Schüssel: Pensionserhöhung bringt Sicherheit für ältere Menschen

"Keinen zurücklassen, dem es in Österreich schlecht geht"

Linz, 27. Oktober 2002 (ÖVP-PD) "Sicherheit brauchen auch besonders die älteren Menschen in Österreich. Wir haben gestern
am Nationalfeiertag für zwei Millionen Pensionisten eine ganz wichtige Weichenstellung für das nächste Jahr vorgenommen", sagte heute, Sonntag, Bundeskanzler ÖVP-Bundesparteiobmann Dr. Wolfgang Schüssel im Rahmen seiner Rede beim ÖVP-Wahlkampfauftakt in Linz. Gestern sei für alle Pensionisten eine Erhöhung der Pensionen von 560 Millionen Euro beschlossen worden. "Glauben sie ja nicht,
dass das leicht ist, aber es ist wichtig, dass die Menschen, die Österreich aufgebaut haben, eine sichere Perspektive haben", so Schüssel. Jene, die jetzt behaupten würden, dies sei viel zu
wenig "sollen zuerst einmal beweisen, dass sie das finanzieren können. Denn wir haben das soziale Netz finanzierbar gemacht und finanzierbar gehalten. Das ist gute und erstklassige
Sozialpolitik", so Schüssel. ****

Sicherheit würden vor allem jene brauchen, denen es schlecht gehe. Es müsse selbstverständlich sein, dass in Österreich niemand zurückgelassen werde, der Hilfe brauche. Bei der Hochwasserkatastrophe seien die Landeshautleute von Salzburg, Oberösterreich und Niederösterreich vor Ort gewesen. "Ihr ward
vor Ort, wir waren da. Wir haben sofort alles abgebrochen, liegen und stehen gelassen. Wir wissen, wo Prioritäten gesetzt werden müssen, wenn Not zu beseitigen ist. Ich bin dankbar, ein Land führen zu dürfen, wo es selbstverständlich ist, auf das Wünschbare zu verzichten, angesichts einer solchen existenziellen Notsituation. Wir hätten alle liebend gerne eine Steuersenkung im nächsten Jahr gemacht, aber in dieser Situation hat die Hilfe für die Schadensbeseitigung nach dem Hochwasser absolute Priorität gehabt. Es ist gut zu wissen, dass wir ein Volk haben, das sofort
in die Tasche greift, das zupackt, den Schlamm wegräumt und den Menschen in Not hilft", so Schüssel.

Ähnliches gelte für junge Familien. "Es wäre eher gescheit, den Jungen zu Beginn mehr zu zahlen, 'fair cash' zu geben und
danach die Kurve abzuflachen", so Schüssel. Man müsse vor allem
an die jungen Familien denken und an die Mehrfachbelastung zur
Zeit der Hausstandsgründung. "Daher ist die Hilfe für junge Familien ein ganz zentraler Programmschwerpunkt", so der Bundeskanzler. Dies betreffe auch die Vereinbarkeit von Beruf und Familie. "Ich weiß mich mit Christoph Leitl und seinem Team einer Meinung, dass wir die Modelle entwickeln werden, die Österreich braucht, auf die die Jungen warten. Die Jungen brauchen keine Rhetorik, sie brauchen Taten und die bekommen sie von uns", so
der Kanzler.

Das Thema Sicherheit betreffe auch viele Menschen, die in Österreich behindert seien. "Es muss unser Ehrgeiz sein, als Christdemokraten, dass wir nachdenken, wie wir das Leben dieser Menschen einfacher machen und lebenswerter gestalten können", so der Bundeskanzler. Es müsse selbstverständlich sein, "dass wir
mit den Gefühlen der anderen mitschwingen, denen es nicht so gut geht", so Schüssel.

Rückfragen & Kontakt:

ÖVP-Kommunikationsabteilung, Tel.:(01) 401 26-
420
Internet: http://www.oevp.at

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NVP0012