Interview zur CITES Konferenz

Frankfurt a. M. (OTS) - Es geht um Elfenbein, um Haifischflossen-und Walfleisch, aber auch um den selten werdenen Mahagoni-Baum, wenn am Montag zum 12. Mal die Internationale Konferenz zum Washingtoner Artenschutzübereinkommen CITES beginnt. Dann treffen in Santiago de Chile für zwei Wochen 160 Regierungsdelegationen aus aller Welt zusammen, um zu entscheiden, für welche Tier- und Pflanzenarten die Handelsbedingungen gelockert oder verschärft werden sollen.

Die weltweit größte Naturschutzorganisation WWF begleitet CITES seit seiner Gründung vor mehr als 25 Jahren. Artenschutzexperte Volker Homes wird für den WWF Deutschland in Chile sein.

Herr Homes, warum ist diese Konferenz so wichtig?

O-Ton: (ors08211) Homes

Die Konvention ist das wichtigste Umweltabkommen was wir haben. In der Vergangenheit hat sie es geschafft, einige Pflanzen- und Tierarten vor dem Aussterben zu bewahren. Beispielsweise die afrikanischen Nashörner und das Nilkrokodil. Diese Konvention hat Zähne, das heißt, sie kann Staaten dazu verdonnern, den Handel mit Pflanzen- und Tierarten zu unterlassen. Beispielsweise Griechenland und die Türkei durften in der Vergangenheit mit den gelisteten Arten nicht mehr handeln.

Welche Themen werden in diesem Jahr besonders heiß diskutiert werden?

O-Ton: (ors08212) Homes

Im Vordergrund steht der Elefant. Einige Staaten im südlichen Afrika wollen den Handel mit Elfenbein und Elefantenprodukten wieder zulassen. Der WWF befürchtet, dass dann auch die Wilderei wieder zunehmen wird. Das zweite große Thema ist der Wal. Japan möchte wieder mit Walfleisch handeln. Das müssen wir unbedingt verhindern, denn sonst gelangen wieder bedrohte Walarten wie zum Beispiel der Blauwal auf die Märkte.

Was erwartet der WWF von der Konferenz?

O-Ton (ors08213) Homes

Wir erwarten, dass sich die Staaten für das Überleben der Arten auf der Konferenz einsetzen. Egoistische Interessen einzelner Länder, die müssen zurückstehen. Er geht um den Erhalt der Pflanzen- und Tierarten auf der ganzen Erde. Beispiel: Meeresfischerei. Wenn wir die Meere erst einmal leer gefischt haben, dann gibt es keinen Weg zurück mehr.

Vielen Dank Herr Homes und viel Erfolg in Chile.

Der WWF Deutschland ist eine der nationalen Organisationen des WWF - World Wide Fund For Nature - in Gland (Schweiz).

***************

ACHTUNG REDAKTIONEN:

Die Originaltöne werden per Satellit verschickt und können auf Wunsch kostenfrei per MusicTaxi überspielt werden. Wenden Sie sich dafür bitte mit dem Stichwort "ors" an unseren Partner Radio Dienst Syndication+Network GmbH+Co.KG, Kundenhotline: 089/4999 4999. Im Internet sind sie als Download (Ors0821, 48 kHz) verfügbar unter http://www.presseportal.de.

Die O-Töne sind honorarfrei zur Verwendung. Wir bitten jedoch um einen Hinweis, wie Sie den Beitrag eingesetzt haben an RadioMaster@newsaktuell.de.

ors Originaltext: WWF

Audio(s) zu dieser Meldung finden Sie im AOM/Original Audio Service,
sowie im OTS Audioarchiv unter http://audio.ots.at

Rückfragen & Kontakt:

Jenni Glaser
Pressereferentin WWF
Tel.: 069 79 144 214

Im Internet unter http://www.wwf.de

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NAA0001