• 06.11.2002, 12:09:09
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  • OTS0130 OTW0130

Sozialforum: Friedliche Zusammenkunft für menschliche Globalisierung

Gewerkschaften aus Österreich für soziales Europa

Wien (GPA/GdC/GdE/GMT/ÖGB). "Wir werden angesichts der
vorgeblichen Übermacht der internationalen Konzerne nicht wie die
Maus vor der Schlange erstarren und darauf warten, gefressen zu
werden", stellen die am Sozialforum teilnehmenden GewerkschafterInnen
aus Österreich fest. "Wir nehmen an der friedlichen Bewegung teil, um
die Zukunft Europas und der Welt auf menschlichere Bahnen zu
bringen."++++

Den GewerkschafterInnen geht es vor allem darum, dass in Europa
die "Soziale Union" die gleiche Wichtigkeit hat wie die "Wirtschafts-
und Währungsunion". Vollbeschäftigung und effektive
arbeitsmarktpolitische Maßnahmen zur Schaffung von Arbeitsplätzen
dürfen ebenso keine Fremdworte sein wie der Kampf gegen jede Form der
Diskriminierung und Ausgrenzung. Funktionierende öffentliche
Dienstleistungen und soziale Sicherungssysteme müssen als
gesellschaftliches Gut gesehen werden und nicht als bloße
Haushaltsbelastungen schlecht gemacht werden. Dem Abbau
sozialstaatlicher Standards darf in einer künftigen, großen EU nicht
das Wort geredet werden. "Wir wollen ein soziales Europa, in dem die
Menschen und ihre Bedürfnisse im Vordergrund stehen."

Die Gewerkschaft der EisenbahnerInnen, die Gewerkschaft der
Privatangestellten, die Gewerkschaft der ChemiearbeiterInnen und die
Gewerkschaft Metall - Textil betonen den absolut friedlichen
Charakter des Sozialforums: "Zwei Weltsozialforen in Brasilien mit
15.000 bzw. über 60.000 Menschen sind völlig gewaltfrei abgehalten
worden. Dennoch stand im Vorfeld der Berichterstattung über das
Sozialforum in Europa vor allem der Gewalt-Aspekt im Mittelpunkt.
Auch die italienische Berlusconi-Regierung hat alles dazu getan,
diese neue, friedliche Bewegung ins terroristische Eck zu rücken. Die
Organisationen und Menschen in Florenz sind aber weit davon entfernt,
gewalttätig oder gar terroristisch zu sein. Sie wollen Alternativen
zur Globalisierung nach Art der WTO anbieten und sind keine
'Gegenbewegung’, sondern konstruktiv in der Suche nach einem anderen
Weg für Europa und die Welt."

Termin-Erinnerung

Rund 450 österreichische TeilnehmerInnen sowie ca. 50
TeilnehmerInnen aus EU-Erweiterungsländern werden heute, Mittwoch,
mit einem Sonderzug nach Florenz abreisen. VertreterInnen der Medien
sind herzlich eingeladen, an der Verabschiedung durch VertreterInnen
von ÖGB, ÖH und ATTAC teilzunehmen.

Termin: 6. November 2002, 18:30 Uhr
Ort: Wien, Südbahnhof, Gleis 19, Kommunikationswagon der Gewerkschaft
der EisenbahnerInnen
(Siehe dazu auch OTS0096 vom 5. November 2002)

ÖGB, 6. November 2002
Nr. 851

Rückfragehinweis: Nani Kauer
GMT
0664 6145 915
Info: www.esf-vienna.org

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NGB

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