• 06.11.2002, 08:55:37
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Informationsoffensive in Hochwasserregion

Wien (OTS) - "Profis informieren" unter diesem Motto standen
Informationsabende in Schwertberg und Ansfelden die auf Initiative
von Baumit gemeinsam mit den Gemeinden, der Oberösterreichischen
Landesregierung und den Industriepartnern Wienerberger, Rigips,
Schiedel, Eisbär, Novoferm und Isover veranstaltet wurden.

Wie lange dauert die Mauertrocknung? Macht es Sinn über den Winter
zu entfeuchten? Kann man Schimmelbildung vermeiden? Wann und vor
allem welchen Putz sollte man bei hoher Restfeuchte in der Mauer
verwenden? So und ähnlich lauten zur Zeit die meisten Fragen, die von
besorgten Hauseigentümern aus den Hochwasserregionen gestellt werden.
"Auch wenn die ersten Maßnahmen zur Trockenlegung der betroffenen
Wohnhäuser schon gesetzt wurden sind sich viele der Betroffenen noch
nicht im Klaren darüber, wie sie die Sanierung fachmännisch und vor
allem ohne kostspielige Überraschungen vorantreiben können", sieht
sich Baumit Bad Ischl-Geschäftsführer Erich Schwarzbauer in seiner
Informationsoffensive bestätigt.

Gemeinsam mit O.Univ.Prof. Dipl.-Ing. DDr. Jürgen Dreyer vom
Institut für Baustofflehre, Bauphysik und Brandschutz an der TU Wien
hat Baumit den Stand der Wissenschaft und jahrzehnte lange Erfahrung
mit Mauerwerk, Putz und Sanierprodukten als eine der ersten
Industriebetriebe zusammengefasst und via Internet zur Verfügung
gestellt. "Lüften und drüberfärbeln wird nicht reichen. An Diagnose,
Trocknung und Sanierung führt kein Weg vorbei, wenn man die
Bausubstanz langfristig erhalten will und gesunden Wohnkomfort wieder
erreichen möchte", bringt es Prof. Dreyer auf den Punkt.

1. Schritt: Diagnose
Wasser ist nicht gleich Wasser, daher rät der Experte in jedem
Falle zu prüfen, ob die Schäden durch "reines" Grundwasser oder durch
Wasser entstanden sind, das mit Öl, Fäkalien, Düngemittel und Schlamm
verunreinigt wurde. Verschmutzte Wässer (davon ist in den meisten
Fällen auch auszugehen) verursachen im Laufe der Zeit Gestank,
fördern die Bildung von Schimmelpilz und Bakterien für die eigentlich
nur eine Lösung angestrebt werden sollte, den Putz abzuschlagen
(Faustregel: bis 30 - 50 cm über dem Wasserschaden).

2. Schritt: Trocknung
Die meisten Baustoffe (Ziegel, Sandstein, Mörtel, Holz) besitzen
Hohlräume, die miteinander verbunden sind. Bei Flutung des Kellers
durch Hochwasser füllt sich das Porenvolumen der Baustoffe mit
Wasser. Nach Beendigung der Flutung verbleibt ein beträchtlicher Teil
in den Hohlräumen. Das Austrocknen kann mehrere Monate bis Jahre
dauern. Wie lange hängt von der Trocknungsmöglichkeit an der
Oberfläche ab. Auch wenn die Oberfläche trocken erscheint, befindet
sich noch Feuchte im Baustoffinneren und zwar umso mehr, je länger
der Keller geflutet war! Sinnvolles Trocknen bedeutet: zusätzlicher
Einsatz von Luftentfeuchter, da diese die kapillare Austrocknung in
Schwung bringen. Im Winter, wenn die Außentemperatur niedrig und Luft
i.d.R. trocken ist, kommt es ganz besonders auf das richtige
Heizen/Lüften an. Der Expertentipp: im Rhythmus von 5-10 Minuten
Stoßlüften dann wieder 2-3 Stunden heizen. Gekippte Fenster fördern
die Schimmelbildung und verpulfern kostbare Energie!

3. Schritt: Sanierung
Die meisten Baustoffe (Ziegel, Sandstein, Mörtel, Holz) sind nicht
unmittelbar anfällig gegen Feuchtigkeit, auch wenn sie über längere
Zeiträume einwirkt. Lediglich bei sehr hohen Feuchtigkeitsgehalten
und einer hohen Zahl von Frost-Tau-Wechseln werden allmähliche
Zerstörungen sichtbar. Dauerhaft sollte Feuchtigkeit aber nicht im
Baustoff verbleiben, da sich Salzschäden, Pilz- und Algenwachstum
einstellen können. Generell unterscheidet sich die Sanierung von
durch Wassereinwirkung geschädigten Häusern nicht von einer Sanierung
sonstiger Bauschäden, so dass jeder erfahrene Baufachmann die
notwendigen Arbeiten beurteilen kann. Keinesfalls sollte aber mit dem
Verputzen begonnen werden solange die Oberfläche noch einen
Feuchtigkeitswert von 80 % aufweist.

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Rückfragehinweis:
Baumit Baustoffe GmbH, Bad Ischl
(Oberösterreich, Salzburg, Tirol und Vorarlberg)
Prok. Ing. Josef Strasser
Tel.: 0664/44 50 295
mailto:[email protected]

Wietersdorfer & Peggauer Zementwerke GmbH
(Kärnten, Osttirol, Steiermark und südl. Burgenland)
Karl Schönbacher
Tel.: 0664/393 5884
mailto:[email protected]

Wopfinger Baustoffindustrie GmbH
(Wien, Niederösterreich und nördl. Burgenland)
DI Ulrich Ebner,
Tel.: 02633/400/303
mailto:[email protected]

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