• 31.10.2002, 09:22:03
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Interview zur CITES Konferenz - AUDIO

Frankfurt a. M. (OTS) - Es geht um Elfenbein, um Haifischflossen-
und Walfleisch, aber auch um den selten werdenen Mahagoni-Baum, wenn
am Montag zum 12. Mal die Internationale Konferenz zum Washingtoner
Artenschutzübereinkommen CITES beginnt. Dann treffen in Santiago de
Chile für zwei Wochen 160 Regierungsdelegationen aus aller Welt
zusammen, um zu entscheiden, für welche Tier- und Pflanzenarten die
Handelsbedingungen gelockert oder verschärft werden sollen.

Die weltweit größte Naturschutzorganisation WWF begleitet CITES
seit seiner Gründung vor mehr als 25 Jahren. Artenschutzexperte
Volker Homes wird für den WWF Deutschland in Chile sein.

Herr Homes, warum ist diese Konferenz so wichtig?

O-Ton: (ors08211) Homes

Die Konvention ist das wichtigste Umweltabkommen was wir haben. In
der Vergangenheit hat sie es geschafft, einige Pflanzen- und
Tierarten vor dem Aussterben zu bewahren. Beispielsweise die
afrikanischen Nashörner und das Nilkrokodil. Diese Konvention hat
Zähne, das heißt, sie kann Staaten dazu verdonnern, den Handel mit
Pflanzen- und Tierarten zu unterlassen. Beispielsweise Griechenland
und die Türkei durften in der Vergangenheit mit den gelisteten Arten
nicht mehr handeln.

Welche Themen werden in diesem Jahr besonders heiß diskutiert
werden?

O-Ton: (ors08212) Homes

Im Vordergrund steht der Elefant. Einige Staaten im südlichen
Afrika wollen den Handel mit Elfenbein und Elefantenprodukten wieder
zulassen. Der WWF befürchtet, dass dann auch die Wilderei wieder
zunehmen wird. Das zweite große Thema ist der Wal. Japan möchte
wieder mit Walfleisch handeln. Das müssen wir unbedingt verhindern,
denn sonst gelangen wieder bedrohte Walarten wie zum Beispiel der
Blauwal auf die Märkte.

Was erwartet der WWF von der Konferenz?

O-Ton (ors08213) Homes

Wir erwarten, dass sich die Staaten für das Überleben der Arten
auf der Konferenz einsetzen. Egoistische Interessen einzelner Länder,
die müssen zurückstehen. Er geht um den Erhalt der Pflanzen- und
Tierarten auf der ganzen Erde. Beispiel: Meeresfischerei. Wenn wir
die Meere erst einmal leer gefischt haben, dann gibt es keinen Weg
zurück mehr.

Vielen Dank Herr Homes und viel Erfolg in Chile.

Der WWF Deutschland ist eine der nationalen Organisationen des WWF
- World Wide Fund For Nature - in Gland (Schweiz).

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ors Originaltext: WWF

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Jenni Glaser
Pressereferentin WWF
Tel.: 069 79 144 214

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