• 25.10.2002, 10:02:32
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Knafl: Erweiterung der Europäischen Union ist größtes Friedensprojekt!

Frage der Benés-Dekrete und Avnoj-Bestimmungen vor Beitritt lösen!

Wien (OTS) - Im Rahmen einer Informationskonferenz des Kärntner
Seniorenbundes präsentierte Bundesobmann Stefan Knafl das neue
Positionspapier des Österreichischen Seniorenbundes "Mitten im Leben.
Sicher in die Zukunft". Einer der Schwerpunkte dieses
Grundsatzpapiers stellt die kommende Erweiterung der Europäischen
Union dar.

"Die bevorstehende Erweiterung ist zweifellos eine der größten
Herausforderungen in der bisherigen Geschichte der europäischen
Integration. Österreich wird von der Erweiterung der Union
insbesondere um seine Nachbarländer im Norden, Osten und Süden in
vielfacher Hinsicht profitieren: Wir werden uns dadurch zum Kernland
eines Europas entwickeln, in dem Stabilität und Sicherheit durch eine
enge wirtschaftliche und politische Verflechtung sichergestellt sind"
, so Knafl.

Knafl weiter: "Der Österreichische Seniorenbund vertritt die
Auffassung, dass offene Fragen unaufgearbeiteter Geschichte mit
unseren Nachbarn gemeinsam in wechselseitigen Geist von Verständnis
und Achtung aufgearbeitet werden soll. Die Benes-Dekrete
widersprechen, ebenso wie die Avnoj-Bestimmungen, den europäischen
Grundwerten, weil sie die Grundlage für Massenvertreibungen waren und
einen gravierenden Eingriff in Menschenrechte darstellen. Dieses
Problem muss daher vor der Ratifikation der Beitrittsverträge gelöst
sein".

Mehr Frieden und Stabilität

Die erfolgreiche gemeinsame Währung Euro und die konsequent
intensivierte politische Zusammenarbeit zeigen klar, dass die
friedens- und stabilitätspolitische Erfolgsgeschichte der
Europäischen Union nicht rückgängig gemacht oder gestoppt werden
darf. Die Erweiterung der EU um neue Mitgliedsstaaten wird den
Friedens- und Stabilitätsraum auf dem europäischen Kontinent
ausweiten und sich auch international auf friedenschaffende Prozesse
positiv auswirken.

Rückkehr unserer Nachbarn nach Europa unterstützen

Der Österreichische Seniorenbund ist sich der Verantwortung für
unsere europäischen Nachbarn bewusst, die rund 50 Jahre lang von der
Entwicklung Europas in Richtung Wohlstand und Stabilität ausgesperrt
waren. Sie sollten wieder dorthin zurückkehren, wo sie hingehören:
nach Europa. Aus dem europäischen "Grenzland" Österreich wird durch
die Erweiterung bald wieder das europäische Kernland Österreich. Die
jahrhundertlange wirtschaftliche und kulturelle Kooperation mit
unseren Nachbarländern, die in der Zeit der kommunistischen Diktatur
abgebrochen war, kann nun fortgesetzt und ausgebaut werden. Es ist
für uns schon aus diesem Grund eine Selbstverständlichkeit, dass
Österreich den Beitritt seiner Nachbarländer zur Europäischen Union
aktiv unterstützt.

"Die Erweiterung der EU bietet die historisch einzigartige Chance
auf einen nachhaltigen Friedens- und Stabilitätsraum auf dem
europäischen Kontinent. Der Österreichische Seniorenbund fordert
daher eine zügige und gut vorbereitete Erweiterung, damit die ersten
Beitritte so rasch wie möglich, spätestens jedoch 2005 nach
Ratifizierung der Verträge durch die nationalen Parlamente und der
Zustimmung des Europäischen Parlaments erfolgen können", so Knafl
abschließend.

Rückfragehinweis:
Österreichischer Seniorenbund
Mag. Michael Schleifer
Tel.: 40126/154

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