Prammer zu Finz: Entlarvend skandalöse Äußerung über das Frauenbild der ÖVP im "profil"

Finz sollte zurücktreten, Schüssel sich entschuldigen

Wien (SK) SPÖ-Bundesfrauenvorsitzende Barbara Prammer bezeichnete die in der morgen erscheinenden Ausgabe des Nachrichtenmagazins "profil" geschilderte Äußerung von ÖVP-Wien-Spitzenkandidat Staatssekretär Finz als "bodenlos skandalös" und "entlarvend bezüglich des wahren Sittenbilds der ÖVP". Prammer fordert Finz auf, die Konsequenzen zu ziehen und zurückzutreten und den ÖVP-Vorsitzenden, sich für diese Entgleisung eines Regierungsmitglieds und Chef der Wiener Landespartei bei den österreichischen Wählerinnen zu entschuldigen. ****

Konkret hatte Finz bei einer Wahlwerbetour, bei der er einer Frau seine Werbekarte überreichte, gegenüber seinem Regierungs- und Parteikollegen Morak gemeint: "Jede Stimme ist wichtig, auch wenn's die einer Frau ist."

"Diese Aussage ist dermaßen frauenverachtend, dass sich jeder weitere Versuch einer Erklärung erübrigt. Dieser Mann hat in der Politik nichts verloren", betonte Prammer, die abschließend in Richtung Schüssel erklärte: "Da hat der Parteivorsitzende und Bundeskanzler nicht nur ein Machtwort zu sprechen, sondern sich für diese unverfrorene Verächtlichmachung bei allen Frauen in Österreich zu entschuldigen, deren Stimmen sein Partei- und Regierungskollege Finz offenbar als zweitklassig ansieht. Alles andere lässt den Schluss zu, dass Schüssel eine solche Einstellung als in seiner Partei üblich und daher nicht weiter verfolgenswert betrachtet." (Schluss) up

Rückfragen & Kontakt:

Pressedienst der SPÖ
Tel.: (++43-1) 53427-275
http://www.spoe.at

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | SPK0012