- 24.10.2002, 14:45:48
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Ludwig zu Haupt: Frauenpolitik war diesem Minister nie ein Anliegen! Utl: SPÖ steht für engagierte Politik für Frauen und ihre Interessen
Wien (SPW) "Der Herr Minister hat überhaupt keinen Anlass zu
selbstgefälligen Jubelmeldungen über die Leistungen seines Ressorts.
Denn die Bilanz von zweieinhalb Jahren schwarzblauer Frauenpolitik
ist eindeutig: Sie fand nicht statt", kommentierte die
Frauensprecherin der SPÖ Wien, LAbg. Martina Ludwig am Donnerstag
entsprechende Aussagen von Sozial- und Frauenminister Herbert Haupt.
"Wir wissen auch zur Genüge, dass dem Herrn Minister Frauenpolitik
nichts ‚wert' ist - wie sonst wäre es zu erklären, dass die
Frauenförderung finanziell ausgehungert wurde", kritisierte Ludwig
und erinnerte daran, dass der Bund nur 3,3 Millionen Euro für
Frauenprojekte zur Verfügung stellt. "Die Stadt Wien hingegen fördert
diese wichtigen Initiativen mit 5,5 Millionen Euro. Deutlicher ist
der Unterschied im Zugang und im Stellenwert von Frauenpolitik gar
nicht herauszustreichen", so Ludwig gegenüber dem Pressedienst der
SPÖ Wien.****
"Schwarzblau hat die Kindergartenmilliarde gestrichen, obwohl
100.000 Plätze fehlen. Angesichts dieser Tatsachen vom ‚Familienland
Nummer Eins' zu sprechen, kann man nur zynisch nennen", kritisierte
Ludwig. "Wien dagegen hat viel unternommen, um die Vereinbarkeit von
Beruf und Familie zu ermöglichen. Die Bundeshauptstadt verfügt über
das österreichweit dichteste Netz an Kinderbetreuungseinrichtungen.
Bei den 3 bis 6jährigen ist sogar flächendeckende Ganztagsversorgung
gewährleistet. So ist es nicht verwunderlich, dass Wien mit 71
Prozent die höchste Frauenerwerbsquote aufweist, während der
landesweite Durchschnitt bei nur 59 Prozent liegt", so Ludwig.
"Wir belassen es nicht bei großsprecherischen Ankündigungen und
Wahlkampfrhetorik, sondern wir handeln auch. Jene fortschrittliche
Frauenpolitik muss so bald als möglich wieder in ganz Österreich
möglich sein", unterstrich Ludwig abschließend. (Schluss) tr
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