Maier zu Weltspartag: Kein Wunder, dass Sparquote sinkt - Banken müssen Konsumentenrechte mehr berücksichtigen

Ein Zinsenvergleich lohnt sich!

Wien (SK) Kritik an den Banken übte SPÖ-Konsumentenschutzsprecher Johann Maier Donnerstag gegenüber dem SPÖ-Pressedienst anlässlich des heutigen Weltspartages. "Durch Steuer- und Abgabenerhöhungen der blau-schwarzen Bundesregierung brauchen die ÖsterreicherInnen mehr Geld, um ihren Lebensstandard zu halten - und sparen daher weniger. Ein Vergleich von Bankenkonditionen lohnt sich nicht nur beim Konto, sondern auch bei den Sparbüchern", erklärte Maier. Nicht nur bezüglich der Konditionen, sondern vor allem auch für die Vermeidung von Zinsfallen seien ausführliche persönliche Gespräche mit Bankberatern notwendig und sinnvoll. Als Beispiele führte der SPÖ-Konsumentenschutzsprecher Vorschusszinsen bei vorzeitiger Behebung, unerwartete Schließungsspesen oder plötzliche Zinssenkungen bei Sparbüchern mit variablem Zinssatz an. ****

Ein Vergleich der AK Wien bestätigte, dass beträchtliche Bandbreiten bei den angebotenen Zinssätzen existieren. Ein Beispiel:
Bei Sparbüchern mit Bindungsfrist lauert die "Vorschusszinsen-Falle":
Bei Beträgen, die vorzeitig behoben werden, fallen üblicherweise Strafzinsen in der Höhe von ein Promille pro Monat der nicht eingehaltenen Frist an. Ein Sparer legt beispielsweise 4.000 Euro auf ein Sparbuch mit sechsmonatiger Bindungsfrist und einem Zinssatz von zwei Prozent. Wenn der Sparer nach zwei Monaten 2.000 Euro behebt, fallen Vorschusszinsen für vier Monate (also vier Promille von 2.000 Euro) an. Diese Strafzinsen können den Zinsertrag erheblich schmälern. Viele Bankberater weisen die KundInnen auf diese Vorschusszinsen mit keinem Wort hin. "Auch die Qualität im Bereich der Kundengespräche ist sehr unterschiedlich und reicht von desinteressiert bis sehr kundenorientiert", so Maier, der abschließend einige "wertvolle Tipps für BankkundInnen" aufzählte:

  • Argumentation "Treuer Kunde": Weisen Sie den Berater darauf hin, dass Sie ein langjähriger Kunde sind.
  • Argumentation "Guter Kunde" : Weisen Sie den Berater darauf hin, was Sie schon alles bei der gleichen Bank angelegt haben (Kredite, Konten, andere Sparbücher, Wertpapiere etc.)
  • Argumentation "Die Konkurrenz schläft nicht": Weisen Sie den Berater auf bessere Angebote vergleichbarer Bankinstitute hin.
  • Stellen Sie Fragen über Fristen, Zinsen, Anpassungen, Vorschusszinsen und allfällige Gebühren (Schließungen etc.).
  • Gut ausgebildete und motivierte BeraterInnen müssen Ihnen Antwort auf all Ihre Fragen geben. Bestehen Sie darauf und lassen Sie sich nicht abspeisen. (Schluss) sl/mm

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