Wiener ÖVP: Stadt Wien hat Milliarden an der Börse "verzockt"

Wien (OTS) - Anstelle einer echten Privatisierung der Bank Austria-Creditanstalt sei durch einen Aktientausch mit der Bayrischen Hypovereinsbank eine Kapitalvernichtung in großem Ausmaß herbeigeführt worden, sagte der ÖVP-Wirtschaftssprecher Gemeinderat Mag. Alexander Neuhuber am Donnerstag in einem Pressegespräch. Die ÖVP habe immer auf eine Vollprivatisierung gedrängt, die SPÖ hätte sich jedoch mit Händen und Füßen dagegen gewehrt.

Die AVZ wurde im Februar 2001 durch den Aktientausch mit einem Anteil von 5,3 Prozent zum drittgrößten Aktionär der zweitgrößten deutschen Bank. Der Wert des Aktienpaketes betrug damals rund 1,7 Milliarden Euro. Mit gestrigem Schlusskurs sei dieses Aktienpaket der AVZ-Stiftung nur mehr rund 400 Millionen wert, das bedeute eine Kapitalvernichtung von rund 1,29 Milliarden Euro, betonte Neuhuber. Die aktuelle Situation der Hypovereinsbank werde von Analysten negativ beurteilt, der Kurs werde kaum steigen. Außerdem sei zu hinterfragen, ob es für Wien einen strategischen Sinn habe, einen Minderheitenanteil an einer deutschen Großbank zu halten.

Offen bleibe nun auch die Zukunft des "Wiener Wissenschafts-, Forschungs-, und Technologiefonds", der aus den Dividenden des Aktienpaketes gespeist werde. Sollten die Dividenden ausbleiben, bleibe die Frage, wie der Fonds künftig finanziert werden könne.

Zu verantworten habe diese Kapitalvernichtung zu Lasten der Wiener Steuerzahler Bürgermeister Dr. Häupl sowie Finanzstadtrat Dr. Rieder und die SPÖ-Betriebsräte der Bank Austria, erklärte Neuhuber.

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