kosten Versicherte weitere Millionen

SPÖ-Nationalratskandidatin Oberhauser will Sprachrohr der Menschen im Gesundheitsbereich sein

Wien (SK) "Die neuen Pläne von Gesundheitsstaatssekretär Waneck bei den Ambulanzgebühren werden die Versicherten weitere Millionen Euro kosten", stellte die Vorsitzende der SPÖ-Frauen, Barbara Prammer, am Mittwoch bei einer Diskussion im Renner-Institut zum Thema "Frauen und Gesundheitsberufe" fest. Dabei seien die von den Gebühren Ausgenommenen schon miteingerechnet. Am Prinzip des österreichischen Gesundheitssystems, "dass die Gesunden für die Kranken gerade stehen", dürfe nicht gerüttelt werden, so Prammer. Die SPÖ-Nationalratskandidaten Sabine Oberhauser sieht sich als Sprachrohr der Menschen im Gesundheitsbereich, besonders als jenes der Frauen, da Gesundheit heute weiblich geprägt sei: "Nicht umsonst heißt es die Gesundheit und die Pflege." Daher könne es nicht angehen, dass Frauen in der Gesundheit nach wie vor nur vorwiegend der Systemerhaltung dienen würden. Prammer weiters dazu: "Ohne Frauen würde es keine Gesundheitsversorgung in Österreich geben." Als wichtigste Ziele in diesem Zusammenhang nannte sie die Vereinbarkeit von Beruf und Familie, Weiterbildung für Gesundheitspersonal und eine Verbesserung der Alterssicherung. ****

Prammer erwähnte, dass der Mutter-Kind-Pass ohne finanzielle Anreize nur mehr halb so "griffig" sei wie früher und forderte eine Rückkehr zum Anreizsystem. Prammer will Verbesserungen für im Gesundheitsbereich tätige Frauen, unter anderem bei der Ausbildung:
"Diese muss durchlässiger werden." Außerdem machte sich die SPÖ-Frauenvorsitzende für ein flexibleres Pensionssystem in dieser Branche stark: "Wir müssen unterschiedliche Berufe unterschiedlich bewerten." Im Bereich der Biomedizin trat sie dafür ein, dass in Ethikkomissionen künftig mehr Frauen vertreten sein sollten: "Frauen sollten bei etwas mitreden, was oft nur sie angeht."

Prammer kritisierte auch den vielfach schlechten Zustand von Seniorenheimen: "Das sind heute oft nur mehr Pflegeheime." Unverständlich sei ihr auch, dass es in neun Bundesländern neun unterschiedliche Situationen in der Altenbetreuung gibt. Sie forderte einen Umbau des Pflegegeldsystems und appellierte gleichzeitig an die Frauen, von diesem Gebrauch zu machen: "Frauen die ehrenamtlich pflegen, sollen das Geld in Anspruch nehmen, das ihnen zusteht."

Auch Oberhauser machte sich für österreichweite Standards in der Geriatrie stark. Zudem trat sie für ein einheitliches Bezahlungssystem im Gesundheitsbereich ein. So zeigte Oberhauser kein Verständnis dafür, dass "eine junge Krankenschwester mit Kind, die sich deswegen in den Tagdienst versetzen lässt, um einen enormen finanziellen Posten umfällt". (Schluss) re

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