• 06.11.2002, 10:19:08
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KHOL: ÖSTERREICH STAND IMMER AN DER SEITE SÜDTIROLS

ÖVP-Klubobmann präsentiert Buch "Unsere Sache ist gerecht. Südtirol
als Thema der österreichischen Außenpolitik vor dem Hintergrund der
europäischen Einigung"

Wien 6. November 2002 (ÖVP-PK) "Unsere Sache ist gerecht - das
kann ich auch als Südtiroler sagen, der die wechselvolle und für uns
wichtige Politik in dieser Frage in den letzten Jahrzehnten selbst
miterlebt hat." Das sagte gestern, Dienstag, ÖVP-Klubobmann Dr.
Andreas Khol, Vorsitzender des Südtirol-Unterausschusses des
Nationalrats bei der Präsentation des Buches "Unsere Sache ist
gerecht" aus dem Athesia Verlag im Parlament. Das Buch beinhaltet
auch Beiträge von Bundeskanzler Dr. Wolfgang Schüssel und
Außenministerin Dr. Benita Ferrero-Waldner. Khol freute sich, unter
den zahlreichen Festgästen "viele prominente Freunde Südtirols"
begrüßen zu dürfen, "die die Geschehnisse der in diesem Buch
beschriebenen Zeit seit 1945 teilweise mitgestaltet haben." Unter
ihnen: Bundespräsident a.D. Dr. Kurt Waldheim, Außenminister a.D. Dr.
Alois Mock, Klubobmann a.D. Dr. Friedrich Peter und
Seniorenbundobmann Stefan Knafl. ****

"Österreich ist immer an der Seite Südtirols gestanden. Südtirol
kann sich auf Österreich verlassen. Dafür gibt es auch einen
parteienübergreifenden Konsens im österreichischen Parlament",
betonte Khol. "So ist die europäische Integration ein verwirklichtes
Projekt: Zusammen mit der neuen Südtirol-Autonomie ist das alte,
größere Tirol wieder auf dem Weg, Realität zu werden. Uns Politikern
ist das Erinnern an die Geschichte unserer Heimat Auftrag, ständig
weiter für die Lebensrechte unserer Landsleute einzutreten. Wir haben
die Südtiroler Autonomie einem Italien abgerungen, das von
mitte-links geführt wurde. Wir werden den Bestand und den Ausbau
dieser Autonomie auf der festen Grundlage des international-rechtlich
abgesicherten Südtirol-Pakets auch von einer Mitte-Rechts-Regierung
einfordern. Die Europäische Union ist dafür ein guter Rahmen, das
vorliegende Sammelwerk eine hervorragende, sachlich-wissenschaftliche
Grundlage."

MICHL EBNER: SÜDITIROL-LÖSUNG IST EXPORTIERBARES GUT

"Unsere Sache ist gerecht" sei nur dadurch möglich gewesen, dass
"unsere Sache in einem parteiübergreifenden Konsens ein
Herzensanliegen Österreichs" war, so Dr. Michl Ebner,
Europaparlamentarier und Direktor des Verlags Athesia, Bozen.

Ebner weiter: "Unsere Lösung wird je nach Standort oder
politischer Einstellung entweder als Teillösung oder als 'das Modell'
gesehen", und sei auch ein "exportierbares Gut". Er, Ebner, hoffe,
dass dieses Modell als ein friedliches Modell als Lösung eines
Minderheitenkonfliktes weiter Anwendung finden könne. Ebner führte
vier "Vorzeichen" an, die das Gesamtprojekt positiv begleitet haben:
den "Pariser Vertrag" von 1946, der das Südtirol-Problem zu einer
internationalen Angelegenheit machte und der Schutzmacht Österreich
beispielsweise das Einschreiten vor den Vereinten Nationen
ermöglichte; den geschlossenen Zusammenhalt der Südtiroler
Bevölkerung in der SVP als Sammelpartei; das nach und nach erfolgte
Entgegenkommen Italiens und die Bereitschaft der italienischen
Regierung, den Südtirolern für ihr Überleben als deutsche und
ladinische Sprachminderheit unabdingbar gehaltene Zuständigkeiten zu
übertragen; sowie der in der unmittelbaren Nachkriegszeit einsetzende
europäische Integrationsprozess.

"Wir Südtiroler haben daher auch keine Angst vor dem zukünftigen
Europa und sehen die EU und die Erweiterung als eine Chance. Dass wir
überhaupt die Möglichkeit haben, unsere Zukunft selbst zu gestalten,
haben wir einem wesentlichen Teil unserer Schutzmacht, unserem
verlässlichen Schutzpatron Österreich zu verdanken, das sich über
Jahrzehnte für die deutsch- und ladinischsprachige Volksgruppe
eingesetzt und einen nicht bedeutend genug einzuschätzenden Beitrag
zur Lösung des Südtirol-Problems geleistet habe. Der zentralen Rolle
Südtirols als Thema der österreichischen Außenpolitik vor dem
Hintergrund der europäischen Einigung sei daher das vorliegende Buch
gewidmet.

Ebner dankte in seiner Rede den Außenministern Österreichs als
"Hauptakteure dieser Politik", allen voran den anwesenden ehemaligen
Außenministern Kurt Waldheim und Alois Mock für ihren Beitrag in der
Vergangenheit. Es sei aber auch ein "besonderer Glückfall, dass ein
Südtiroler, den wir ungern verloren haben, im Nationalrat unsere
Position als Vorsitzender des Südtirol-Unterausschusses vertritt",
dankte Ebner auch Klubobmann Dr. Andreas Khol. Abschließend
überreichte Ebner drei Exemplare des Buches an den Gastgeber Khol und
die ehemaligen Minister Waldheim und Mock.

MARKUS WARASIN: EUROPA IST EIN HOFFNUNGSKONZEPT

"Europa ist ein Hoffnungskonzept", begründete der Herausgeber Dr.
Markus Warasin, Generalsekretär des Europäischen Büros für
Sprachminderheiten in Brüssel, den Untertitel des Buches "Südtirol
als Thema der österreichischen Außenpolitik vor dem Hintergrund der
europäischen Einigung". Obwohl die europäischen Institutionen nur
wenig zur Lösung des Konflikts beigetragen hätten, wollte man mit
diesem Buch aufzeigen, dass der "europäische Geist" zu einer
Konfliktlösung beigetragen habe, so Warasin, der sich selbst als
"Europabefürworter" bezeichnet.

Warasin kam in seiner Rede auch auf den Konvent zu sprechen.
Entscheidend sei, dass nicht nur diverse Staaten grundsätzlich für
eine Unterstützung der Sprachminderheiten seien, sondern sich diese
dafür auch im Konvent einsetzen und "aufstehen". "Das aktive
Engagement ist hier gefragt", so der Generalsekretär abschließend,
der unter anderem auch dem Nationalratspräsidenten a.D. Prof. Dr.
Heinrich Neisser für sein Entgegenkommen bei der Erstellung dieses
Buches dankte.

("Unsere Sache ist gerecht - Südtirol als Thema der österreichischen
Außenpolitik vor dem Hintergrund der europäischen Einigung,
Herausgeber Markus Warasin, 288 Seiten, 24 Schwarzweißabbildungen,
ISBN: 88-8266-145-8, Verkaufspreis: 26,90 Euro)
(Schluss)

Rückfragehinweis: Pressestelle des ÖVP-Parlamentsklubs
Tel. 01/40110/4432
http://www.parlament.gv.at/v-klub/default.htm

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