- 06.11.2002, 13:10:47
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LH Haider: Fachhochschule passt ideal zum sozialen Profil Kärntens
Start der neuen Fachhochschule in Feldkirchen - 83 Studierende der Studiengänge "Gesundheits- und Pflegemanagement" und "Sozialarbeit"
Klagenfurt (LPD) - Für die Stadtgemeinde Feldkirchen ist es ein
enormer Imagegewinn, ein Jahrhundertprojekt: heute wurde der
offizielle Start der Fachhochschule Feldkirchen des Technikums
Kärnten im Feldkirchner Amthof mit einem Eröffnungsfest gefeiert.
Angeboten werden die Studiengänge Humanmanagement/Gesundheits- und
Pflegemanagement (Studiengangleiter Univ. Prof. Dr. Herbert Janig)
sowie Sozialarbeit (Studiengangsleiterin Dr. Bringfriede Scheu).
Insgesamt gibt es 83 Studierende, die noch provisorisch in der
ehemaligen Bürgerschule untergebracht sind, beworben hatten sich
250.
Landeshauptmann Jörg Haider bezeichnete die neue Fachhochschule
als gemeinsamen Kärntner Erfolg. Er unterstrich, dass gerade die
neuen Ausbildungsinitiativen zu Kärnten und seinem sozialen Profil
passen und zudem regionalpolitisch bedeutsam sind. Kärnten habe eine
starke soziale Profilierung vorgenommen, verwies Haider auf die
Krankenanstaltenreform und die neue dezentrale Alten- und
Pflegeorganisation, wofür fachlich bestens qualifiziertes Personal
benötigt werde. Auf Bundesebene sei es nicht leicht gewesen, das
dezentral organisierte Fachhochschulkonzept durchzusetzen, so Haider.
Sozialminister Herbert Haupt habe diesen speziellen Studiengang erst
ermöglicht. Dann gab es auch ein politisches Tauziehen bezüglich der
Standorte, wobei Niederösterreich ein großer Konkurrent war. Kärnten
verfolge im sozialen Bereich eine ganzheitliche Strategie und sei
zudem bestrebt, damit auch regionale Impulse zu setzen.
Haider, der auch der Gemeinde Feldkirchen und Bgm. Walter Puff
dankte, ersuchte, dass die Stadt noch mehr Akzente in Richtung
Hochschulstadt setzen sollte, was das Land auch gerne unterstützen
werde.
LHStv. Peter Ambrozy unterstrich, dass die in Feldkirchen
angebotenen Ausbildungsbereiche immer wichtiger werden. Es sollte
auch eine Diskussion über Ausbildungsstandards im Pflegebereich in
Gang gesetzt werden. Das Land setze ein wichtiges Signal in Richtung
Qualität der Ausbildung und hohe Qualität bei der Versorgung von
alten und pflegebedürftigen Menschen werde immer
wichtiger.
Soziallandesrätin Gabriele Schaunig-Kandut gratulierte ebenfalls
zur raschen Umsetzung der Studiengänge und sieht in ihnen einen
wichtigen Beitrag, damit soziale Berufe wieder einen höheren
Stellenwert einnehmen. Es sei wichtig, dem Sozialbereich mehr
Anerkennung zukommen zu lassen.
Gemeindereferent Landesrat Georg Wurmitzer bezeichnete die
Fachhochschule als Meilenstein in der Entwicklung Feldkirchen und der
Region. Schon vor 120 Jahren habe die Diakonie Waiern den Grundstein
für die Sozialarbeit geleistet, somit sei die Fachhochschule eine
Krönung ihrer Arbeit. Soziale Arbeit sei eine enorme Herausforderung
und brauche Spezialisten, so
Wurmitzer.
Technikums-Kuratoriumsvorsitzender Hans Peter Haselsteiner gab
sich zuversichtlich, dass auch die Absoventen dieser sozialen
Studiengänge beste Berufschancen vorfinden werden. Er dankte dem Land
dafür, dass es Mehrkosten auf sich nimmt, indem es ein regionales
Fachhochschulkonzept umsetzt. Der nächste Hochschul-Standort wird
Wolfsberg sein. Feldkirchens Bürgermeister Walter Puff dankte dem
Land und sagte, dass in etwa zwei Jahren die neugestaltete Hochschule
am Hauptplatz fertiggestellt sein wird, wofür derzeit ein großer
Architektenwettbewerb laufe. Die neue Hochschule sei eine enorme
Aufwertung und auch eine enorme Chance zur Belebung der Stadt.
(Schluss)
Rückfragehinweis: Kärntner Landesregierung
Landespressedienst
Tel.: 05- 0536-22 852
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