• 07.11.2002, 11:24:21
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Prammer: Wanecks Pläne bei Ambulanzgebühren kosten Versicherte weitere Millionen

SPÖ-Nationalratskandidatin Oberhauser will Sprachrohr der Menschen im Gesundheitsbereich sein

Wien (SK) "Die neuen Pläne von Gesundheitsstaatssekretär
Waneck bei den Ambulanzgebühren werden die Versicherten weitere
Millionen Euro kosten", stellte die Vorsitzende der SPÖ-Frauen,
Barbara Prammer, am Mittwoch bei einer Diskussion im Renner-Institut
zum Thema "Frauen und Gesundheitsberufe" fest. Dabei seien die von
den Gebühren Ausgenommenen schon miteingerechnet. Am Prinzip des
österreichischen Gesundheitssystems, "dass die Gesunden für die
Kranken gerade stehen", dürfe nicht gerüttelt werden, so Prammer. Die
SPÖ-Nationalratskandidaten Sabine Oberhauser sieht sich als
Sprachrohr der Menschen im Gesundheitsbereich, besonders als jenes
der Frauen, da Gesundheit heute weiblich geprägt sei: "Nicht umsonst
heißt es die Gesundheit und die Pflege." Daher könne es nicht
angehen, dass Frauen in der Gesundheit nach wie vor nur vorwiegend
der Systemerhaltung dienen würden. Prammer weiters dazu: "Ohne Frauen
würde es keine Gesundheitsversorgung in Österreich geben." Als
wichtigste Ziele in diesem Zusammenhang nannte sie die Vereinbarkeit
von Beruf und Familie, Weiterbildung für Gesundheitspersonal und eine
Verbesserung der Alterssicherung. ****

Prammer erwähnte, dass der Mutter-Kind-Pass ohne finanzielle
Anreize nur mehr halb so "griffig" sei wie früher und forderte eine
Rückkehr zum Anreizsystem. Prammer will Verbesserungen für im
Gesundheitsbereich tätige Frauen, unter anderem bei der Ausbildung:
"Diese muss durchlässiger werden." Außerdem machte sich die
SPÖ-Frauenvorsitzende für ein flexibleres Pensionssystem in dieser
Branche stark: "Wir müssen unterschiedliche Berufe unterschiedlich
bewerten." Im Bereich der Biomedizin trat sie dafür ein, dass in
Ethikkomissionen künftig mehr Frauen vertreten sein sollten: "Frauen
sollten bei etwas mitreden, was oft nur sie angeht."

Prammer kritisierte auch den vielfach schlechten Zustand von
Seniorenheimen: "Das sind heute oft nur mehr Pflegeheime."
Unverständlich sei ihr auch, dass es in neun Bundesländern neun
unterschiedliche Situationen in der Altenbetreuung gibt. Sie forderte
einen Umbau des Pflegegeldsystems und appellierte gleichzeitig an die
Frauen, von diesem Gebrauch zu machen: "Frauen die ehrenamtlich
pflegen, sollen das Geld in Anspruch nehmen, das ihnen zusteht."

Auch Oberhauser machte sich für österreichweite Standards in
der Geriatrie stark. Zudem trat sie für ein einheitliches
Bezahlungssystem im Gesundheitsbereich ein. So zeigte Oberhauser kein
Verständnis dafür, dass "eine junge Krankenschwester mit Kind, die
sich deswegen in den Tagdienst versetzen lässt, um einen enormen
finanziellen Posten umfällt". (Schluss) re

Rückfragehinweis: Pressedienst der SPÖ
Tel.: (++43-1) 53427-275
http://www.spoe.at

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