Gewerkschaften zu Papierindustrie: Beschäftigte haben unsere volle Solidarität Utl. Präsidien der 5 Gewerkschaften unterstützen Vorgangsweise der Verhandler

Wien (GMT, ANG, GdC, DJP, GPA/ÖGB). Nach wiederholt inakzeptablen Angeboten haben GPA und Chemiearbeitergewerkschaft die Verhandlungen mit den Arbeitgebern der Papier- und Pappeindustrie abgerochen. Im Rahmen einer heute, Donnerstag, stattfindenden Arbeitstagung ihrer Präsidien sichern die fünf Gewerkschaften (GPA, GMT, DJP, ANG, Chemie), die sich im Prozess der Neugründung befinden, den Beschäftigten in diesen Sparte ihre volle Solidarität beim Kampf um gerechte Lohn- und Gehaltserhöhungen und gegen massive Verschlechterungen im Rahmenrecht zu. ++++

Die verhandelnden Gewerkschaften, GPA und Gewerkschaft der Chemiearbeiter, waren bis zuletzt an konstruktiven Verhandlungen interessiert. Die Gewerkschaften haben die KV-Runde am 23. Oktober 2002 abgebrochen, weil das letzte Angebot keine Grundlage für ernstliche Verhandlungen war. Die Forderung der Unternehmen, den Abschluss vom Vorjahr dem heurigen anzurechnen, sei völlig inakzeptabel. Die Gewerkschaften sind es gewohnt, dass abgeschlossene Verträge halten. Das muss auch für die Arbeitgeber gelten, es wird kein Nachverhandeln des Vorjahres-Abschlusses geben. Gleichfalls unannehmbar sind die Gegenforderungen, die die Unternehmer präsentiert haben und die massive Verschlechterungen im rahmenrechtlichen Bereich bringen würden. Kollektivvertragliche Rechtsansprüche gegen vermeintliches Wohlwollen der Unternehmen einzutauschen, ist für die Gewerkschaften absolut unvorstellbar. Die Unternehmen wollen die Einkommensentwicklung der ArbeiterInnen und Angestellten von den Ergebnissen der einzelnen Betriebe abhängig machen.

Die verhandelnden Gewerkschaften werden alle nötigen Maßnahmen ergreifen, um ihre Mitglieder über den Verlauf der Verhandlungen und die Vorgangsweise ihrer Arbeitgeber zu informieren. Sie erwarten außerdem ein neues, verhandelbares Angebot. Die Präsidien von GMT, ANG, DJP, GdC und GPA stehen geschlossen hinter den Forderungen und der Vorgangsweise der Verhandler aus den Gewerkschaften. Sie werden dem inakzeptablen Agieren der Unternehmen die volle Kraft der Solidarität von fünf Gewerkschaften entgegen stellen, um den Beschäftigten in diesen Bereichen den Lebensstandard zu sichern und zu realen Erhöhungen der Löhne und Gehälter zu verhelfen.

ÖGB, 24. Oktober 2002 Nr. 810

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Karl Demler, ANG (01) 501 46 518
Walter Zwierschütz, GdC (01) 597 15 01 57
Josef Keller, DJP (01) 523 82 31
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