- 07.11.2002, 11:19:08
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Wiener ÖVP: Stadt Wien hat Milliarden an der Börse "verzockt"
Wien (OTS) - Anstelle einer echten Privatisierung der Bank
Austria-Creditanstalt sei durch einen Aktientausch mit der Bayrischen
Hypovereinsbank eine Kapitalvernichtung in großem Ausmaß
herbeigeführt worden, sagte der ÖVP-Wirtschaftssprecher Gemeinderat
Mag. Alexander Neuhuber am Donnerstag in einem Pressegespräch. Die
ÖVP habe immer auf eine Vollprivatisierung gedrängt, die SPÖ hätte
sich jedoch mit Händen und Füßen dagegen gewehrt.
Die AVZ wurde im Februar 2001 durch den Aktientausch mit einem
Anteil von 5,3 Prozent zum drittgrößten Aktionär der zweitgrößten
deutschen Bank. Der Wert des Aktienpaketes betrug damals rund 1,7
Milliarden Euro. Mit gestrigem Schlusskurs sei dieses Aktienpaket der
AVZ-Stiftung nur mehr rund 400 Millionen wert, das bedeute eine
Kapitalvernichtung von rund 1,29 Milliarden Euro, betonte Neuhuber.
Die aktuelle Situation der Hypovereinsbank werde von Analysten
negativ beurteilt, der Kurs werde kaum steigen. Außerdem sei zu
hinterfragen, ob es für Wien einen strategischen Sinn habe, einen
Minderheitenanteil an einer deutschen Großbank zu halten.
Offen bleibe nun auch die Zukunft des "Wiener Wissenschafts-,
Forschungs-, und Technologiefonds", der aus den Dividenden des
Aktienpaketes gespeist werde. Sollten die Dividenden ausbleiben,
bleibe die Frage, wie der Fonds künftig finanziert werden könne.
Zu verantworten habe diese Kapitalvernichtung zu Lasten der
Wiener Steuerzahler Bürgermeister Dr. Häupl sowie Finanzstadtrat Dr.
Rieder und die SPÖ-Betriebsräte der Bank Austria, erklärte Neuhuber.
Weitere Informationen: ÖVP-Klub der Bundeshauptstadt Wien, Tel.:
4000/81 913, E-Mail: [email protected] , im Internet:
http://www.oevp-wien.at/ (Schluss) fk/bs
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Prof. Fritz Kucirek
Tel.: 4000/81 081
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