• 04.11.2002, 13:15:53
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JG-Suchan: VP-Fuhrmann entdeckt Umverteilung des Lebenseinkommens als Wahlkampfthema

JG-Suchan vermutet Täuschung von JungwählerInnen

Wien (SK) Unter dem Motto "Mehr Kohle für Junge" setzt sich die
Junge Generation in der SPÖ schon seit längerem mit dem Thema der
Umverteilung des Lebenseinkommens, für eine Abflachung der Lohnkurve
und ein höheres Einkommen für junge Menschen auseinander und hat
gemeinsam mit der Gewerkschaft und dem Pensionistenverband ein
Projekt dazu erarbeitet. (siehe Beilage) Der noch amtierende
Bundeskanzler Wolfgang Schüssel habe am Sonntag in der
ORF-Pressestunde damit aufhorchen lassen, dass die JVP Vorsitzende
und Nationalratskandidatin der ÖVP, Silvia Fuhrmann, sich mit der
Abflachung der Lebensverdienstkurve beschäftigt, da sie es für
sinnvoll hält, dass junge Menschen, die eine Familie gründen und
einen Haushalt aufbauen wollen, mehr verdienen. "Dass junge Menschen
sich in dieser Frage einig sind, versteht sich fast von selbst, und
ich freue mich, dass Silvia Fuhrmann das bei einer gemeinsamen
Diskussion von mir eingebrachte Thema aufgenommen und als
Wahlkampfthema erkannt hat", erklärte JG-Bundesvorsitzende Kerstin
Suchan am Montag gegenüber dem SPÖ-Pressedienst. ****

"Da wir in den letzten zweieinhalb Jahren die FPÖVP-Regierung genau
beobachtet haben, können wir uns nicht vorstellen, dass diese
Forderung von den noch in der Bundesregierung verantwortlichen
Personen umgesetzt wird, sollten diese wieder
Regierungsverantwortung übernehmen. Es müsste eine Kursänderung um
180 Grad in den Reihen der ÖVP passieren, damit jene, die in der
letzten Legislaturperiode junge Menschen besonders belastet haben
(z.B. Studiengebühren) und nicht einmal genügend Finanzmittel zur
Verringerung der stetig ansteigenden Jugenarbeitslosigkeit zur
Verfügung gestellt haben, sich für eine Umverteilung des
Lebenseinkommens einsetzen. Viele Menschen haben aufgrund der
höchsten Arbeitslosigkeit seit 1945 kein oder nur sehr geringes
Einkommen", so Suchan.

"Wahrscheinlich bleibt unser Projekt "Mehr Kohle für Junge" für die
ÖVP nur ein abgekupfertes Wahlkampfthema, um möglichst viele junge
WählerInnen zu gewinnen und wird sich nach der Wahl für die ÖVP in
Luft auflösen, so wie das Versprechen von Bildungsministerin Gehrer,
keine Studiengebühren einzuführen. Wir, die Junge Generation in der
SPÖ, stellen uns die Frage, wie Noch-Kanzler Schüssel weiterhin mit
den Forderungen der jüngsten ÖVP-Nationalratskandidatin umgeht, da
Frau Fuhrmann ja offensichtlich Forderungen der Jungen Generation in
der SPÖ unterstützt!", sagte Suchan.

Wieder einmal werde versucht, unter Vorspiegelung falscher Tatsachen
die WählerInnen zu täuschen - diesmal die JungwählerInnen -, indem
Frau Fuhrmann benutzt wird, um die angeblich "nur" noch 100.000
fehlenden Stimmen für die ÖVP zu lukrieren.

"Die ÖsterreicherInnen werden diesmal nicht auf die
WählerInnentäuschung der ÖVP hereinfallen", meint Suchan, "denn die
Wahlversprechen der ÖVP sind auch 2002 soviel wert wie 1999, als
ÖVP-Obmann Schüssel versprochen hat: 'Wenn wir Dritte werden, gehen
wir in Opposition'", fährt Mag Suchan fort.

Abschließend meint sie: "Ich wünsche Frau Fuhrmann viel Glück und
hoffe, dass sie ihre vernünftigen Ansichten beibehält, auch wenn sie
nach der Wahl damit in der ÖVP alleine stehen wird." (Schluss) ps/mm

Für Rückfragen: Mag. Kerstin Suchan: 0664 22 17 835

Rückfragehinweis: Pressedienst der SPÖ
Tel.: 01/53427-275
http://www.spoe.at

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