Fallent: "Tschechien muß endlich über Nullvariante verhandeln"

Wien, 2002-10-31 (fpd) - "Temelin wird finanziell immer mehr zum Faß ohne Boden. Tschechien sollte sich daher selbst etwas Gutes tun und den Schrottreaktor zusperren", erklärte heute FPÖ-Umweltsprecher Abg. Ing. Gerhard Fallent, nachdem in der vergangenen Woche neue Kostensteigerungen im AKW bekannt geworden sind.****

Bekanntlich habe ja auch die Studie eines renommierten tschechischen Experten eindrucksvoll bestätigt, daß die Inbetriebnahme von Temelin nicht nur aus ökologischer, sondern auch aus wirtschaftlicher Sicht unsinnig sei. Laut jüngsten Berichten verlange der Generallieferant des Bauwerks, Skoda Praha, nun weitere 500 Millionen Kronen (rund 16 Millionen Euro) für zusätzliche Arbeiten im AKW. "Angesichts dieser neuerlichen Kostenexplosion ist es daher jetzt an der Zeit, daß endlich seriös über die Nullvariante, also die völlige Stillegung von Temelin verhandelt wird. Die Betreiber in Tschechien können sich nun den vielen vernünftigen Argumenten der Experten nicht länger widersetzen und müssen in einer offenen Diskussion Farbe bekennen", betonte Fallent.

Sollte Tschechien trotz aller Sicherheitsmängel und wirtschaftlichen Probleme auch weiterhin zu keinen Verhandlungen über die Nullvariante bereit sein, könne es nach Ansicht von Fallent nur eine einzige Konsequenz geben. "In diesem Fall ist die Wiedereröffnung des Energiekapitels und damit das vorläufige Veto gegen den EU-Beitritt Tschechiens die einzig logische Konsequenz", betonte Fallent abschließend. (Schluß

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