• 05.11.2002, 15:23:34
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  • OTS0231 OTW0231

Reflexionen - Autorinnen und Autoren über österreichische Literatur nach 1945

Dreitägiges Symposion: Dienstag, 12. 11. - Donnerstag, 14. 11. 2002, Österreichische Gesellschaft für Literatur, Palais Wilczek, Herrengasse 5, 1010 Wien

Wien (OTS) - Im Rahmen dieses dreitägigen Symposions werden 19
Schreibende über österreichische Literatur nach 1945 sprechen oder
aus Werken von Kolleg/inn/en lesen, darunter Peter Turrini,
Friederike Mayröcker, Michael Guttenbrunner, Ulrike Längle, Evelyn
Schlag, Alfred Kolleritsch, Robert Schindel, Milo Dor, Elisabeth
Reichart oder Franz Schuh, um nur einige zu nennen. Es handelt sich,
sowohl was den Anspruch der Veranstaltung als auch was die
Teilnehmer/inn/en betrifft, um ein einzigartiges Projekt.

Jede Autorin und jeder Autor hat ihre/seine eigene, persönliche
"Literaturgeschichte". In den Werken der Schreibenden prägen diese
privaten Bezüge das literarische Leben der Zeit nach dem Zweiten
Weltkrieg mit. Nicht immer werden solche "Beziehungen", egal ob es
sich dabei um Verneigungen oder um Abgrenzungen, um Bewunderung oder
Ablehnung handelt, durch Ausformulierung im Rahmen eines Essays oder
Vortrags greifbar.

Das Symposion soll die Blicke von Schreibenden auf das Werk oder
das Leben von Kolleginnen und Kollegen vorstellen, die Literatur der
Nachkriegszeit damit neu oder einfach aus einem anderen Blickwinkel
bewerten und Zusammenhänge herstellen, die dem bestehenden, von
Literaturwissenschaftlern formulierten Kanon durchaus widersprechen
können.

Eine Publikation der Vorträge ist geplant.

Programm

12. 11.

14.00 Franz Josef CZERNIN: Zu Adalbert Stifters Wittiko
14.45 Ferdinand SCHMATZ: Wiener, Jandl, Mayröcker, Priessnitz und
andere Gruppen
15.30 Pause
16.00 O. P. ZIER: Kunstwirklichkeit oder Region in der Literatur -
Literatur in der Region
16.45 Ulrike LÄNGLE: Felder - Ludwig - Riccabona: 100 Jahre
Literatur am Rande Österreichs und der Welt
17.30 Evelyn SCHLAG: "Vierfach nach unten geht des Himmels
Richtung." Über Christine Lavants Radikalität
18.15 Pause
19.00 NIRGENDS MEIN BILD! Peter Turrini und Andrea Eckert lesen
Christine Lavant

13. 11.

14.00 Alfred KOLLERITSCH: Die Grazer Gruppe
14.45 Herbert J. WIMMER: AM SCHREIBEN BLEIBEN - nachhaltig offene
ver-netz-werke österreichischer literatur
15.30 Pause
16.00 Barbara NEUWIRTH: Blumen der Peripherie: Literatur von Frauen
oder Frauenliteratur in Österreich aus der Sicht einer
Produzentin
16.45 Silke ROSENBÜCHLER: Österreich. Literatur. Science Fiction
17.30 Pause
18.00 Peter MARGINTER: Bildermeier und der Umgang mit
Randerscheinungen
18.45 MICHAEL GUTTENBRUNNER: Attacken

14. 11.

14.00 Milo DOR: Der Fall Reinhard Federmann
14.45 Bernhard Widder: Christian Loidl
15.30 Pause
16.00 Elisabeth REICHART: Wir können nicht groß genug von uns denken
16.45 Franz SCHUH: Thomas Bernhard - ein alter Meister. Über das
Konservative und das Revolutionäre.
17.30 Pause
18.00 Robert SCHINDEL: Die zwei Leben des Paul Celan
18.45 Heidi PATAKI: Ohrfeigen für den guten Geschmack. Über die
ästhetische und soziale Wirkung von Ernst Jandls Dichtung
19.30 Friederike MAYRÖCKER liest: Ernst Jandl und seine
Götterpflicht

Rückfragehinweis:
Österreichische Gesellschaft für Literatur (http://www.ogl.at)
Tel.: (01) 533 81 59;
mailto:[email protected]

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