- 31.10.2002, 12:32:39
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Maier zu Weltspartag: Kein Wunder, dass Sparquote sinkt - Banken müssen Konsumentenrechte mehr berücksichtigen
Ein Zinsenvergleich lohnt sich!
Wien (SK) Kritik an den Banken übte
SPÖ-Konsumentenschutzsprecher Johann Maier Donnerstag gegenüber dem
SPÖ-Pressedienst anlässlich des heutigen Weltspartages. "Durch
Steuer- und Abgabenerhöhungen der blau-schwarzen Bundesregierung
brauchen die ÖsterreicherInnen mehr Geld, um ihren Lebensstandard zu
halten - und sparen daher weniger. Ein Vergleich von
Bankenkonditionen lohnt sich nicht nur beim Konto, sondern auch bei
den Sparbüchern", erklärte Maier. Nicht nur bezüglich der
Konditionen, sondern vor allem auch für die Vermeidung von Zinsfallen
seien ausführliche persönliche Gespräche mit Bankberatern notwendig
und sinnvoll. Als Beispiele führte der SPÖ-Konsumentenschutzsprecher
Vorschusszinsen bei vorzeitiger Behebung, unerwartete
Schließungsspesen oder plötzliche Zinssenkungen bei Sparbüchern mit
variablem Zinssatz an. ****
Ein Vergleich der AK Wien bestätigte, dass beträchtliche
Bandbreiten bei den angebotenen Zinssätzen existieren. Ein Beispiel:
Bei Sparbüchern mit Bindungsfrist lauert die "Vorschusszinsen-Falle":
Bei Beträgen, die vorzeitig behoben werden, fallen üblicherweise
Strafzinsen in der Höhe von ein Promille pro Monat der nicht
eingehaltenen Frist an. Ein Sparer legt beispielsweise 4.000 Euro auf
ein Sparbuch mit sechsmonatiger Bindungsfrist und einem Zinssatz von
zwei Prozent. Wenn der Sparer nach zwei Monaten 2.000 Euro behebt,
fallen Vorschusszinsen für vier Monate (also vier Promille von 2.000
Euro) an. Diese Strafzinsen können den Zinsertrag erheblich
schmälern. Viele Bankberater weisen die KundInnen auf diese
Vorschusszinsen mit keinem Wort hin. "Auch die Qualität im Bereich
der Kundengespräche ist sehr unterschiedlich und reicht von
desinteressiert bis sehr kundenorientiert", so Maier, der
abschließend einige "wertvolle Tipps für BankkundInnen" aufzählte:
- Argumentation "Treuer Kunde": Weisen Sie den Berater darauf hin,
dass Sie ein langjähriger Kunde sind.
- Argumentation "Guter Kunde" : Weisen Sie den Berater darauf hin,
was Sie schon alles bei der gleichen Bank angelegt haben (Kredite,
Konten, andere Sparbücher, Wertpapiere etc.)
- Argumentation "Die Konkurrenz schläft nicht": Weisen Sie den
Berater auf bessere Angebote vergleichbarer Bankinstitute hin.
- Stellen Sie Fragen über Fristen, Zinsen, Anpassungen,
Vorschusszinsen und allfällige Gebühren (Schließungen etc.).
- Gut ausgebildete und motivierte BeraterInnen müssen Ihnen Antwort
auf all Ihre Fragen geben. Bestehen Sie darauf und lassen Sie sich
nicht abspeisen. (Schluss) sl/mm
Rückfragehinweis: Pressedienst der SPÖ
Tel.: (++43-1) 53427-275
http://www.spoe.at
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