Glawischnig: Haupt bescherte Frauen nur Rückschritte

Frauenbeschäftigung sank, Kindergeld fördert Berufsausstieg

Wien (OTS) Die "frauenpolitische" Bilanz von Herbert Haupt bezeichnete die stv. Bundessprecherin der Grünen, Eva Glawischnig, heute als "blanken Hohn angesichts der blau-schwarzen Rückschritte in den letzten zwei Jahren". Zusätzliche Frauenarbeitsplätze wurden zum einen nicht - wie von Haupt dargestellt - von der Regierung geschaffen, zum anderen ist die Frauenbeschäftigung in Österreich insgesamt leicht gesunken. Einzig Teilzeitjobs und andere prekäre Beschäftigungsverhältnisse für Frauen boomen. Diese Zahlen bestätigt auch ein Bericht der EU-Kommission vom September zur östereichischen Beschäftigungspolitik, der ausdrücklich darauf verweist, dass das Kindergeld den Berufsausstieg von Frauen fördert. "Die vergangene Regierung hat eindrucksvoll bewiesen, dass ihr gute Arbeitsplätze für Frauen kein Anliegen sind", resümiert Glawischnig.

Die Behauptung, Haupt hätte die Förderung von Frauenprojekten um 44 Prozent erhöht, entspricht ebenfalls nicht den tatsächlichen Zahlen. Diesen ist zu entnehmen, dass es insgesamt keine Erhöhung der ohnehin geringen Förderungen für Frauenprojekte gab. Politisch missliebige Projekte wurden bewusst ausgehungert und damit frauenpolitische Zensur betrieben. "Unrichtige Zahlen und falsche Behauptungen - das ist die frauenpolitische Bilanz der Regierung", so Glawischnig, die die Wiedererrichtung eines Frauenministeriums mit erweiterten Kompetenzen als vorrangige frauenpolitische Maßnahme fordert.

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